Semester: Wintersemester 2014/2015

4.02.002a Heldenfiguren im Mittelalter und in der Neuzeit


Veranstaltungstermine

  • Dienstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich
  • Fr., 16.01.2015, 14:00 - 18:00

Beschreibung

Belegungshinweise s. VA Nr. 4.02.001

Wer sich heute auf die Suche nach Helden begibt, erntet skeptische Blicke: Die Zeiten, in denen man einem unbezwingbaren männlichen Heros huldigte, der teils auch national aufgeladen wurde, scheinen passé. Wenn überhaupt, dann rücken heute Helden der 'anderen Art' in den Blick: zum einen als künstlerische Extremformen, wie sie beispielsweise im Topos des Anti- oder auch Super-Helden zu greifen sind. Zum anderen ist aber auch das Bestreben zu erkennen, den Heldenbegriff neu zu verorten: Gesucht werden nicht mehr die Ausnahmeerscheinungen, sondern "HeldInnen des Alltags" (so der Titel, den die taz alljährlich verleiht).
Jede Zeit schafft sich also 'ihre' Heldenfiguren, arbeitet sich an alten Bildern ab und kreiert neue. Damit legt die jeweilige Gesellschaft zugleich ein Zeugnis darüber ab, welchen Normen sie verpflichtet ist - und die Formen, in denen dies geschieht, sind vielfältig: Texte, Bilder, Denkmäler und zahlreiche andere Medien zeugen von der 'Arbeit am Helden'. Sie ermöglichen Historikerinnen und Historikern wertvolle Einblicke in Strukturen und Vorstellungen vergangener Zeiten - allerdings nur, wenn sie oder er diese Quellenzeugnisse methodisch korrekt und wissenschaftlich fundiert zu entschlüsseln vermag.
Dies ist der Ansatzpunkt der Übung: Historisches Quellenmaterial verschiedener Epochen wird in den Blick genommen, um a) die Grundsätze wissenschaftlicher Quellenanalyse zu erlernen wie auch praktisch anzuwenden und um b) auf diese Weise ein genaueres Bild von ausgewählten Heldenfiguren vom Mittelalter bis in die Neuzeit zu gewinnen.

DozentIn

Studienmodule

  • ges101 Geschichte als Wissenschaft

Studienbereiche

  • Geschichte

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
1

studienbeitragfinanziert
Ja