Die Universität
Leitbild der Universität Oldenburg 2010
Interdisziplinäre Forschungsuniversität
mit forschungsorientiertem Studium
Das Leitbild definiert den Rahmen für die inneruniversitäre Entwicklung bis zum Jahre 2010. Es ist das Ergebnis eines umfassenden Konsultationsprozesses in der Universität und bildet das Dach für eine kreative inhaltliche Füllung durch die Fakultäten und Organisationseinheiten im weiteren Strategieprozess.
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Mit den kommenden Zielvereinbarungen werden die Rahmenziele des Leitbildes, die insbesondere in den Eckpunkten formuliert sind, inhaltlich ausgefüllt und umgesetzt. Die Ergebnisse dieses zielorientierten Prozesses geben der Universität ihr konkretes inhaltliches Profil.
- Universität Oldenburg 2010
- Spitzenforschung durch Interdisziplinarität
- Forschungsorientiertes Studium in Bachelor-Master-Strukturen
- Modernes Universitätsmanagement
- Eckpunkte
Universität Oldenburg 2010
Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bekennt sich, in der Tradition ihres Namensgebers, zu einer aktiven gesellschaftsorientierten Rolle der Wissenschaft. Als Stätte exzellenter Forschung und Lehre reflektiert sie die Bedeutung ihres Wirkens im gesellschaftlichen Kontext. In ihrem Bildungsauftrag nimmt der Grundsatz des lebenslangen Lernens einen besonderen Stellenwert ein. Sie ist fest verankert in der Region und führt den Dialog mit einer breiten Öffentlichkeit weit über den Standort hinaus.
Die Universität hat im Jahr 2010 ihre Position als mittelgroße, eigenständige Forschungsuniversität gefestigt und ist für die Zukunft gerüstet durch
- eine überzeugende Spitzenforschung und die damit verbundeneNachwuchsförderung,
- eine Lehre, die durch Foschungsorientierung, Interdisziplinaritätund intensive Betreuung gekennzeichnet ist,
die steigende Einwerbung vonDrittmitteln,- eine nationale Spitzenstellungin der Aus- und Weiterbildungvon Lehrerinnen und Lehrern,
- eine starke Dienstleistungs- und Beratungsorientierung,
- die konsequente Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien,
- eine nachhaltige Politik der Gleichstellung von Männern und Frauen und ein familienfreundliches Klima.
Spitzenforschung durch Interdisziplinarität
Die Universität Oldenburg ist ein national und international attraktiver Forschungsstandort. Alle Fächer haben transparente Exzellenzkriterien entwickelt, die sich an Qualität, Effektivität, Effizienz und Originalität ausrichten und internationalen Standards entsprechen. Die Universität schafft Raum für die Vernetzung von Forschungsgebieten innerhalb der Hochschule und darüber hinaus. Interdisziplinarität und Gesellschaftsorientierung sind identitätsstiftende Merkmale der Oldenburger Forschung und schlagen sich auch in der Weiterentwicklung der für diese Forschung notwendigen Methoden und Gütekriterien nieder. Vernetzung bedeutet auch, dass die Forscherinnen und Forscher die Übertragung aktueller Forschungsergebnisse in die Lehre gewährleisten.
Schwerpunkte der Spitzenforschung haben sich in allen Fakultäten etabliert. Die Universität hat zahlreiche Forschergruppen und ist in mehrere Sonderforschungsbereiche und europäische Exzellenzcluster eingebunden. Sie übernimmt eine Pionierrolle bei der Ansiedlung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Region und bei der Bildung von regionalen und nationalen Forschungsnetzwerken. Sie bindet forschungsnahe Institutionen vor Ort ein und unterstützt den Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft.
Durch ihre hohe Attraktivität bei jungen Forscherinnen und Forschern nehmen viele herausragende Wissenschaftskarrieren ihren Ausgangspunkt in Oldenburg. Die Universität verfügt über viele erfolgreich arbeitende Forschernachwuchsgruppen sowie international ausgerichtete Graduiertenkollegs. Aufgrund des exzellenten Forschungsklimas an der Universität, eines professionellen Berufungsmanagements und familiengerechter Hochschul- und Lebensbedingungen können insbesondere Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher gewonnen werden, die eine hohe Identifikation mit dem Standort auszeichnet.
Forschungsorientiertes Studium in Bachelor-Master-Strukturen
Die Universität Oldenburg ist ein national und zunehmend international attraktiver Studienstandort. Grundlage der Ausbildung ist die enge Verknüpfung von Forschung und Lehre. Diese Forschungsorientierung gilt bereits für die Bachelor- und weitergehend für die Masterebene sowie für die Promotionsstudiengänge. Hierdurch wird nicht nur die Qualifikation für eine wissenschaftliche Laufbahn vermittelt, sondern auch die Fähigkeit, sich in komplexen Problemlagen theoriegeleitet und methodisch fundiert zu orientieren. Besonderen Ausdruck findet dies in einem Professionalisierungsbereich, der über die Vermittlung berufspraktischer Fähigkeiten hinaus ein umfassendes Orientierungswissen in gesellschaftlicher, konzeptioneller und methodischer Hinsicht eröffnet. Der Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden gilt dabei die besondere Aufmerksamkeit.
Die Flexibilität der Bachelor-/Masterstrukturen werden für die Umsetzung attraktiver interdisziplinärer Studienangebote genutzt. Auf der Grundlage solider disziplinärer Kerncurricula bieten die Studiengänge zahlreiche Möglichkeiten für interdisziplinäre Brückenschläge und innovative Ansätze in der Lehre. Vielfältige Angebote der Weiterbildung unterstreichen das Profil der Universität als Ort des lebenslangen Lernens. Die Universität fordert und fördert die hochschuldidaktische Aus- und Weiterbildung ihrer Lehrenden. Aufgrund dieses Lehr- und Forschungsprofils zieht die Universität Oldenburg besonders engagierte Studierende an, die sich aktiv in den Universitäts- und Lehrbetrieb einbringen. Der enge Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden ermöglicht zudem eine intensive und individuelle Betreuung sowie die Vernetzung der Studierenden untereinander. Der Campus-Charakter, die überschaubare Größe sowie die familienfreundlichen Studienbedingungen erhöhen die Attraktivität des Studienortes Oldenburg.
Modernes Universitätsmanagement
Das Universitätsmanagement zeichnet sich durch ein fruchtbares Zusammenspiel der Führungskreise auf zentraler und dezentraler Ebene aus. Die Zusammenarbeit orientiert sich an dem Ziel, gemeinsam die Voraussetzungen für die Erbringung von exzellenten Leistungen in Forschung, Lehre und Weiterbildung zu schaffen.
Die Verteilung der Mittel orientiert sich konsequent an Aufgaben und Leistung. Die Führungsstrukturen der Universität sind kooperativ und fördern die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aktiver Studierender an den Entscheidungsprozessen. Es wird eine offene und transparente Kommunikationskultur gepflegt. Die Delegation von Verantwortung ist als Führungsgrundsatz durchgängig umgesetzt. Durch kontinuierliche Personalentwicklung und Weiterbildung werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei in die Lage versetzt, eigenverantwortlich ihre Aufgaben zu erfüllen. Dadurch wird eine hohe Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht. Die Universität Oldenburg gilt deshalb in Deutschland als besonders attraktiv für leistungsbereite Nachwuchskräfte ebenso wie für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Eckpunkte
Bis zum Jahr 2010 setzt sich die Universität folgende Ziele:
Universität gesamt
- Konsolidierung der Studierendenzahl auf 10.000
- Steigerung der Absolventenzahl auf 1.600
- Erhöhung des Drittmittelvolumens auf 25 Mio. Euro
- 4 Sonderforschungsbereiche/Transregios oder eine adäquate Zahl von Forschergruppen
- Weitgehende Restrukturierung der Graduiertenausbildung in 10 Graduiertenkollegs, davon mindestens die Hälfte drittmittelfinanziert
- Stärkung des gesellschaftsorientierten Profils, das besonders engagierte
Studierende, Forscherinnen und Forscher anspricht - Realisierung einer familienfreundlichen Hochschule
Forschung
- Stabilisierung und Vernetzung bestehender Forschungskerne
- Aufbau von Graduiertenkollegs, Forschergruppen und Sonderforschungsbereichen, auch im kultur- und sozialwissenschaftlichen Bereich sowie im Schnittbereich von Natur- und Sozialwissenschaften
- Erhöhung der Zahl der national und international sichtbaren Publikationen
- Stärkung der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung; besondere Berücksichtigung von Frauen
- Stärkung Brücken schlagender Fächer und Fachbezüge in allen Wissenschaftsfeldern
- Verknüpfung der regionalen Forschungskompetenz, Beteiligung an mindestens einem Exzellenz-Netzwerk
- Stärkung der nationalen und internationalen Forschungskooperationen
- Erhöhung der Teilnahme an Redaktionskollegien, Beiräten und Gutachtergruppen
- Ausbau der landesweiten Spitzenstellung beim Frauenanteil auf Professuren
Lehre
- Optimierung der Möglichkeiten des BA/MA-Systems mit dem Anspruch, eine in der Umsetzung der BA/MA-Strukturen führende Universität mit einem Profil forschungsorientierter Bachelor- und Master-Studiengänge in Deutschland zu werden
- Integration forschungsnaher und interdisziplinärer Studieninhalte auf Bachelor-, Master- und Doktorandenebene
- Ausbau der (fach)didaktischen Forschung und Integration der Ergebnisse in die konkrete Ausbildungsgestaltung
- Ausbau innovativer Lehrformen und Formen der Studienorganisation und Lehrerbringung
- Stärkung der Vernetzungen mit Praxisfeldern
- Senkung der Studienabbruchquote
- Stärkung der Internationalität unter den Studierenden
- Erweiterung der Angebote für Studierende mit Kindern
Universitätsmanagement
- Umsetzung von Führungsgrundsätzen zur Gestaltung der Zusammenarbeit
- Schaffung einer offenen und transparenten Kommunikationskultur
- Einsatz eines professionellen Projekt- und Prozessmanagements
- Realisierung einer kontinuierlichen Organisations- und Personalentwicklung
- Weiterentwicklung eines verbindlichen Zielvereinbarungsmanagements und eines effizienten Berichtswesens
- Entwicklung und Einhaltung von Qualitätsstandards im Hinblick auf das Prinzip des Gender Mainstreaming
- Erhöhung der Repräsentanz von Frauen in Leitungspositionen
