Semester: Sommersemester 2016

3.01.111 Sonntags, 20.15 Uhr in Deutschland: Der "Tatort" als Abbild gesellschaftlicher und medienwissenschaftlicher Diskurse


Veranstaltungstermin

  • Freitag: 14:00 - 16:00, wöchentlich

Beschreibung

Anmeldung über Stud.IP ab Mo, 21.03.2016 , 14:45 Uhr bis 03.04.2016, 23:59 Uhr.
Nach Anmeldeschluss werden die Teilnehmer/innen des Seminars in die zugehörige Übung 3.01.112 importiert.


Das Format des "Tatorts" bildet mit seiner Ausstrahlung seit über vier Jahrzehnten eine Konstante in der deutschen Fernsehlandschaft und dadurch eine Ausnahme innerhalb des sich (selbst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen) stetig wandelnden Unterhaltungsprogramms.
Der gleichbleibende und in den vergangenen Jahren eher noch zunehmende Erfolg des "Tatorts" mit seinen unterschiedlichen Ermittlerteams in verschiedenen Städten lässt sich, so die zentrale These, die innerhalb des Moduls diskutiert werden soll, damit erklären, dass innerhalb des Formats stets recht zeitnah auf zeitgenössische soziale wie mediale Entwicklungen reagiert wurde und wird. So lässt sich neben dem Aufgreifen aktueller gesellschaftlicher und politischer Themen in den einzelnen Folgen auch eine permanente Weiterentwicklung des Genres 'Krimi' bei einem Querschnitt durch ausgewählte Folgen aus den vergangenen vierzig Jahren konstatieren, welche sich gegenwärtig unter anderem in der Ausstrahlung des Till Schweiger-"Tatorts" im Kino widerspiegelt.
Innerhalb des Moduls dient die hier aufgestellte These als Ausgangspunkt der Analyse einzelner "Tatort"-Folgen aus den vergangenen Jahrzehnten bis hin zu aktuellen und während des Semesters ausgestrahlten Folgen.
Ziel ist es zum einen, sich ganz grundsätzlich mit den technischen Mitteln filmischen Erzählens auseinanderzusetzen und diese zu erproben. Mit Hilfe des theoretischen Handwerkszeugs sollen zum anderen die sich wandelnden Erzählstrategien innerhalb der Reihe untersucht und Veränderungen - wie etwa die Tendenz zum horizontalen oder intermedialen Erzählen - analysiert und mittels der Erarbeitung medienwissenschaftlicher Positionen mit dem sich wandelnden Bild des Genres 'Krimi‘ zusammengeführt werden. Auch Darstellungs- und Inszenierungsstrategien werden im Zuge dessen buchstäblich ‚in den Blick‘ genommen, um Aussagen über sich wandelnde Konventionen treffen und um die Signalwirkung, die von diesem Fernsehformat ausgeht, einschätzen und beurteilen zu können.

Eine Auswahl sekundärliterarischer Texte wird den TeilnehmerInnen zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt. Zugleich wird neben dem sekundärliterarischen Handapparat in der Mediathek ein Handapparat mit ausgewählten „Tatort“-Folgen sowie den während des Sommersemesters am Sonntagabend ausgestrahlten Beiträgen bereitgestellt.

Prüfungsart: Hausarbeit oder Referat plus Ausarbeitung

DozentIn

TutorInnen

Studienmodule

  • ger281 Medien und Medienwandel

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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