Semester: Wintersemester 2017/2018

4.03.125 Grenzen der Aufklärung (?) - Zur Philosophie nach Auschwitz


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich

Beschreibung

„Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: ihr Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe.“ (Theodor W. Adorno: Negative Dialektik, S. 358)
Der von Adorno formulierte neue kategorische Imperativ zeigt auf eindringliche Weise auf, welchen tiefen Einschnitt die Shoah in das Denken und Handeln bedeutet. Die Konsequenz aus der Geschichte kann es daher nur sein, diesen Imperativ ernst zu nehmen und die Aufklärung, derer Grenzen uns aufgezeigt wurde, voran zu treiben. Im Rahmen des Seminars werden wir uns nicht nur anhand einschlägiger Text der Kritischen Theorie mit der Frage beschäftigen, was es heißt Philosophie nach Auschwitz zu betreiben, sondern uns auch philosophisch den zentralen Begriffen wie Holocaust, Shoah und Auschwitz nähern. Das Seminar richtet sich insbesondere an Studierende, die sich bisher noch nicht oder wenig mit der Kritischen Theorie der sog. „Frankfurter Schule“ auseinandergesetzt haben und einen ersten Einblick in das Denken dieser gesellschaftskritischen Tradition erhalten wollen.

Literatur (primär):
Adorno, Theodor W.: Erziehung zur Mündigkeit. Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959–1969. Frankfurt am Main, 1971.
Claussen, Detlev: Grenzen der Aufklärung. Die gesellschaftliche Genese des modernen Antisemitismus. Erweiterte Neuausgabe. Frankfurt am Main, 2005.

DozentIn

Studienbereiche

  • PM 3: Religion, Geschichte und Philosophie

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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