Semester: Wintersemester 2016/2017

3.06.165 Zuhause in der Fremde - Erforschung und Gestalten von Lebenswelten in Europa (Kooperationsprojekt mit dem Landesmuseum Natur und Mensch) (Teil 1) (incl. zusätzlicher Lehrauftrag kum261/751, 4 SWS)


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 09:00 - 13:00, wöchentlich

Beschreibung

Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren aus Polen, Afghanistan, Spanien, Italien, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Russland, Syrien, Iran und Irak u. a. nehmen an diesem Projekt teil. Sie sind erst vor Kurzem in Oldenburg angekommen und können sich in der deutschen Sprache kaum verständigen. Mit der künstlerischen Methode der ästhetischen Forschung, dem Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Forschung und künstlerischen Strategien, werden Orte aufgesucht, an denen Sachverhalte erkundet werden können und Profis als außerschulische Wissensvermittler zur Verfügung stehen. Es werden künstlerische Werke erstellt, die die Antworten auf wissenschaftsorientierte Fragestellungen sichtbar und greifbar, bildnerisch und medial darstellen. In einer gemeinsamen Wanderausstellung sollen die Exponate ab 2017 gezeigt werden. Die Studierenden nehmen zu Beginn des Projektes an dem Trainingsprogramm "Interkulturelle Sensibilisierung" teil ("Eine Welt der Vielfalt", Anti- Defamation League, A World of Difference-Institute). In den folgenden Wochen werden in kleinen gemischten Gruppen die Interessen der Kinder und Jugendlichen über künstlerisch methodische Konzepte ermittelt. Die Phase des Suchens und Entdeckens beginnt mit der Entwicklung von Fragestellungen. Ein Forscherrucksack (Foto- und Videokamera, Skizzenblock, Tonaufnahmegerät, Stifte u. a.) pro Gruppe wird gepackt.
Die Kinder und Jugendlichen arbeiten an Themen, die universell erfahrbar, aber regional sehr unterschiedlich sind: Wetter, Tiere, Ernährung. Ort der Sachverhalte ist das LMNM, in dem es Sonder- und Dauerausstellungen zu diesen Themen gibt. In vier Gruppen geben drei fachpädagogisch begleitete Museumsbesuche den Kindern und Jugendlichen Anregungen, die Rolle von Natur in ihrem eigenen Leben anhand verschiedener Sichtweisen zu erleben. Durch die Begegnung mit den wissenschaftsorientierten Themen wird im Sinne der Bildung für Nachhaltigkeit eine bessere Wahrnehmung und ein Verstehen der Umwelt erreicht; die Gestaltungskompetenz der Kinder, das Aneignen von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen werden gefördert, um Veränderungen im Bereich des ökonomischen, ökologischen und sozialen Handelns möglich zu machen. Mit der Gestaltungskompetenz soll die Zukunft, die Variation des Möglichen, aktives Modellieren und Mitgestalten der Lebenswelt und des sozialen Gefüges in den Blickpunkt kommen. Das Erleben und die kreative Gestaltung der Lebenswelt sind elementare Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen. Unmittelbare, über Gefühle wirkende Erlebnisse und Erfahrungen können zu einer Erweiterung des Verständnisses über "die Welt, in der wir leben" beitragen. Gerade für die aus anderen Kulturräumen kommenden neuoldenburger Kinder und Jugendlichen ist dies eine wertvolle Erfahrung und trägt zu ihrer lebensweltlichen Orientierung bei. Die Beschäftigung mit der Umwelt und die Entfaltung eigener kultureller Ausdruckformen tragen bei allen Kindern zu ihrer Identitätsbildung bei.
Informationen zum Vorgänger-Projekt unter: www.zuhause-in-der-fremde.de/

Lehrende

TutorIn

Studienmodule

  • kum261 Ästhetisches Projekt: Künstler. Wiss. Praxis

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
--