Semester: Sommersemester 2017

4.02.056 Werkstätten der Moderne? Die kulturhistorische Bedeutung ausgewählter Städte im östlichen Europa im 19./20. Jahrhundert


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich

Beschreibung

„Die europäischen Städte entstehen mit Europa, und in gewissem Sinne sind sie es, die Europa erst hervorbringen. Sie sind eine – vielleicht die hauptsächliche – Ursache dafür, daß Europa sich als eine historische Einheit zu erkennen gibt.“ Mit diesen Worten leitete der bekannte italienische Architekturhistoriker Leonardo Benevolo seinen Klassiker „Die Stadt in der europäischen Geschichte“ ein. Benevolos Werk entstand zu einer Zeit, als unser Kontinent im Kalten Krieg gespalten war, und so bezieht sich sein Werk auch in erster Linie auf das westliche Europa.
Dabei verkörpern auch die Städte im östlichen Europa Mikrokosmen, in denen sich das politische Weltgeschehen im Kleinen abbildet, in denen sich Modernisierungs- und Innovationsprozesse abspielen, ethnische und religiöse Gruppen auf engem Raum zusammenleben, aber auch soziale Phänomene wie Armut in besonderer Weise sichtbar werden. Die Vorlesung nimmt mit auf eine virtuelle Reise durch Ostmittel- und Südosteuropa im 19. und 20. Jahrhundert, auf der Prag/Praha, Brünn/Brno, Pressburg/Bratislava, Kaschau/Košice, Kattowitz/Katowice, Krakau/Kraków, Warschau/Warszawa, Lemberg/Ľviv/Lwów, Jassy/Iaşi, Czernowitz/Černivci/Cernauţi und Konstanza/Constanţa/Küstence „besucht“ werden. Mit dieser Form der historischen Darstellung wird zugleich eine neue Form der Narration erprobt, die den städtischen Raum als Bühne vielfältiger geschichtlicher Ereignisse begreift.

DozentIn

Studienmodule

  • ges152 Osteuropäische Geschichte der Neuzeit
  • ges153 Osteuropäische Geschichte der Neuzeit
  • ges154 Osteuropäische Geschichte der Neuzeit
  • sla872 Kulturgeschichte, Gedächtnis und Stereotypen

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Die europäischen Städte entstehen mit Europa, und in gewissem Sinne sind sie es, die Europa erst hervorbringen. Sie sind eine – vielleicht die hauptsächliche – Ursache dafür, dass Europa sich als eine historische Einheit zu erkennen gibt.“ Mit diesen Worten leitete der bekannte italienische Architekturhistoriker Leonardo Benevolo seinen Klassiker „Die Stadt in der europäischen Geschichte“ ein. Benevolos Werk entstand zu einer Zeit, als unser Kontinent im Kalten Krieg gespalten war, und so bezieht sich sein Werk auch in erster Linie auf das westliche Europa. Dabei verkörpern auch die Städte im östlichen Europa Mikrokosmen, in denen sich das politische Weltgeschehen im Kleinen abbildet, in denen sich Modernisierungs- und Innovationsprozesse abspielen, ethnische und religiöse Gruppen auf engem Raum zusammenleben, aber auch soziale Phänomene wie Armut in besonderer Weise sichtbar werden. Die Vorlesung nimmt mit auf eine virtuelle Reise durch Ostmittel- und Südosteuropa im 19. und 20. Jahrhundert, auf der Prag/Praha, Brünn/Brno, Pressburg/Bratislava, Kaschau/Košice, Kattowitz/Katowice, Krakau/Kraków, Warschau/Warszawa, Lemberg/Ľviv/Lwów, Jassy/Iaşi, Czernowitz/Černivci/Cernauţi und Konstanza/Constanţa/Küstence „besucht“ werden. Mit dieser Form der historischen Darstellung wird zugleich eine neue Form der Narration erprobt, die den städtischen Raum als Bühne vielfältiger geschichtlicher Ereignisse begreift.

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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