Allgemeinmedizin

Lehre

Die Abteilung verantwortet die allgemeinmedizinische Lehre im Studiengang Humanmedizin inkl. der in das Studium eingebetteten Hospitationen und Praktika in hausärztlichen Lehrpraxen. Eine Besonderheit des Oldenburger Modellstudiengangs ist die frühe praktische Erfahrung, die die Studierenden in der Allgemeinmedizin sammeln und die damit verbundenen Kompetenzen. Hierfür hat die Abteilung ein Netzwerk von Lehrpraxen aufgebaut.


Vorlesungen

Im Modellstudiengang ist die Allgemeinmedizin ab dem 1. Semester mit Vorlesungen vertreten.

Im 1. Studienjahr geht es vor allem um Kommunikation und allgemeine Aspekte der Konsultation (Diagnostik, Untersuchung u.Ä.)

Im 2. und 3. Studienjahr umfasst fast jede Studienwoche auch eine allg.med. Vorlesung, die zumeist dem Wochenthema angegliedert ist. Thematisch orientieren wir uns derzeit v.a. an den 20 häufigsten Beratungsanlässen.

Auch in anderen Themenfeldern wie Prävention, Med. Psychologie und Soziologie sowie den Metamedika-Vorlesungen sind wir mit Vorlesungen vertreten.


Hospitationen

Eine Besonderheit des Modellstudienganges an der EMS ist die Vielfalt und Anzahl an Hospitationen. Allein viermal in den ersten drei Studienjahren hospitieren Studierende in allgemeinmedizinischen Lehrpraxen der Universität, dazu kommt das vierwöchige Blockpraktikum im 5. Studienjahr und ggf. ein PJ-Tertial Allgemeinmedizin. Hierfür werden die Lehrärzte geschult und die Studierenden erhalten Logbücher mit Arbeitsaufgaben und Möglichkeiten der Evaluation.

 

 


Kommunikationscurriculum

Dass Kommunikation DER wesentliche Faktor für eine gelungene Arzt-Patienten-Beziehung ist, ist bekannt. Wir versuchen, dem im Modellstudiengang gerecht zu werden, indem wir sehr zeitig im Studium und in jedem Studienjahr verschiedene Lehrformate zur Kommunikation anbieten.

Konzipiert wird ein "longitudinales Kommunikations-Curriculum", in dem wir als Abteilung auch sehr intensiv einbezogen sind, z.B. im 4. Studienjahr im "Klinischen Trainingszentrum".


Problemlöseseminare

In diesem Lehrformat arbeiten die Studierenden mit einem Allgemeinmediziner und einem "Fachdozenten" des jeweiligen Wochenthemas zusammen. Es wird ein Patient mit einem kurz skizzierten Beratungsanlass vorgestellt und die Studierenden erarbeiten die Differentialdiagnosen, die anamnestischen Fragen und die nötigen Untersuchungen selbständig unter der Moderation des Allgemeinmediziners. Am Ende wird der Fall vom Fachdozenten aufgelöst und eventuell wichtige Befunde und Vorgehensweisen kurz dargestellt.