Der Professionalisierungsbereich

Was bedeutet Professionalisierung?

Professionalisierung an der Universität Oldenburg bedeutet, dass Sie die Möglichkeit haben, Schlüsselkompetenzen und berufsfeldbezogene Kompetenzen zu erwerben, die Sie in Ihrem späteren Berufsleben benötigen.

Schlüsselkompetenzen sind Fähigkeiten, Einstellungen und Wissenselemente, die Sie zur Lösung von Problemen und zur Bewältigung neuer Anforderungen befähigen. Diese Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen schaffen Handlungsfähigkeit im persönlichen und beruflichen Umfeld.

Die Wahl der Module im Professionalisierungsbereich ermöglicht den Studierenden über ihr Fachstudium hinaus die Bildung eines eigenen Profils, das individuell zu gestalten ist und somit für jede und jeden Studierenden eine andere Schwerpunktsetzung haben kann.

Was ist der Professionalisierungsbereich?

Der Professionalisierungsbereich ist der Bereich, den Sie an der Universität Oldenburg zusätzlich zu dem von Ihnen gewählten Fach bzw. den von Ihnen gewählten Fächern verpflichtend belegen und der dazu dient, Ihnen fächerübergreifende Kompetenzen zu vermitteln, die Ihnen einen Berufseinstieg erleichtern. Mit der gezielten Belegung von Professionalisierungsmodulen und -programmen können Sie ihr individuelles Profil gestalten. Diese individuelle Spezialisierung kann durch den Erwerb von überfachlichen Kompetenzen und Schlüsselkompetenzen ebenso geschehen wie durch die Belegung von vertiefenden Modulen aus dem eigenen Fach oder Modulen anderer Fächer.

Studierende, die nicht das Berufsziel Lehramt anstreben – also ein außerschulisches Berufsziel haben – können im Professionalisierungsbereich im Rahmen der Möglichkeiten grundsätzlich Module im Umfang 30 KP nach Wahl studieren, indem sie Fachmodule wählen (hier sind besondere Regelungen zu beachten), Professionalisierungsmodule und –programme aus dem Modul- und Programmkatalog des Professionalisierungsbereiches belegen oder ein Auslandsstudium anrechnen lassen.

Studierende mit dem Berufsziel Lehramt müssen im Professionalisierungsbereich das Professionalisierungsprogramm für die von ihnen gewählte Schulstufe belegen, dies ist die Voraussetzung für den Übergang in den Master of Education.

Wie studiere ich den Professionalisierungsbereich?

Im Professionalisierungsbereich belegen Sie in der Regel Module im Umfang von 30 Kreditpunkten (KP) sowie Praxismodule im Umfang von 15 KP. Wenn Sie mehr als die erforderlichen KP im Professionalisierungsbereich studieren möchten, können Sie sich die entsprechenden Module als Zusatzprüfungen bescheinigen lassen.

Für den Professionalisierungsbereich gibt es in der Bachelorprüfungsordnung verschiedene Anlagen:
- Anlage 3 Allgemeine Regelungen für den Professionalisierungsbreich inkl. der Praxismodule
- Anlage 3a Professionalisierungsbereich und besondere Bestimmungen für Praxismodule für Studierende mit außerschulischem Berufsziel
- Anlage 3b Professionalisierungsbereich für Studierende mit dem Berufsziel Lehramt
- Anlage 3c Besondere Bestimmungen für Praxismodule für Studierende mit dem weiterführenden Berufsziel Lehramt an allgemeinbildenden Schulen (Master of Education Grundschule, Haupt- und Realschule, Gymnasium)
- Anlage 3d Besondere Bestimmungen für Praxismodule für Studierende mit dem weiterführenden Berufsziel Lehramt an berufsbildenden Schulen (Master of Education Wirtschaftspädagogik)
- Anlage 3e Besondere Bestimmungen für Praxismodule für Studierende mit dem weiterführenden Berufsziel Lehramt für Sonderpädagogik (Master of Education Sonderpädagogik)
Trotzdem gibt es allgemein nur einen Professionalisierungsbereich, die unterschiedlichen Anlagen dienen nur dazu, die Regelungen schneller auffindbar zu machen.

Für Studierende mit Berufsziel Lehramt werden spezielle schulstufenspezifische Professionalisierungsprogramme angeboten, deren Belegung für einen Übergang in den Master of Education verpflichtend vorgeschrieben ist.

Studierende mit außerschulischem Berufsziel können im Professionalisierungsbereich im Rahmen der Möglichkeiten grundsätzlich Module im Umfang 30 KP nach Wahl studieren, indem sie Fachmodule wählen (hier sind besondere Regelungen zu beachten), Professionalisierungsmodule und –programme aus dem Modul- und Programmkatalog des Professionalisierungsbereiches belegen oder ein Auslandsstudium anrechnen lassen. Es sollten jedoch die Empfehlungen, die die Fächer in ihren fachspezifischen Anlagen zur Belegung von Professionalisierungsmodulen aussprechen, beachtet werden.

Bitte beachten Sie die jeweiligen Studienverlaufspläne für die von Ihnen belegten Fächer. Diese zeigen auf, in welchem Semester die Belegung welcher Fach- und Professionalisierungsmodule empfohlen werden. Für Studierende mit dem Berufsziel Lehramt werden vom didaktischen Zentrum (diz) sogenannte Studienverlaufspläne für Sie bereit gestellt, die den zeitlichen Ablauf der Belegung der Professionalisierungsmodule verdeutlichen. Das jeweils aktuelle Lehrangebot des Professionalisierungsbereiches können Sie in StudIP unter der Rubrik "Interdisziplinäre Lehrangebote" einsehen.

Was ist ein Professionalisierungsprogramm?

Professionalisierungsprogramme sind inhaltlich aufeinander abgestimmte Module. Wenn Sie im Zwei-Fächer-Bachelor mit dem Berufsziel Lehramt studieren und einen Übergang in den Master of Education planen, ist das Belegen des jeweiligen Professionalisierungsprogramms für die von Ihnen gewählte Schulstufe obligatorisch. Ein Übergang in den Master of Education ist nur möglich, wenn Sie das Professionalisierungsprogramm für die jeweilige Schulstufe absolviert haben.

Für Studierende mit außerschulischem Berufsziel werden derzeit 18 Professionalisierungsprogramme aus einer Vielzahl von Themengebieten angeboten. Der erfolgreiche Abschluss eines Professionalisierungsprogrammes wird mit einem Zertifikat bescheinigt. Dieses Zertifikat kann Ihnen in Bewerbungsverfahren einen Vorteil bieten, da Sie mit diesem vertiefte Kenntnisse in einem bestimmten Bereich nachweisen können.

Professionalisierungsprogramme für Studierende mit außerschulischem Berufziel können auch außerhalb der im Professionalisierungsbereich zu belegenden 30 Kreditpunkte absolviert werden.