Energieinformatik

Eine der größten technologischen und politischen Herausforderungen insbesondere für Deutschland ist die so genannte Energiewende. Das Hauptproblem für eine verlässliche, ökonomisch und ökologisch vertretbare Energieversorgung liegt in der Entwicklung eines technischen maßgeblich IKT-geprägten Systems zur Einbindung einer Vielzahl schwer zu prognostizierender, fluktuierend einspeisender Erzeuger, Verbraucher, Speicher und Netzkomponenten in ein technisch stabiles und finanziell tragfähiges Gesamtsystem (Smart Grid).

Auf den „ersten Blick“ geht es in Smart Grids um die kommunikative Vernetzung relevanter Akteure (Erzeuger, Verbraucher, Netzbetriebsmittel etc.) zur Optimierung und Überwachung dieser so miteinander verbundenen Teile zur Realisierung eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs, wobei nun eine zunehmende Zahl dezentraler, regenerativer Erzeuger (vor allem Photovoltaik, Windenergie, Biomasse) eingebunden werden muss.

Das Problem ist aber erheblich „schwieriger“ denn erst eine integrierte Betrachtung sämtlicher Einflussfaktoren, wie etwa Nutzerakzeptanz, CO2-Emissionen oder Sicherheit dieses soziotechnischen Systems im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit kann praktisch umsetzbare Lösungen hervorbringen, welche die komplexen Wirkzusammenhänge hinreichend berücksichtigen.

Energieinformatik liefert hierfür nicht nur die „Systemintelligenz“ – Algorithmen zur adaptiven Steuerung und kontinuierlichen dynamischen Optimierung des komplexen und sehr umfangreichen (europäischen) Stromversorgungssystems – sondern stellt auch die Methoden bereit, „Gesamtsystemkompetenz“ zu schaffen und zu orchestrieren (Komplexitätsbeherrschung durch Dekomposition und Abstraktion, Identifikation von und Fokussierung auf verallgemeinerbare Prinzipien, Suchen von Entkopplungspunkten für effektive Governance, Vermeidung von Bottlenecks etc.)

 

Studienschwerpunkt Energieinformatik im Master

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