GINT-Tagung 2018

Orte und Prozesse außerschulischen Lernens erforschen und weiterentwickeln

Das Promotionsprogramm „MINT-Lernen in informellen Räumen (GINT) plant in Kooperation mit der PH Luzern die Tagung „Orte und Prozesse außerschulischen Lernens erforschen und weiterentwickeln“ am Do, 30.08. und Fr, 31.08.2018 in Oldenburg mit einem Vorprogramm am Mi, 29.08.18. 

Diese Tagung, die quasi die 6. Tagung in der Reihe der Luzerner Tagungen zu außerschulischen Lernorten darstellt und die erste sein wird, die in Deutschland stattfinden wird, hat folgende Themen im Fokus:

  • Forschung zu Lernprozessen und zur Entwicklungsdynamik an außerschulischen Lernorten 
  • MINT-Disziplinen, Geographie, Sprachen, geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen 
  • Außerschulisches Lernen zur Berufsorientierung und Berufsbildung 
  • Komplementäre Vernetzung außerschulischer Lernangebote 

Die Anmeldungen sollen ab Mai 2018 möglich sein.

Außerschulisches Lernen

Das außerschulische Lernen hat sich in Europa und insbesondere in Deutschland als eigenständiges Bildungsangebot und als Ergänzung zur schulischen Bildung etabliert. Über ihren Beitrag zur Allgemeinbildung hinaus wird die Bedeutung außerschulischer Bildung hinsichtlich der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel, Energieversorgung, soziale Gerechtigkeit oder Nachhaltigkeit diskutiert. Lernorte wie Science Center, Museen, Schülerlabore, Einrichtungen der Umweltbildung, Nationalparkhäuser, Schülerforschungszentren, Bauernhöfe, Bibliotheken, Theater und viele weitere bieten ein breites Spektrum kreativer Formate und erfahren große Aufmerksamkeit bei interessierten Laien und bei Schulklassen.

Untersuchung des außerschulischen Lernens

Die Untersuchung dieser Lernorte und ihrer Bildungsangebote entwickelt sich derzeit zu einer herausfordernden empirischen Forschungsrichtung. Studien dazu, welchen Einfluss außerschulische Bildungsangebote z. B. auf das situative Interesse haben, liegen vor; empirische Untersuchungen der ablaufenden Lernprozesse folgen verstärkt nach. Es stellen sich die zentralen Fragen, welchen Einfluss außerschulische Lernumgebungen auf Prozesse der Wahrnehmung, des Denkens, des Lernens und auf das Selbstkonzept der Besuchenden haben und wie die Dynamik dieser Prozesse zu modellieren sei. Ebenso ist zu klären, inwiefern außerschulische Bildung zum public understanding of science and humanities (PUSH) beiträgt und wie sich außerschulische Lernorte forschungsbasiert weiterentwickeln können.

Ziel der Tagung

Diesen Aktivitäten in Forschung und Entwicklung möchten wir ein Forum bieten und laden Sie deshalb herzlich zur Tagung „Orte und Prozesse außerschulischen Lernens erforschen und weiterentwickeln“ nach Oldenburg ein!

Mit der Tagung möchten wir die MINT-Disziplinen, die Geographie, die geistes- und sozial-wissenschaftlichen, die sprach- und kulturwissenschaftlichen sowie die musisch-künstlerischen Disziplinen anregen, sich an einem interdisziplinären Forschungsdiskurs zu beteiligen. Wir sprechen auch explizit außerschulische Bildungseinrichtungen an, die sich durch interessante Vernetzungen oder in Kooperation mit Hochschulen forschungsbasiert weiterentwickeln. Wir möchten also praxisorientierte Forscher/innen und forschungsorientierte Praktiker/innen in vielfältigen Formaten zusammenbringen.