Semester: Wintersemester 2015/2016

4.03.314 Ambivalenz der Freiheit - Suizidales Denken in Geschichte und Gegenwart


Veranstaltungstermine

  • Do., 03.03.2016, 09:30 - 13:00
  • Do., 03.03.2016, 14:30 - 18:00
  • Do., 03.03.2016, 19:30 - 21:00
  • Fr., 04.03.2016, 09:30 - 13:00
  • Fr., 04.03.2016, 14:30 - 18:00
  • Fr., 04.03.2016, 19:30 - 21:00
  • Mo., 30.11.2015, 18:00 - 20:00
  • Sa., 05.03.2016, 09:30 - 13:00

Beschreibung

Seit der griechischen Antike ist die Frage umstritten, ob es dem Menschen erlaubt sein soll, seinem Leben in Grenzsituationen ein vorzeitiges Ende zu setzen. Mit der Aufklärung wird der Freitod als Ausdruck der menschlichen Mündigkeit weithin zugestanden, sieht man von verschieden stark akzentuierten Verboten ab, die religiös oder politisch motiviert sind. Allerdings ist bis heute umstritten, inwieweit die ärztliche Beihilfe zum Suizid eine Möglichkeit sein soll.
Das Seminar führt im ersten Teil in exemplarischen Lektüren von Platon, Augustinus, Montaigne, David Hume, William James und Karl Jaspers ideengeschichtlich zwischen in das Thema ein. Philosophische, theologische und psychiatrische Horizonte werden hierbei vergleichend erläutert.
Es folgen im zweiten Abschnitt literarische Kasuistiken zu deutschsprachigen Autoren, die Einblicke in das suizidale Denken im 20. Jahrhundert geben können. Im Zentrum wird Jean Améry mit seinem Buch Hand an sich legen. Diskurs über den Freitod stehen, das 1976 erstmals publiziert wurde und schon heute zum Klassiker der Suizidliteratur avancierte.
Im dritten Teil des Seminars wird es möglich sein, die erarbeiteten Perspektiven mit klinisch tätigen Fachleuchten angesichts der neueren Debatte über die rechtlichen Regelungen der ärztliche Beihilfe zu diskutieren.

Zeit: Blockseminar nach Semesterende im Karl Jaspers-Haus, Unter den Eichen 22, 26122 Oldenburg. Vorbesprechung: Montag, 30.11., 18.00 Uhr im Karl Jaspers-Haus.
2 SWS

Literatur:
Matthias Bormuth, Ambivalenz der Freiheit. Suizidales Denken im 20. Jahrhundert (Wallstein Verlag 2008).

DozentIn

Studienmodule

  • phi310 Begründung von Werten und Normen in Religion und Philosophie
  • phi320 Praktische Philosophie und ihre Konsequenzen für die Gesellschaft
  • phi520 Philosophie der Gesellschaft
  • the831 Professionalisierung (kompakt): Ethik
  • the841 Professionalisierung: Ethik

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Seit der griechischen Antike ist die Frage umstritten, ob es dem Menschen erlaubt sein soll, seinem Leben in Grenzsituationen ein vorzeitiges Ende zu setzen. Mit der Aufklärung wird der Freitod als Ausdruck der menschlichen Mündigkeit weithin zugestanden, sieht man von verschieden stark akzentuierten Verboten ab, die religiös oder politisch motiviert sind. Allerdings ist bis heute umstritten, inwieweit die ärztliche Beihilfe zum Suizid eine Möglichkeit sein soll. Das Seminar führt im ersten Teil in exemplarischen Lektüren von Platon, Augustinus, Montaigne, David Hume, William James und Karl Jaspers ideengeschichtlich zwischen in das Thema ein. Philosophische, theologische und psychiatrische Horizonte werden hierbei vergleichend erläutert. Es folgen im zweiten Abschnitt literarische Kasuistiken zu deutschsprachigen Autoren, die Einblicke in das suizidale Denken im 20. Jahrhundert geben können. Im Zentrum wird Jean Améry mit seinem Buch Hand an sich legen. Diskurs über den Freitod stehen, das 1976 erstmals publiziert wurde und schon heute zum Klassiker der Suizidliteratur avancierte. Im dritten Teil des Seminars wird es möglich sein, die erarbeiteten Perspektiven mit klinisch tätigen Fachleuchten angesichts der neueren Debatte über die rechtlichen Regelungen der ärztliche Beihilfe zu diskutieren.

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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