Semester: Wintersemester 2017/2018

4.02.052 Russland und Oldenburg im 18. und 19. Jahrhundert


Veranstaltungstermin

  • Mittwoch: 16:00 - 18:00, wöchentlich

Beschreibung

Russland und Oldenburg waren im 18. und 19. Jahrhundert durch dynastische Verflechtungen und politische Interessen eng verbunden. Eine besondere Rolle spielt dabei die sog. Gottorper Frage, deren Herausforderungen und Lösungsversuche einen wesentlichen Einfluss auf die Politik im Ostseeraum als einem der Gravitationszentren europäischer Politik hatte. Aus der Lösung der Gottorper Frage entwickelte sich eine bestimmende Grundlinie der Politik des späteren Herzogtums Oldenburg bis in die Zeit des deutschen Bundes, nämlich die größtmögliche Ausrichtung auf die Politik des russischen Reiches.
Das Seminar wird zunächst die dynastische Entwicklung des Hauses Oldenburg in Oldenburg, Dänemark und Russland nachzeichnen; die Chefs der jeweiligen Linien waren als „Eigentümer“ ihrer Staaten oft die entscheidenden Akteure der politischen Entwicklungen. Die politische Landschaft Europas am Anfang des 18. Jahrhunderts bildet dann den Rahmen für die Untersuchung der Gottorper Frage, d.h. der Auseinandersetzung um die Macht in Schleswig und Holstein, auf die Russland, Schweden, Dänemark und Frankreich einwirkten. Das Seminar sucht nach politischen Zusammenhängen, welche diese Auseinandersetzungen bestimmten und in denen u.a. auch das Herzogtum Oldenburg entstehen konnte. Danach wird sich das Seminar die Konsequenzen untersuchen, die sich daraus für die Außenpolitik des Herzogtums Oldenburg in den Umbrüchen des Untergangs des Alten Reichs und der napoleonischen Kriege ergaben.
Insgesamt sollen anhand dieses Ausschnitts aus der europäischen Politik wichtige Bestimmungsgrößen für außenpolitische Zusammenhänge ausgemacht werden, die zu einem besseren Verständnis der europäischen Politik des 18. und 19. Jahrhunderts führen.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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