Semester: Wintersemester 2014/2015

3.01.237 Heinrich Heine - Religions- und Gesellschaftskritik im Spätwerk


Veranstaltungstermine

  • Sa., 14.03.2015, 10:00 - 18:00
  • Sa., 18.10.2014, 10:00 - 18:00
  • Sa., 22.11.2014, 10:00 - 18:00
  • Sa., 24.01.2015, 10:00 - 18:00

Beschreibung

Anmeldung über Stud.IP ab Mi, 15.10.2014, 14.00 Uhr bis17.10.2014, 23.59 Uhr.


„Meine Biografie ist der Weltenriss der Zeit“ formuliert Heine und bringt damit auf den Punkt, was die Faszination und die literaturwissenschaftliche Streitlust an seinem Werk noch heute ausmacht: Im Hin und Her der aufklärerischen, romantischen, säkularen, politischen und ästhetischen Auseinandersetzung des 19. Jahrhunderts bewegt sich der Dichter Heine und wirft mit seiner „wilden Subjektivität“ ein ästhetisch-politisches Instrument in Waagschale der politischen Meinungskämpfe seiner Zeit. Sein Gottesbild ist dabei nicht nur subjektiv-ästhetisches Ausdrucksmittel, es wird selbst zum Gradmesser der Gesellschaftskritik, die Heine seiner Dichtung (und damit auch als Maßstab an die deutsche Nationalliteratur) stellt.
Heinrich Heines Gottesbild ist in der Heine-Forschung so umstritten wie brisant, da sich von der Bestimmung desselben immer wieder Rückschlüsse auf seine ästhetisch-politische Positionierung im literarischen Feld des Vormärzes ziehen lassen. Insbesondere sein Spätwerk gibt immer wieder Anlass zu Neuinterpretationen seiner Gesellschaftskritik und ihrer Zu- und Einordnungen. Wir wollen in diesem Seminar weniger versuchen ein einheitliches Bild von Heines Gottes- und Gesellschaftskritik zu zeichnen, als vielmehr die Vielfalt und die Brüche desselben im Werk aufspüren. An ihnen soll gerade die Besonderheit der Gesellschaftskritik und des ästhetischen Programms des „Zeitdichters“ deutlich werden und somit die Um- und Neudeutungsepoche des Vormärz und der europäischen Revolution und ihrer Literatur erkennbar werden. Scheinvoraussetzung: Referat, Moderation, Hausarbeit nach Prüfungsordnung

DozentIn

Studienmodule

  • ger790 Literaturwissenschaft
  • ger890 Literaturwissenschaft

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zur Teilnahme für Gasthörende
Die Teilnahme von Gasthörenden in dieser Veranstaltung ist grundsätzlich gewünscht, ist aber nur möglich, wenn studentische Kapazitäten nicht ausgeschöpft wurden. Über die Teilnahme kann daher erst in der ersten Veranstaltungswoche entschieden werden. Ab diesem Zeitpunkt können Sie im Institut für Germanistik bei Frau Brören anfragen, ob eine Teilnahme von Gasthörenden möglich ist: eske.broeren@uni-oldenburg.de. Bei freien Kapazitäten wird Ihre Eintragung in Stud.IP dann von Frau Brören vorgenommen. Frau Brören kann Sie nur dann nachtragen, wenn Sie Ihre persönlichen Zugangsdaten in STud.IP, die Sie von der Universität erhalten haben, wenigstens 1x in Stud.IP eingegeben, die Nutzungsbedingungen von Stud.IP bestätigt und das von der Universität erhaltene Passwort geändert haben.

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
--