Semester: Sommersemester 2015

3.01.237 Prag um 1400: Der Ackermann aus Böhmen und sein Umfeld


Veranstaltungstermin

  • Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich

Beschreibung

Prag ist um 1400 eine der aufregendsten Städte Europas. Auf der Prager Burg sitzt mit König Wenzel IV. ein Herrscher, der nicht umsonst den Beinamen „der Faule“ trägt und der Kunst und Kultur auf höchst eigenwillige Weise fördert. In seinem Umkreis entstehen Werke, die bis heute rätselhaft wirken: Johannes von Tepl schreibt mit dem ‚Ackermann aus Böhmen’ einen außergewöhnlichen Text, der in der Forschung immer wieder als geradezu unzeitgemäß modern aufgefasst wurde. Wenzel lässt Handschriften anfertigen, deren Verzierungen auf einen exzentrischen Badekult schließen lassen – ein leicht bekleidetes Bademädchen tummelt sich dort in hundertfacher Ausführung. Im Seminar soll der ‚Ackermann’ im Zentrum stehen, aber er soll eingebunden werden in ein literarisch-künstlerisches Umfeld, das einerseits regional begrenzt erscheint, andererseits aber auch Kontakte ins ferne „Ausland“ hatte: nach Paris, nach London und auch zu den italienischen Humanisten. Und dann gibt es da noch eine jüdische Gemeinschaft in Prag, die ebenfalls eine besondere Rolle spielte.
Zur Anschaffung zunächst empfohlen: Johannes von Tepl: Der Ackermann. Hrsg. von Christian Kiening. Stuttgart: Reclam (neueste Auflage).


Prüfungsart: Hausarbeit

DozentIn

TutorIn

Studienmodule

  • ger790 Literaturwissenschaft
  • ger890 Literaturwissenschaft

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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