Semester: Wintersemester 2015/2016

4.02.055 Das östliche Europa in der deutschen Erinnerungskultur (Blockseminar mit Exkursion)


Veranstaltungstermin

  • Di., 20.10.2015, 08:00 - 10:00

Beschreibung

Bitte belegen Sie dieses Seminar zusammen mit der Vorlesung Nr. 4.02.050.
25 Jahre nach Ende des Kalten Krieges sind die historischen bi- und multilateralen Beziehungen Deutschlands zu seinen östlichen Nachbarländern im kollektiven Gedächtnis der Deutschen nur wenig präsent. Dies gilt auch für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, während dem die Länder des östlichen Europas unter dem beispiellosen Angriffs- und Vernichtungskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands zu leiden hatten. Nirgendwo in Europa treffen die verschiedenen Sichtweisen so unmittelbar aufeinander, wie in der Denkmal-, Museums- und Gedenkstättenlandschaft Berlins, in der sich unterschiedliche Formen und Zusammenhänge des kollektiven historischen Erinnerns verdichten: Zu nennen sind etwa das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, in dem insbesondere der ermordeten Juden im östlichen Europa gedacht wird („Ort der Information“), das „Haus der Wannseekonferenz“, in dem die Ermordung der europäischen Juden vorbereitet wurde, oder das „Schloss Cecilienhof“ in Potsdam, dem Ort der „Potsdamer Konferenz“. Das deutsch-russische Mu-seum Berlin-Karlshorst, ein ebenfalls authentischer Ort, an dem am 8. Mai 1945 die Kapitulation des Deutschen Reiches vor den Siegermächten unterzeichnet wurde. Das Seminar soll mit zwei bis drei Sitzungen zur inhaltlichen und organisatorischen (Themenvergabe/Termine) Vorbereitung der für Februar 2016 geplanten Exkursion beginnen, bei der Erinnerungsorte an das 20. Jahrhundert in Berlin aufgesucht werden.
Programm (Stand Juli 2015): Schloss Cecilienhof (Potsdam), Haus der Wannsee-Konferenz, Sowje-tisches Ehrenmal am Treptower Park, Mahnmal des polnischen Soldaten und deutschen Faschisten im Zweiten Weltkrieg (Friedrichshain); Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas; Deutsch-Russisches Museum, Neue Wache; Polnische Gedenktafel am Reichstag; ggf. Topographie des Terrors u. a.

DozentIn

Studienmodule

  • AM 5 Osteuropäische Geschichte nach 1500
  • ges152 Osteuropäische Geschichte der Neuzeit
  • ges153 Osteuropäische Geschichte der Neuzeit
  • ges154 Osteuropäische Geschichte der Neuzeit
  • GM 4 Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts: Europäische Wege in die Moderne
  • sla881 Kulturkontakte

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
25 Jahre nach Ende des Kalten Krieges sind die historischen bi- und multilateralen Beziehungen Deutschlands zu seinen östlichen Nachbarländern im kollektiven Gedächtnis der Deutschen nur wenig präsent. Dies gilt auch für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, während dem die Länder des östlichen Europas unter dem beispiellosen Angriffs- und Vernichtungskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands zu leiden hatten. Bis heute bestehen im östlichen und im westlichen Europa unterschiedliche Erinnerungen an und Perspektiven auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Nirgendwo in Europa treffen die unterschiedlichen Sichtweisen so unmittelbar aufeinander, wie in der Denkmal-, Museums- und Gedenkstättenlandschaft Berlins, in der sich unterschiedliche Formen und Zusammenhänge des kollektiven Erinnerns an die Vergangenheit verdichten: Zu nennen sind etwa das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, in dem insbesondere der ermordeten Juden im östlichen Europa gedacht wird („Ort der Information“), das „Haus der Wannseekonferenz“, in dem die Ermordung der europäischen Juden vorbereitet wurde, oder das „Schloss Cecilienhof“ in Potsdam, dem Ort der „Potsdamer Konferenz“. Das deutsch-russische Museum Berlin-Karlshorst, ein ebenfalls authentischer Ort, an dem am 8. Mai 1945 die Kapitulation des Deutschen Reiches vor den Siegermächten unterzeichnet wurde. Das Seminar soll mit zwei bis drei Sitzungen zur inhaltlichen und organisatorischen (Themenvergabe/ Termine) Vorbereitungen der für Februar 2016 geplanten Exkursion beginnen, bei der die Stätten der Erinnerung an das 20. Jahrhundert in Berlin aufgesucht werden. Bei jeder Station soll von einer/m Studierenden ein Referat gehalten werden. Programm (Stand Juli 2015): Schloss Cecilienhof (Potsdam), Haus der Wannsee-Konferenz, Sowjetisches Ehrenmal am Treptower Park, Mahnmal des polnischen Soldaten und deutschen Faschisten im Zweiten Weltkrieg (Friedrichshain); Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas; Deutsch-Russisches Museum, Neue Wache; Polnische Gedenktafel am Reichstag; ggf. Topographie des Terrors u.a.

Hinweise zur Teilnahme für Gasthörende
Ort: Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Johann-Justus-Weg 147a, 26127 Oldenburg, Sitzungssaal dienstags: 8-10 Uhr, Vorbereitungsveranstaltungen

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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