Semester: Wintersemester 2015/2016

3.01.233 Verbotene Liebe: Tristan-Romane im europäischen Mittelalter


Veranstaltungstermin

  • Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich

Beschreibung

Anmeldung über Stud.IP ab Mi, 07.10, 17.30 Uhr bis 31.10.2015, 23.59 Uhr.


Von der ehebrecherischen Liebe zwischen Tristan und Isolde wurde im Mittelalter in ganz Europa erzählt. In illustrierten Handschriften, auf Bildteppichen und Wandgemälden geht es immer wieder um den Konflikt zwischen dem Anspruch der Liebe und sozialer Norm. Im Mittelpunkt des Seminars steht ein literarischer Text, mit dem dieser Konflikt radikal auf die Spitze getrieben wird: Gottfrieds von Straßburg 'Tristan'. Die Besonderheit dieses Textes soll durch Vergleiche mit anderen literarischen und bildlichen Tristanfassungen herausgearbeitet werden. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich Erzählen in Text und Bild grundsätzlich unterscheidet und wo es Gemeinsamkeiten gibt. Im Hintergrund steht also eine erzähltheoretische Fragestellung.

Textgrundlage: Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Nhd. übersetzt und mit einem Stellenkommentar versehen von Rüdiger Krohn, Stuttgart: Reclam, 3 Bde. (RUB 4471-4473).

Zur Einführung: Christoph Huber: Gottfried von Straßburg, Tristan, 2., verbesserte Auflage, Berlin 2001 (Klassiker-Lektüren 3).

Prüfungsart: Hausarbeit

DozentIn

Studienmodule

  • ger790 Literaturwissenschaft
  • ger890 Literaturwissenschaft

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Anzahl der freigegebenen Plätze für Gasthörende
3

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Inhalt des Moduls: Kulturwissenschaftliche Einbettung literarischer Texte sowohl diachron wie synchron; methodische Vertiefung im Bereich der Methoden der Literaturwissenschaft vor allem in Richtung Gender Studies und Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft. Unterschiedliche Formen epochenübergreifender Analyse von literaturgeschichtlichen Konstanten, epochenspezifische und epochenübergreifende Erarbeitung von Motivik und Gattungsgeschichte, Reflexion von Kanonisierung anhand der Beispiele. Beispielhafte Analyse des wechselseitigen Zusammenhanges von medialer Vermittlung und literarischen Texten, sowohl verstanden als Beschreibung der Medien der Literatur wie der Verarbeitung von literarischen Motiven und Formen in anderen Medien.

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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