Semester: Sommersemester 2017

3.01.011 Einführung in das Niederdeutsche


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich

Beschreibung

Anmeldung für das Losverfahren über Stud.IP vom 24.03.17, 08:00 Uhr bis 24.03.2017, 18:00 Uhr, danach Anmeldung in chronologischer Reihenfolge für die Warteliste, sofern die Warteplätze noch nicht ausgeschöpft sind.

Die niederdeutsche Sprache hat, wie andere Sprachen auch, im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte verschiedene kommunikative Funktionen erfüllt. Im Unterschied zu den meisten anderen Sprachen aber sind für das Niederdeutsche nicht die kontinuierliche Ausweitung der Funktionen und ein entsprechender Sprachausbau bis in die Gegenwart kennzeichnend, sondern es setzt vielmehr ab dem 17. Jahrhundert ein Verlust entscheidender sprachlicher Domänen ein, der zur Dialektalisierung des Plattdeutschen, wie es jetzt genannt wurde, führte. Und heute? Einerseits gehen die Sprecherzahlen zurück, andererseits sind es nicht mehr nur die 'typischen' (?) Dialektsprecher, die Niederdeutsch bzw. Platt sprechen und verstehen oder die das vielfältige kulturelle und literarische Angebot nutzen. Die Europäische Sprachencharta als das wichtigste sprachpolitische Instrument der Gegenwart definiert das Niederdeutsche explizit als "Regionalsprache" und unterscheidet es damit zum Beispiel vom Bairischen oder Schwäbischen, die als (hoch)deutsche Dialekte gelten. Das Seminar gibt einen Überblick über Sprach- und Literaturgeschichte bis zur Gegenwart und geht den Fragen nach Sprachstatus und Sprachverwendung u.a. im Kontext der europäischen Mehrsprachigkeit nach.
Zur ersten Einführung: Willy Sanders: Sachsensprache, Hansesprache, Plattdeutsch. Göttingen 1982, 2. Aufl. 2001. Weitere Literatur zu Beginn des Semesters.


Prüfungsart: Referat und schriftl. Ausarbeitung oder Hausarbeit

DozentIn

Studienmodule

  • ger010 Sprache und Kultur

Studienbereiche

  • Germanistik

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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