Semester: Wintersemester 2017/2018

4.03.118 Philosophie des Verstehens - Hermeneutik und Hermeneutik-Kritik


Veranstaltungstermin

  • Freitag: 12:00 - 14:00, wöchentlich

Beschreibung

Was sind die Bedingungen der Möglichkeit des Verstehens? Was tun wir, wenn wir verstehen? Oder ‚geschieht‘ etwas mit uns? Können wir der Tradition kritisch begegnen und diese besser verstehen als sie sich selbst oder behält die Tradition eine fraglose Geltung jenseits aller Vernunftgründe? Fragen wie diese stehen im Zentrum der hermeneutischen Philosophie Hans Georg Gadamers. Im Seminar werden Auszüge aus seinem klassischen Werk „Wahrheit und Methode“ gelesen und zentrale Begriffe wie Wirkungsgeschichte, Horizontverschmelzung, hermeneutischer Zirkel, Vorurteil, das Klassische, der Vorgriff der Vollkommenheit diskutiert. Im zweiten Teil des Seminars sollen einige Kritiken an diesem Ansatz aus ideologiekritischer (J. Habermas), kritisch rationalistischer (Th. Haussmann, H. Albert) und hermeneutischer (E.D. Hirsch, G. Scholtz) Perspektive berücksichtigt werden, die Gadamers Denken als Irrationalismus, selbstwidersprüchlichen Relativismus oder konservativen Traditionalismus begreifen.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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