Semester: Wintersemester 2014/2015

4.03.267 Kant: Kritik der Urteilskraft


Veranstaltungstermin

  • Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich

Beschreibung

Kants dritte Kritik beinhaltet in Reaktion auf die ersten beiden Kritiken weit mehr als die Versöhnung von Natur und Freiheit, von Erkennen und Handeln. Kant untersucht in den beiden Teilen dieses Werkes vielmehr den Geltungsanspruch ästhetischer und teleologischer Urteile und rückt dabei die „reflektierende Urteilskraft“ ins Zentrum der Betrachtung.
In einer Zeit, in der das Gerede über das Urteilen (in Gestalt von Begutachtung, Diagnostik oder Beratung) etwa in der empirischen Bildungsforschung oder der modernen Managementliteratur längst Überhand genommen hat, erscheint eine grundbegriffliche Verständigung über den besonderen Charakter des Urteilens dringend notwendig zu sein. Welchen Missverständnissen eine solche Charakterisierung in Abgrenzung zu anderen Modi der Weltbetrachtung, wie etwa dem Beobachten, Behaupten oder Erklären, ausgesetzt sein könnte, hat Kant in einer auch für uns heute noch vorbildlichen Weise herauspräpariert.

Literatur:
Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft, Frankfurt am Main 1977; Dieter Teichert: Immanuel Kant: ‚Kritik der Urteilskraft’. Ein einführender Kommentar, Paderborn 1992; Otfried Höffe (Hrsg.): Kritik der Urteilskraft, Berlin 2008; Andreas Gelhard: Kritik der Kompetenz, Zürich 2011; Michael Hampe: Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik, Frankfurt am Main 2014.

DozentIn

Studienmodule

  • pb001 Natur, Technik und Gesellschaft
  • phi210 Geschichte der Philosophie
  • phi240 Ästhetik / Kulturphilosophie
  • phi260 Fachdidaktik
  • phi310 Begründung von Werten und Normen in Religion und Philosophie

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Kants dritte Kritik beinhaltet in Reaktion auf die ersten beiden Kritiken weit mehr als die Versöhnung von Natur und Freiheit, von Erkennen und Handeln. Kant untersucht in den beiden Teilen dieses Werkes vielmehr den Geltungsanspruch ästhetischer und teleologischer Urteile und rückt dabei die „reflektierende Urteilskraft“ ins Zentrum der Betrachtung. In einer Zeit, in der das Gerede über das Urteilen (in Gestalt von Begutachtung, Diagnostik oder Beratung) etwa in der empirischen Bildungsforschung oder der modernen Managementliteratur längst Überhand genommen hat, erscheint eine grundbegriffliche Verständigung über den besonderen Charakter des Urteilens dringend notwendig zu sein. Welchen Missverständnissen eine solche Charakterisierung in Abgrenzung zu anderen Modi der Weltbetrachtung, wie etwa dem Beobachten, Behaupten oder Erklären, ausgesetzt sein könnte, hat Kant in einer auch für uns heute noch vorbildlichen Weise herauspräpariert.

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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