Semester: Wintersemester 2014/2015

1.01.682 Naturalisierung und Kulturalisierung gesellschaftlicher Differenzverhältnisse


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich

Beschreibung

Die Beschäftigung mit gesellschaftlichen Differenzverhältnissen, sozialer Ungleichheit und ihren Ursachen ist ein wichtiger Bestandteil einer diversitätsbewussten Sozialen Arbeit. Dabei werden Differenzen im universitären Kontext meist als konstruiert beschreiben. Historisch und auch in aktuellen politischen Debatten existieren jedoch teilweise dominante Diskurse, die Differenzverhältnisse wie race (heute oft anhand von Kulturalisierungen), class (hier insbesonder Begabung), gender (, als natürlich/naturgegeben erklären und soziale Ungleichheit damit (teilweise) rechtfertigen. Die Debatte um die Thesen von Sarrazin ist hierfür nur ein aktuelles Beispiel, der Sozialdarwinismus des 19. und 20. Jhs. ein weiteres. Diese Diskurse hatten und haben auch stets einen Einfluss auf die Soziale Arbeit.
Im Seminar sollen anhand verschiedener Differenzlinien wie race, Klasse (anhand Begabung/IQ), Geschlecht und Behinderung diese Naturalisierungen und Kulturalisierungen in Geschichte und Gegenwart nachvollzogen und kritisch diskutiert werden. Hierzu werden wir sowohl Auszüge naturalisierender Texte z.B. Sarrazin als auch sozial- und naturwissenschaftliche biologismuskritische Texte lesen und diskutieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung setzt die Bereitschaft voraus, auch einzelne englische Texte zu lesen (Hilfestellungen werden gegeben).

DozentIn

Studienmodule

  • päd905 Perspektiven und Fragestellungen diversitätsbewusster und interkultureller Ansätze in der (Sozial-) Pädagogik

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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