Semester: Wintersemester 2015/2016

1.01.126 Rechtsextremismus als Herausforderung für die Jugendarbeit und Jugendbildung


Veranstaltungstermin

  • Mittwoch: 12:00 - 14:00, wöchentlich

DozentIn

Studienmodule

  • päd221 Studienrichtung Sozialpädagogik

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Anzahl der freigegebenen Plätze für Gasthörende
5

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Die Auseinandersetzung und öffentliche Wahrnehmung mit „der Rechtsextremismus“ unterliegt in Deutschland, so scheint es zumindest, saisonalen Schwankungen - Phasen größten öffentlichen Interesses und eines intensiv geführten Diskurses, wie etwa nach der Enttarnung des NSU im November 2011, stehen Phasen gegenüber, in denen die Gefahr für die demokratische Grundordnung einseitig von „links“ oder „islamistischen Fundamentalisten“ auszugehen scheint – zumindest in der politischen Diskussion. Dabei sind rechtsextremistische Einstellungsmuster und Szenezugehörigkeiten unter Jugendlichen keinesfalls so homogen ausgestaltet, wie es Teile der Öffentlichkeit (oftmals durch vereinfachte und verkürzte Darstellung in den Medien) und der Politik wahrnehmen (wollen). Vielmehr handelt es sich hierbei um hochgradig heterogene Strukturen, mit teils sehr unterschiedlichen und zumindest auf den ersten Blick widersprüchlichen Ausprägungen. „Den“ Rechtsextremismus gibt es also nicht, vielmehr ist die rechte Szene (und Zusammenschlüsse in ihrem Vorfeld/Umfeld) dynamischen Entwicklungen unterworfen, was dementsprechende Maßnahmen aus Pädagogik und Jugendbildung nötig macht und dies angesichts des Umstandes, dass typische Szenenkontexte immer mehr an Bedeutung verlieren, was pädagogische Zugänge erschwert. Den hier skizzierten Überlegungen (in dem Bewusstsein, dass Rechtsextremismus eben kein „Jugendphänomen“ ist, wie auch die aktuellen Mittestudien auf erschreckende Art und Weise verdeutlichen) möchte sich das Seminar mit den folgenden Fragestellungen annähern: - Was überhaupt ist „Rechtsextremismus“ – Annäherung an eine unscharfe Begrifflichkeit - Attraktivität „rechter“ Ideologien für Jugendliche - Überblick über rechtsextreme/rechtsaffine Tendenzen und Ausprägungen bei Adressat*innen der Jugendarbeit/Jugendbildung – rechtsextreme Lebenswelten - Mögliche Präventions- und Interventionsansätze - Einblick in die Arbeit von Praktiker*innen „im Feld“

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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