Semester: Wintersemester 2014/2015

4.02.033 Leibeigenschaft und Sklaverei. Unfreie Arbeit in der Frühen Neuzeit


Veranstaltungstermin

  • Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich

Beschreibung

Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung 4.02.021!

Die Wirtschaftsgeschichte auch der Vormoderne wird zunehmend unter einer globalgeschichtlichen Perspektive betrachtet. Eine besondere Rolle nimmt dabei der im Laufe der Frühen Neuzeit kolonisierte und vernetzte Atlantikraum ein: Europa, Afrika sowie Nord- und Südamerika bildeten einen von Kaufleuten, Auswanderern, Reisenden, Flüchtlingen, Missionaren, aber auch aus Afrika verschleppten Sklaven frequentierten und durch einen dynamischen Personen-, Brief- und Warenverkehr zusammengehaltenen Wirtschaftsraum. Dabei blieb über die gesammte Frühe Neuzeit unfreie Arbeit in allen Erdteilen hochgradig präsent: Beiderseits des Atlantiks existierten im 17. und 18. Jahrhundert Sklaven oder der Sklaverei ähnliche Abhängigkeitsverhältnisse, die Landwirtschaft Europas organisierte sich entlang verschiedener Stufen der Unfreiheit bis hin zur Leibeigenschaft. Unfreie Arbeit bildete damit einen grundlegenden Faktor frühneuzeitlicher Wirtschaftsgeschichte, sowohl in der Erzeugung von Grundnahrungsmitteln als auch im Bergbau, in Fabriken, Werkstätten und im Haushalt. Neben einer zunehmenden Globalisierung und auch Brutalisierung unfreier Arbeit im Frühkolonialismus und neuer Leibeigenschaftsstrukturen seit der Mitte des 17. Jahrhunderts kristallisierte sich seit dem 18. Jahrundert mit der Abolotionsbewegung vermehrt Kritik an der Behandlung von Menschen als Waren heraus.
Im Seminar, welches sich als forschungsbasiert versteht, soll die Entwickung eigener Fragestellungen im Mittelpunkt stehen.

DozentIn

Studienmodule

  • ges132 Geschichte der frühen Neuzeit

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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