Migration und Bildung

Von migrationsgesellschaftlichen Differenzverhältnissen ist Pädagogik in vielerlei Hinsicht grundlegend betroffen. Nicht nur gewohnte Praxen und Institutionalisierungsformen pädagogischen Handelns, auch pädagogische Selbstverständnisse und Programme werden unter Bedingungen der Vielfalt von ethnisch-kulturellen Zugehörigkeiten und demokratisch nicht legitimierbarer Ungleichheit in ihrem prekären Status sichtbar.

Die Fachgruppe Migration und Bildung befasst sich in ihrem Lehrangebot und Forschungsansätzen in diesem thematischen Zusammenhang vor allem mit drei Aspekten:

  • Historisierung und Kontextualisierung pädagogischer Selbstverständnisse und Programme (z.B. mit Bezug auf Nationalstaat, Kolonialismus)
  • Analyse von Bildungsphänomenen (innerhalb und außerhalb formeller Bildungsinstitutionen) in der Migrationsgesellschaft
  • Diskussion pädagogischer Selbstverständnisse und Programme, die der migrationsgesellschaftlichen Realität angemessen Rechnung tragen