Semester: Sommersemester 2016

4.02.044 European Angst: Kulturgeschichte des Kalten Krieges


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich

Beschreibung

Der Kalte Krieg war eine Epoche der Angst. In Europa und in den USA, in Asien und Afrika setzten sich Gesellschaften jahrzehntelang mit Krisen, Katastrophen und Kriegen auseinander, mit kommenden Bedrohungen ebenso wie mit steigenden Risiken oder Hoffnungen. Im Seminar spüren wir diesen Entwicklungen als Kulturgeschichte des Kalten Krieges nach. Wir diskutieren, wie sich Gefühle im europäischen Vergleich untersuchen lassen und welche Einblicke Ängste und Hoffnungen in zeithistorische gesellschaftliche Entwicklungen bieten. Konkret werden wir uns mit zeitgenössischen Auseinandersetzungen um atomare Abschreckungen und um Friedensbewegungen, um den Zivilschutz und um Sicherheitsvorstellungen beschäftigen, mit der politischen Instrumentalisierung des Antikommunismus oder Antiamerikanismus in den Medien oder im Alltag, mit Krisen und Katastrophen wie dem „Ende des Wachstums“ oder dem "Super-GAU" in Tschernobyl. Mit dieser Schwerpunktsetzung verfolgt das Seminar drei Ziele. Erstens diskutieren Sie kulturgeschichtliche Konzepte und Zugriffe, z.B. der Diskurs-, Gefühls-, Mentalitäts- oder "neuen Politikgeschichte", und fragen nach ihren Potenzialen und Problemen für die historische Forschung. Zweitens gewinnen Sie einen Überblick über gesellschaftliche Entwicklungen im Kalten Krieg. Und drittens erproben Sie vergleichs- und verflechtungsgeschichtliche Ansätze im europäischen und transatlantischen Zusammenhang. Kurz gesagt machen wir uns auf die Spurensuche nach der Kulturgeschichte eines „extremen Zeitalters“ und dessen Nachwirkungen bis in unsere Gegenwart.

Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Veranstaltung 4.02.055 ("Die Sowjetunion im Kalten Krieg")!

DozentIn

Studienmodule

  • ges142 Geschichte des 19./20. Jahrhunderts

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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