Tagung am 25. und 26. Januar 2017: „Rückständigkeit und Gefahr. Geschlechterpolitiken in der Migrationsgesellschaft“

Nicht erst seit dem Diskursereignis Köln findet im öffentlichen, medialen, politischen, aber auch wissenschaftlichen Raum eine affektbesetzte Auseinandersetzung mit der Gefahr und Bedrohung statt, die von der vermeintlichen Rückständigkeit und Gefährlichkeit derjenigen ausgehe, die in der Migrationsgesellschaft als Andere gelten. Wesen und Körper dieser Anderen werden in diesen Diskursen fokussiert, so dass sich damit eine Grundlage für die zunehmende Legitimation der Überwachung und Bestrafung dieser Anderen ausbildet.

Vor diesem Hintergrund organisieren das Center for Migration, Eduction and Cultural Studies (CMC), das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG) und die Arbeitsgruppe Migration – Gender – Politics (MGP) der Universität Oldenburg gemeinsam eine Tagung zu „Rückständigkeit und Gefahr. Geschlechterpolitiken in der Migrationsgesellschaft“.

Die Tagung findet am 25. und 26. Januar 2017 im PFL in Oldenburg statt und thematisiert europäische und „westliche“ Praktiken der geschlechterpolitischen Behauptung, Visualisierung und Hervorhebung der Gefahr und der Rückständigkeit Anderer, wie auch die Konsequenzen dieser Praktiken in unterschiedlichen Räumen.

Mit Vorträgen von folgenden namhaften und international renommierten Wissenschaftler_innen gehen wir diesem Themenzusammenhang nach: Prof. Dr. Manuela Bojadžijev, Prof. Dr. María do Mar Castro Varela, Prof. Dr. Sabine Hess, Prof. Dr. Juliane Karakayali, Prof. Dr. Meltem Kulaçatan, Dr. Lydia Potts, Dr. Paul Scheibelhofer, Prof. Dr. Helen Schwenken, Prof. Dr. Marc Thielen und Prof. Dr. Vassilis Tsianos.

Die interdisziplinär ausgerichtete Tagung richtet sich dabei an Wissenschaflter_innen, aber auch an Bildungspolitiker_innen, pädagogische Professionelle, Student_innen und eine interessierte Öffentlichkeit, die sich mit dem Themenkomplex der diskursiven Herstellung der Anderen in Bezug auf Geschlechterpolitiken in der Migrationsgesellschaft auseinandersetzen (wollen).

Ziel der Tagung ist es, zu einer theoretisch und empirisch fundierten Analyse und Thematisierung dieser Diskurse und Prozesse beizutragen, sie zu reflektieren und Alternativen zu diskutieren.

Anmeldungen richten Sie bitte an cmc.sekretariat(at)uni-oldenburg.de
Der Tagungsbeitrag beträgt 30 Euro; für Studierende der Uni Oldenburg ist eine Teilnahme kostenlos.

Programm als pdf

6. Gender-Forschungstag am 02.12.2016

ACHTUNG! PROGRAMMÄNDERUNG!

Der 6. Gender-Forschungstag findet nicht wie bisher ab 9:30, sondern erst ab 10:00 statt!!

Das aktualisierte Programm:

10.00 - 10.15      Begrüßung

10.15 - 11.00       Michaela Koch: Hermaphroditus in Amerika. Der Roman Middlesex (Eugenides, 2002) und seine mythologischen Verschränkungen
11.00 - 11.45       Natalia Riedel: Kulturelle Transgression und die Selbstironisierung eines weißen Hip Hop Künstlers

11.45 - 12.15        KAFFEEPAUSE

12.15 - 13.00       Renata Kutinka: Das ‚unsichtbare Geschlecht‘? Genitalien von Gewicht und Repräsentationskritik
13:00 - 13.30      Lou Kordts: Transsomatechnische Materialisation im Kontext intim-figurativer Operationen. Eine Autoethnographie

13.30 - 13.45      Abschlussrunde

14.00 – 15.00     Angela McRobbie: The Artist as Human Capital: Self-Making in Creative Economy (Vortrag im Rahmen des Graduiertenkollegs "Selbst-Bildungen")

 

Anmeldung bitte unter zfg(at)uol.de

Programm als pdf

Abstracts der Vorträge

Trans* Film- und Vortragsreihe

Die Fachschaft Gender Studies veranstaltet in Kooperation mit dem ZFG, dem FemRef und dem AStA der Uni Oldenburg eine Film- und Vortragsreihe zum Thema Trans* im Cine k.

Dadurch sollen Filme für Studierende und Interessierte zugänglich gemacht werden, um ihnen die Gelegenheit zu geben, sich mit dem Thema Trans* auseinanderzusetzen. Hierfür werden 4 Filme gezeigt, letzterer begleitet von einem Kurzvortrag von Lou Kordts.

Bei der Auswahl der Filme wurde insbesondere darauf geachtet, dass Trans*-Personen im Entstehungs- oder Drehprozess beteiligt waren und eine Sensibilität in Bezug auf die Repräsentation von Trans*-Lebensrealität gegeben ist.

weitere Informationenen finden Sie beim Cine k.

Internationale Tagung "Queering Migration Studies"

QUEERING MIGRATION STUDIES - INTERNATIONALE TAGUNG 2. Tagung des Netzwerks Gender und Migration@Niedersachsen

 

FREITAG, 28. – SAMSTAG, 29.10.2016 CARL VON OSSIETZKY UNIVERSITÄT OLDENBURG

 

Die Tagung nimmt die Strukturierung von Migrationsprozessen und -regimen durch heteronormative Vorstellungen von Identität, Sexualität und Familie den Blick. Sie fragt nach der Konstruktion des migrierenden Subjekts als heterosexuell und geschlechtlich eindeutig männlich oder weiblich bestimmbar sowie nach den konkreten Bedingungen von Flucht und Migration für Menschen, die diesen Normierungen nicht entsprechen (LGBTIQ). Damit verknüpft sind spezifische Prozesse nationaler (Re-)Definitionen und die Produktion sozialer Stratifikationen auf der Grundlage von Ein- und Ausschlussprozessen über Geschlecht und Sexualität, zwischen Legalität und Illegalität. Unter welchen Bedingungen werden Migrant_innen entweder als eine Bedrohung nationaler Integrität verstanden oder aber in den Dienst westlicher Konstruktionen von Liberalität gestellt? Was bedeutet dies für das Selbstverständnis von Migrant_innen?

An der Schnittstelle von Queer Studies, Gender Studies und Migrationsforschung bietet die Tagung ein interdisziplinäres Forum zum Austausch sowohl zwischen den Mitgliedern des Netzwerks ’Gender und Migration@Niedersachsen‘ als auch mit nationalen wie internationalen Expert_innen sowie Aktivist_innen und Praktiker_innen.

 

Weitere Informationen und Anmeldung unter: Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG): www.uni-oldenburg.de/zfg/ sowie LAGEN: www.nds-lagen.de/forschung/migration-und-gender/

Anmeldefrist: bis 23/10/2016

  • Zur Anmeldung/Registration

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Invitation QUEERING MIGRATION STUDIES – INTERNATIONAL CONFERENCE 2. Conference of the Research Network Gender and Migration @ Lower Saxony

 

FRIDAY 28 – SATURDAY 29/10/2016 CARL VON OSSIETZKY UNIVERSITY OLDENBURG

 

The conference explores how migration processes are structured by heteronormative concepts of identity, sexuality and family. How are migrating subjects constructed as heterosexual and defined as definitively either male or female? And what are the specific conditions of flight and migration for persons who do not conform to these normative constructions?

These questions are linked to processes of national definition and social stratification on the basis of inclusion/exclusion via sex and gender, legality and illegality. What are the conditions that lead to the understanding of migrants as being either a threat to national integrity or as their being instrumentalised in order to confirm the self-perception of the West as liberal? And what does this mean for migrants' concepts of the self?

At the intersection of Queer Studies, Gender Studies and Migration Studies, the conferences offers an interdisciplinary forum for exchange between members of the network "Gender and Migration@Niedersachsen" and to national and international experts in the field as well as to activists and practitioners.

LAGEN: www.nds-lagen.de/forschung/migration-und-gender/

Deadline for Registration: 23/10/2016

By announcing that you are a participant of the Conference, you can book a room at Hotel Sprenz at a special price.

 

Publikationen

Ausstellungskatalog: "Kabbo Ka Muwala—The Girl’s Basket. Migration and Mobility in Contemporary Art in Southern and Eastern Africa" Berlin: Revolver Publishing 2016. Katalog online ansehen

Myths, Gender and the Military Conquest of Air and Sea, hg. v. Katharina Hoffmann, Herbert Mehrtens, Silke Wenk, Oldenburg: BIS-Verlag 2015.

Sylvia Pritsch: Zur sexistischen Gewalt im Netz, in: fIfF-Kommunikation, hg. vom Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V., Nr. 3/2014, S. 53-55.

Wanderungen. Migrationen und Transformationen aus geschlechter- wissenschaftlichen Perspektiven, hg. v. Annika McPherson, Barbara Paul, Sylvia Pritsch, Melanie Unseld, Silke Wenk, Bielefeld: transcript 2013.