Semester: Sommersemester 2015

4.02.011a Die Reichskrisen des dritten und vierten Jahrhunderts


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich

Beschreibung

Seit den 30er Jahren des dritten Jahrhunderts sah sich Rom mit Herausforderungen konfrontiert, die seine militärischen und finanziellen Möglichkeiten bis an die Grenze der Belastbarkeit strapazierten: im Osten musste man des persischen Expansionsdrangs Herr werden, während gleichzeitig im Norden neu entstandene germanische Großverbände das Reich bedrohten. Damit einher ging ein Verlust der gewohnten politischen Stabilität: die 'Soldatenkaiser' hielten sich jeweils nur kurze Zeit im Amt. Nach einer Phase der Regeneration und relativen Stabilität während der Tetrarchie und der daran anschließenden konstantinischen Dynastie setzte sich der Auflösungsprozess seit den 60er Jahren des vierten Jahrhunderts wieder fort und gipfelte schließlich in der Einnahme Roms durch Alarichs Westgoten. Zu den Bedingungsfaktoren dieser Entwicklung, die im Seminar erörtert werden sollen, zählt man neben äußeren wie der 'Völkerwanderung' auch innere wie den wirtschaftlichen Wandel, die Bürokratisierung und Militarisierung des Reichs oder den Verlust seiner Integrationskraft.

Literatur:

Jochen Martin, Spätantike und Völkerwanderung, München 2001 (4. Auflage).
Michael Sommer, Römische Geschichte II, Rom und sein Imperium in der Kaiserzeit, Stuttgart 2014.


Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung von Herrn Sommer (4.02.010).

DozentIn

Studienmodule

  • BM 2 Europäische Geschichte vor 1500
  • ges111 Geschichte des Altertums

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
--