Semester: Wintersemester 2017/2018

3.06.132 Das Pferd in Kunst- und Mediengeschichte: Ausgewählte Beispiele


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich

Beschreibung

Die ältesten bekannten Pferdedarstellungen sind 31.000 Jahre alt. In seinem vielfach gelobten wie kritisierten Buch „Das letzte Jahrhundert der Pferde“ (2015) beschreibt der Historiker Ulrich Raulff eine vielschichtige „historischen Allianz“ zwischen Mensch und Pferd. Dieser „kentaurische Pakt“ sei Mitte des 20. Jahrhunderts endgültig zu Ende gegangen und das Pferd seitdem zu „Sport- und Therapiegerät, Prestigesymbol und Assistenzfigur der weiblichen Pubertät geworden“.
Einhergehend mit seiner historisch fundamentalen politischen, ökonomischen und kulturellen Funktion ist das Pferd das am meisten dargestellte Tier in der Geschichte der Kunst und der Medien: in Historien- und Schlachtengemälden, Herrscherdarstellungen, Naturstudien und Landschaftsbildern; als mythologisches Wesen und treuer Begleiter, Projektionsfläche menschlicher Befindlichkeiten, Allegorie des Heroischen oder Objekt fotografischer Beweisfähigkeit. In den Fokus kunst- und medienhistorischer Forschung und Analyse geraten ist das Pferd aber erst seit kurzer Zeit.
An ausgewählten Beispielen werden wir uns mit den verschiedenen Ausprägungen der Darstellung und visuellen Funktionalisierung des Pferdes auseinandersetzen. Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist der erfolgreiche Abschluss des Basismoduls kum020.

DozentIn

TutorIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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