Semester: Wintersemester 2016/2017

3.01.085 Syntax


Veranstaltungstermin

  • Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich

Beschreibung

Anmeldung über Stud.IP vom 14.10.16, 10:00 Uhr bis 16.10.16, 23:59 Uhr.
Nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in die zugehörige Übung 3.01.086 importiert.


Wenn Sie sich fragen, wie der Satz, den Sie jetzt gerade lesen, aufgebaut ist, dann betreiben Sie schon Syntax. Wie das geht, das vermittelt der Kurs theoretisch und praktisch. In der Schule geht es um Begriffe wie Subjekt, Prädikat und Objekt, genauso wie um Nomen, Verb und Akkusativ. Dabei wird der Unterschied häufig nicht ganz klar.
In der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Syntax tauchen diese Begriffe ebenfalls auf, aber systematischer als in den meisten Schulgrammatiken. Man trennt streng zwischen Form- und Funktionsbegriffen. Beide werden aufeinander bezogen: Ein Nomen (Form) kann in einem Satz z.B. Subjektfunktion haben. Wir behandeln viele Themen, die auch für den Schulunterricht relevant sind, wie die verschiedenen Verbformen, das Passiv, den Konjunktiv oder die Interpunktion.
In der Übung werden syntaktische Fragen an literarische Texte, genauer an Erzählungen, gestellt. Literarische Texte stehen oft nicht im Fokus syntaktischer Analysen. Gibt es syntaktische Besonderheiten eines Autors oder einer bestimmten Geschichte? Und wenn ja, wie sind diese zu beschreiben und zu analysieren? Es werden also sprachwissenschaftliche Methoden auf literarische Gegenstände angewendet. Diese Arbeit bildet den Schwerpunkt in der zweiten Übung.
Das Modul ist teil des „Flif+“-Projektes „Die Syntax der Literaten“.
Flankiert wird das Modul durch das E-Learning-Programm „Der Satz des Tages“ (www.satz-des-tages.uni-oldenburg.de). Hier stehen semesterbegleitend Sätze zur Analyse zur Verfügung.
Ich setze die genaue Lektüre der vorzubereitenden Texte voraus und erwarte die Bereitschaft, sich im Seminar einzubringen, mitzudenken und mitzuknobeln – gerade wenn es um die Zweifelsfälle geht, von denen es in der Syntax besonders dann viele gibt, wenn man sich an „authentische“ Texte heranwagt.
Prüfungsform ist eine Klausur oder eine Hausarbeit oder ein Referat mit Ausarbeitung. Nach Absprache sind aber alle in der jeweiligen Prüfungsordnung vorgesehenen Prüfungsformen möglich.

Basislektüre ist: Peter Eisenberg: Grundriss der deutschen Grammatik: Der Satz. 4. Auflage. Stuttgart: Metzler 2013.

DozentIn

Studienmodule

  • ger251 Grammatik des Deutschen in Geschichte und Gegenwart

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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