Semester: Wintersemester 2016/2017

4.02.012b Das frühe Griechenland am Beispiel der archaischen Plastik


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich

Beschreibung

Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung 4.02.010!

Das frühe Griechenland ist durch das Expandieren wagemutiger Seefahrer im ganzen Mittelmeerraum eine Epoche des Aufbruchs und der Innovation. In der zweiten Hälfte des 7. Jh. v. Chr. schaffen kretische Bildhauer, angeregt durch ägyptische und orientalische Einflüsse, erstmals lebensgroße Skulpturen. Wenig später entstehen auf den Kykladen die ersten monumentalen Skulpturen. Es ist dies ein bedeutsamer Vorgang der Selbstreflexion und der Beginn der europäischen Bildhauerkunst. Leitbild der archaischen Skulptur bis um 500 v. Chr. ist der Kouros und die Kore: Statuen des nackten jungen Mannes und der bekleideten jungen Frau in verschiedenen Funktionen. Darüber hinaus entstehen die ersten Ensembles von Giebelskulpturen mit Mythendarstellungen, Grabstelen, Sarkophage und architektonische Friese. Es entwickelt sich ein dynamischer ästhetischer Prozess, der nach immer größerem Naturalismus strebt und in den Kanon des klassischen Menschenbildes mündet. Die Skulpturen spiegeln zudem auch ökonomische und gesellschaftliche Prozesse.
Neben der Auseinandersetzung mit den Skulpturen der Epoche bietet das Seminar Einblicke in die frühe Geschichte Griechenlands, archäologische Methodik und Chronologie, sowie Seitenblicke auf die Topographie im Umfeld der Skulpturen.

DozentIn

Studienmodule

  • ges112 Geschichte des Altertums

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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