Semester: Sommersemester 2017

3.01.042 J. M. R. Lenz - Autorbild und Rezeption


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich

Beschreibung

Anmeldung bitte über das Seminar 3.01.041. Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in diese Übung importiert. 3.01.041 ist fest an 3.01.042 gekoppelt. Es sind keine anderen Kombinationen möglich!


Genie und Wahnsinn – wenn sich dieses inflationär und meist unreflektiert gebrauchte Begriffspaar auf ein Autorbild anwenden lässt, dann wohl auf dasjenige Jakob Michael Reinhold Lenz', dem Georg Büchner mit seiner 1839 erschienenen Erzählung 'Lenz' ein Denkmal schuf und zugleich unsere Vorstellung eines getriebenen, psychisch kranken und schließlich scheiternden Schriftstellers wie wohl kein Zweiter prägte. Auch Goethes Äußerungen über seinen Jugendfreund, mit dem er sich 1776 in Weimar aus bis heute ungeklärten Gründen überwarf, haben wesentlich zur Mythosbildung beigetragen.
In der Übung soll das Autorbild Lenz' in seinen historischen Ausprägungen nachvollzogen werden. Dabei werden auch die biographischen Koordinaten, die stets für die Bewertung des Autors (und unangemessenerweise auch seines Oeuvres) herangezogen werden, näher beleuchtet. Ziel ist es, unter Einbeziehung theoretischer Grundlagen von (De-)Kanonisierungsprozessen allgemeine Aussagen zur Autorbildung und zur Festschreibung von Autorbildern aus dem Beispiel Lenz abzuleiten und zu diskutieren.

DozentIn

TutorInnen

Studienmodule

  • ger211 Epochen und Werke

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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