Semester: Sommersemester 2015

4.03.328 Kants Ethik in der neueren Rechtstheorie und Rechtspraxis


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich

Beschreibung

Kants praktische Philosophie wird häufig mit der Begründung von Grund- und Menschenrechten, insbesondere mit dem Schutz der Menschenwürde, in Verbindung gebracht. Ebenso wird Kants Votum für die Republik zur Legitimation zeitgenössischer pluralistischer Parteiendemokratie angeführt. Auch wird die Schrift Zum ewigen Frieden als Grundlegungsdokument moderner Völkerrechtspolitik gesehen. Problematischer erscheinen insbesondere Rechtswissenschaftlern hingegen die Verbindung des Rechts mit der Zwangsbefugnis oder die vernunftrechtliche Eigentumsbegründung Kants.
In dem Seminar soll die Inanspruchnahme Kants für oder gegen Entwicklungen im modernen Recht mit Kants Argumentation selbst konfrontiert werden. Dabei wird es nicht bloß um einen Abgleich beider Positionen gehen, sondern vor allem um die Frage, was aus Kants praktischer Philosophie für die Wirklichkeit und die Möglichkeiten der Gestaltung des Rechts tatsächlich folgt. Ist z.B. Kants Autonomiebegriff in den modernen Rechtsordnungen anwendbar, wird er schon angewendet oder markiert er einen Gegensatz von geltendem Recht und Moral?
Literatur: Dem Seminar werden verschiedene Abschnitte aus Kants Schriften zur praktischen Philosophie sowie einschlägige Texte aus Rechtstheorie und Rechtspraxis zugrundegelegt. Genaue Angaben folgen im Seminar.
Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keineswegs Bedingung für die Teilnahme.

DozentIn

Studienmodule

  • pb080 Philosophie und Gesellschaft A
  • pb081 Philosophie und Gesellschaft B
  • phi210 Geschichte der Philosophie
  • phi220 Praktische Philosophie - Ethik, Recht, Gesellschaft
  • phi320 Praktische Philosophie und ihre Konsequenzen für die Gesellschaft
  • phi340 Praktische Philosophie - Ethik, Recht, Gesellschaft
  • phi510 Geschichte der Philosophie
  • phi520 Philosophie der Gesellschaft

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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