Semester: Wintersemester 2015/2016

4.02.033 Juden, Marranen, Neuchristen und die Frage nach der jüdischen Identität


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich

Beschreibung

Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit dem Tutorium 4.02.031!
Juden, Marranen, Neuchristen und die Frage nach der jüdischen Identität
In der Frühen Neuzeit stellt sich die Frage nach der jüdischen Identität auf besondere Weise. Insbesondere die Nachkommen spanischer und portugiesischer Juden, die als Neuchristen, als Marranen oder (wieder) als Juden leben, machen den möglichen Konflikt dieser Identität deutlich.
Infolge von Vertreibung oder Zwangstaufen hatte es seit dem Ende des 15. Jahrhunderts auf der Iberischen Halbinsel – offiziell – keine Juden mehr gegeben. Doch da sind nun jene getauften Juden, die durch die Migration in ein anderes Land, eine Kolonie plötzlich vor der Möglichkeit stehen, zu der Religion ihrer Vorfahren zurück zu kehren, aber fast nichts darüber wissen. Da sind die Gemeinden vor Ort, die ihre Hilfe verweigern, weil sie sie nicht als Juden anerkennen. Da sind die Gesellschaften um sie herum, die versteckte Juden dort vermuten, wo das Judentum längst abgelegt wurde. Da sind aber auch beginnende innerjüdische Bewegungen wie Aufklärung und Emanzipation, die die Rolle und das Bild der Juden in der Gesellschaft diskutieren.
Im Laufe des Seminars soll hinterfragt werden, was das Judentum unter diesen Umständen eigentlich ausmacht und welches Verständnis des „Jude-seins“ von den Beteiligten zugrunde gelegt wird. Dafür gilt es Ursachen, Erscheinungen und Folgen dieses inneren und äußeren Identitätskonflikts nachzuvollziehen.

DozentIn

Studienmodule

  • ges132 Geschichte der frühen Neuzeit
  • pb265 Interkulturelle Jüdische Studien
  • the911 Weltreligionen im Kontext
  • the941 Judentum in Vergangenheit und Gegenwart (Jüdische Studien)

Studienbereiche

  • PM 3: Religion, Geschichte und Philosophie

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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