Semester: Wintersemester 2017/2018

3.06.168 Face up/Fuck up. Gesichtsabformung als Grundlage künstlerischer Weiterentwicklung, Teil 1


Veranstaltungstermine

  • Di , 13.02.2018 10:00 - 18:00
  • Di , 20.02.2018 10:00 - 18:00
  • Fr , 09.02.2018 10:00 - 18:00
  • Mi , 14.02.2018 10:00 - 18:00
  • Mi , 21.02.2018 10:00 - 18:00
  • Mo , 12.02.2018 10:00 - 18:00
  • Mo , 19.02.2018 10:00 - 18:00

Beschreibung

Thema:
Das Portrait eines Menschen ist einerseits eine Offenbarung und andererseits ein Geheimnis. Auf den ersten Blick ist es das Bildnis eines Individuums. Es dient aber auch dazu, die Grenze zwischen Oberfläche und Charakter, Ausdruck und Seele zu beschreiben, denn letztendlich ist es eine Fassade. Es entspricht nicht der Wirklichkeit, weil es nur einen Ausschnitt, einen Moment der inneren und äußeren Verfassung des Dargestellten wiedergibt.
In dem Seminar werden die StudentInnen einen Abdruck ihrer Gesichter mit Alginat machen und diesen mit Acrylharz hohl ausgießen.
Das Ergebnis wird eine ultradetaillierte Kopie ihrer Mimik werden.
Diese „Maske“ bildet die Basis für den Kurs. Die StudentInnen werden anschließend diese konkrete Form weiterentwickeln, entfremden, mit anderen Materialien ergänzen oder reduzieren. Ein Prozess der Methamorphose beginnt, an deren Ende entweder ein wahrhaftiges inneres Abbild oder Trugbild entsteht.
Theoretische Eckpunkte:
•Unterschied zwischen additiven Arbeiten (Plastik) und substraktiven Arbeiten (Skulptur).
•Was ist ein Positiv? Was ist ein Negativ?
•Welche Abformmaterialien gibt es?
•Warum macht man eine Abformung?
•Möglichkeiten.
•Das Portrait im Kontext der Kunstgeschichte.
•Künstlerbeispiele der Kunstgeschichte und Gegenwartskunst.

Praktischer Ablauf:
Teil 1
•Modellieren eines menschlichen Schädels anhand von Zeichnungen und 3-D Vorlagen. Wir orientieren uns an Proportion und Anatomie. Die Schädel werden fotografisch dokumentiert, da sie nun die Grundlage bilden, um auf dem Knochengerüst einen Menschenkopf zu modellieren. Die Dreidimensionalität eines Kopfes ist damit automatisch vorgegeben.
•Innerhalb von nur wenigen Stunden können wir die Erfahrung machen, wie aus einem „toten“ Schädel ein „lebendiges“ Menschengesicht wird, welchem man individuelle Züge geben kann.•
Gesichtsabformung der einzelnen Studenten mit Alginat.
•Ausgießen der Form mit Acryharz.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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