Semester: Wintersemester 2017/2018

4.02.046 Rassenkunde und Moderne


Veranstaltungstermin

  • Mittwoch: 16:00 - 18:00, wöchentlich

Beschreibung

Hinweis: Im Bereich "Geschichte des 19./20. Jahrhunderts" wird in diesem Semester keine Vorlesung angeboten; die Seminare decken den kompletten Workload des Moduls ab, d.h. Sie belegen in diesem Semester in ges141/142/143/144 nur EIN Seminar und erwerben dort den Leistungsnachweis für das Modul.

Rassistische und sozialdarwinistische Argumentationen des 21. Jahrhunderts haben ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Damals begannen in der gesamten westlichen Welt Versuche, die Sozialordnung biologisch zu deuten. Es wurden jedoch nicht nur Differenzen zwischen "weißen" und "schwarzen", "gelben" und "slawischen" Rassen behauptet, sondern auch die eigene Bevölkerung in biologisch und sozial "wertvolle" und "minderwertige" Teile geschieden. Es ging der Rassenkunde immer um die Verteidigung einer vermeintlich durch Unterschichten bedrohten bürgerlichen, europäischen Sozialordnung.
In diesem Seminar sollen die zentralen Argumentationslinien und anthropologischen Techniken herausgearbeitet werden, eine rassistische Weltanschauung wissenschaftlich zu objektivieren. Außerdem sollen die Verbindungen von Eugenik, Anthropologie und Sozialstaat für Europa und die USA in den Blick genommen werden. Damit wird ein Beitrag zu einer "Genealogie der Gegenwart" im Sinne Michel Foucaults geleistet.

DozentIn

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Rassistische und sozialdarwinistische Argumentationen des 21. Jahrhunderts haben ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Damals begannen in der gesamten westlichen Welt Versuche, die Sozialordnung biologisch zu deuten. Es wurden jedoch nicht nur Differenzen zwischen "weißen" und "schwarzen", "gelben" und "slawischen" Rassen behauptet, sondern auch die eigene Bevölkerung in biologisch und sozial "wertvolle" und "minderwertige" Teile geschieden. Es ging der Rassenkunde immer um die Verteidigung einer vermeintlich durch Unterschichten bedrohten bürgerlichen, europäischen Sozialordnung. In diesem Seminar sollen die zentralen Argumentationslinien und anthropologischen Techniken herausgearbeitet werden, eine rassistische Weltanschauung wissenschaftlich zu objektivieren. Außerdem sollen die Verbindungen von Eugenik, Anthropologie und Sozialstaat für Europa und die USA in den Blick genommen werden.

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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