Semester: Wintersemester 2014/2015

3.01.233 Kalendergeschichten


Veranstaltungstermin

  • Mittwoch: 16:00 - 18:00, wöchentlich

Beschreibung

Anmeldung über Stud.IP ab Fr, 17.10.2014, 14.00 Uhr bis 31.10.2014, 23.59 Uhr.


Kalendergeschichten sind Geschichten, die in Kalendern stehen – oder? Das Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes jedenfalls enthält die Geschichten, die Johann Peter Hebel ab 1808 im Badischen Landkalender Der Rheinländische Hausfreund publiziert hatte. Hier finden sie sich alle, die bekannten Lesebuchklassiker: Unverhofftes Wiedersehen, Kannitverstan, die Geschichten vom Zundelfrieder.
Bertolt Brechts Kalendergeschichten (1948) hingegen haben nicht nur einen Kalender nie gesehen, sie sind zum Teil auch gar keine Geschichten (sondern Gedichte, etwa Ulm 1592).
Sind Kalendergeschichten also vielleicht weniger durch ihren Erscheinungsort bestimmt, sondern – so die These Jan Knopfs – durch Verfahren, die in spezifischer Weise Elemente des Kalenders, der Chronik, der Historiographie literarisieren?
Das Seminar erkundet dies in der genauen Lektüre prominenter Beispiele. Dabei sollen Spuren der Kalendergeschichte bis in die deutschsprachige Gegenwartsliteratur (Brigitte Kronauer) verfolgt werden.

Bitte folgende Ausgaben anschaffen:
- Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds. Kritische Gesamtausgabe mit den Kalender-Holzschnitten. Hg. v. Winfried Theiss. Stuttgart 2010.
- Bertolt Brecht: Kalendergeschichten. Mit einem Nachwort von Jan Knopf. Frankfurt/M. 2001
Zur Vorbereitung empfohlen:
- Jan Knopf: Die deutsche Kalendergeschichte. Ein Arbeitsbuch. Frankfurt/M. 1983.
- Johann Peter Hebel und die Moderne. Hg. v. Achim Aurnhammer u. Hanna Klessinger. Freiburg im Br. 2011.
Ein Reader mit weiterer Forschungsliteratur wird vorbereitet.

DozentIn

TutorIn

Studienmodule

  • ger790 Literaturwissenschaft
  • ger890 Literaturwissenschaft

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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