Semester: Wintersemester 2015/2016

3.01.292 … - Damit Kinder besser schreiben können? - Der Zusammenhang zwischen Schrifterwerbskonzepten und Kompetenzerwerb im Kontext des SSEs [für Stud. der M.Ed. GH: Zusätzliche Option: Vorbereitung + Präsentation d. FeP]


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich

Beschreibung

Anmeldung über Stud.IP ab Do, 08.10, 12.00 Uhr bis 31.10.2015, 23.59 Uhr.


Die Veranstaltung beginnt erst in der zweiten Veranstaltungswoche (19.-23.10.2015), die ausgefallenen Stunden werden nach Absprache nachgeholt.

Geeignet für: M.Ed Grundschule und M.Ed. Sopäd

Fragen des Schrifterwerbs haben in der Deutschdidaktik seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer wieder zu harten Auseinandersetzungen zwischen den Vertreter_innen unterschiedlicher Denkansätze geführt. Anders als bei den Fragen, inwieweit eine bestimmte Schrift als Grundlage für die Entwicklung einer individuellen Handschrift besser geeignet ist als eine andere, geht es bei der aktuellen Diskussion aber weniger um die Frage der Eignung einer bestimmten Schrift als um die Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher didaktischer Konzepte: Ist es zwingend notwendig, Schrift in einem mehrphasigen Ablauf zu erlernen, oder kann es auch erfolgversprechend sein, Schriftkompetenz einphasig zu erwerben, wie die Vertreter_innen der so genannten Grundschrift annehmen. Belege für die eine oder die andere Position liegen bislang noch nicht vor. Der bundesweit einzige Längsschnitt zu der Frage steht derzeit im Bundesland Bremen kurz vor dem Abschluss (Die senatorische Behörde erwartet den Abschlussbericht zum Ende des Jahres.).
Fragen des Schrifterwerbs sollen im Rahmen des Seminars betrachtet werden, u.a.:
- Vergleich vorhandener so genannter Erstschriften und didaktischer Schrifterwerbskonzepte,
- Problematiken (u.a.: Schreibmotorik, Linkshändigkeit, Zusammenhang zu Orthographie, Grammatik, Textproduktion) beim Schrifterwerb,
- kritische Betrachtung von Materialien zum Schrifterwerb,
- Passung zwischen individuellen Voraussetzungen der Lerner_innen und geeignetem Schrifterwerbskonzept.
Ziel ist es, geeignete theoretische Argumentationen zu finden für Entscheidungen im Kontext des Schrifterwerbs in der schulischen Praxis und diese kritisch gegeneinander abzuwägen, um jedem Kind den Weg zu einer leserlichen, formklaren, formstabilen und funk-tionalen individuellen Handschrift zu ebnen.
Zum Einlesen empfehlen sich: GRUNDSCHULE AKTUELL, Hefte 110 und 112, sowie die Websides des GRUNDSCHULVERBANDs, http://www.grundschulverband.de/projekte/grundschrift/, und der ALLIANZ FÜR DIE HANDSCHRIFT (U. ANDRESEN), http://www.allianz-fuer-handschrift.de/.

Prüfungsart: Klausur

DozentIn

Studienmodule

  • ger771 Fachdidaktik
  • ger800 Fachdidaktik mit fachwissenschaftlichem Anteil
  • prx515 Forschungs- und Entwicklungspraktikum
  • prx525 Forschungs- und Entwicklungspraktikum
  • prx536 Forschungs- und Entwicklungspraktikum

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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