Thomas Etzemüller

Performanz und Subjektivierung in der Wissenschaft

Das Projekt geht von der These aus, dass für die Rezeption wissenschaftlicher Erkenntnis nicht allein wissenschaftliche Qualität verantwortlich ist, sondern entscheidend auch der richtige Auftritt. Irgendjemand muss sich zu einem spezifischen Subjekt formen, um von Seinesgleichen als Wissenschaftler anerkannt werden, und wissenschaftliche Erkenntnis performativ präsentieren. Der Wandel vom Novizen zum Mitspieler verdankt sich einem komplexen Subjektivierungsprozess.

Publikationen bislang:

„Ich sehe das, was Du nicht siehst“. Zu den theoretischen Grundlagen geschichtswissenschaftlicher Arbeit, in: Eckel, Jan/Etzemüller, Thomas (Hg.): Neue Zugänge zur Geschichte der Geschichtswissenschaft, Göttingen 2007, S. 27-68

Der „Vf.“ als biographisches Paradox. Wie wird man zum „Wissenschaftler“ und (wie) lässt sich das beobachten?, in: Alkemeyer, Thomas/Budde, Gunilla/Freist, Dagmar (Hg.): Selbst-Bildungen. Soziale und kulturelle Praktiken der Subjektivierung, Bielefeld 2013, S. 175-196

Ins „Wahre" rücken. Selbstdarstellung im Wissenschaftsbetrieb, in: Merkur 69, 2015, H. 797, S. 31-43 (auch in: Eurozine, Okt. 2015)

"Arme Irre", Pseudowissenschaftler und Friedrich Kittler. Das Antiakademische als Funktion und innere Haltung, in: Mittelweg 36 26, 2017, H. 4-5, S. 70-87