Semester: Wintersemester 2017/2018

4.02.024 Heilige in der mittelalterlichen Stadt


Veranstaltungstermine

  • Fr , 02.02.2018 10:00 - 13:00
  • Fr , 08.12.2017 10:00 - 13:00
  • Fr , 10.11.2017 10:00 - 13:00
  • Fr , 19.01.2018 10:00 - 13:00
  • Fr , 20.10.2017 09:00 - 12:00
  • Fr , 22.12.2017 10:00 - 13:00
  • Fr , 26.01.2018 09:00 - 12:00
  • Sa , 20.01.2018 10:00 - 18:00

Beschreibung

In der Spätantike entstand die Figur des Heiligen. Heilige Männer und Frauen, deren Lebenswandel als besonders gottesnah eingestuft wurde, konnten eine besondere Autorität beanspruchen. Ausbau und Ausgestaltung der Heiligenkulte trugen zur Christianisierung bei und waren eng mit lokaler, regionaler oder reichsweiter Politik verbunden. Nach der ersten Phase der frühen Märtyrer-Heiligen wurden im Frühmittelalter viele Bischöfe und Mönche verehrt, während ab dem 12. Jahrhundert der Marienkult einen großen Aufschwung erfuhr. Über die Herstellung und Sammlung von Reliquien (der Leichnam Ludwigs des Heiligen wurde in Wein und Wasser gekocht, die Verteilung der begehrten Reliquien war sehr umkämpft) sowie Heiligenviten konnte ein Heiligenkult weit über den Wirkort der Heiligen verbreitet werden. Heilige waren Ausnahmegestalten und standen zugleich im Zentrum gesellschaftlicher Entwicklungen. In diesem Seminar werden wir Heilige als Phänomen analysieren, über das religiöse, politische und soziale Spannungsfelder zugänglich werden. Neben einen Blick auf die Heiligen im Islam werden wir vor allem danach fragen, welche Funktionen Heilige in der mittelalterlichen Stadt erfüllten. Am Blocktag findet eine Schreibwerkstatt statt, in der wir die Abfassung eines Forschungsüberblickes üben und gegenseitig evaluieren.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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