Semester: Wintersemester 2014/2015

3.06.132 Bilder von Krieg, Konflikt und Erinnerung in der Kinder- und Jugendliteratur


Veranstaltungstermin

  • Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich

Beschreibung

Das Phänomen der Doppeladressierung von Texten und Bildern, das heisst, die Ansprache an Erwachsene (als Käufer und Vermittler) und Kinder (als Rezipienten) ist für die Kinder- und Jugendliteratur konstitutiv. Das ist gerade für die Literatur bedeutsam, die aus einer Perspektive des Erinnerns erzählt. Bis in die jüngere Zeit zielte die kinder- und jugendliterarische Gestaltung von Krieg und Erinnerung an Krieg in erster Linie auf den zweiten Weltkrieg und auf eine Annäherung an das Erzählen über den Holocaust. Hierzu ist seit den 1970er Jahren ist ein umfangreiches Textkorpus entstanden. In jüngerer Zeit können literarische und illustratorische Konzepte beobachtet werden, die an Phänomene der Neuen Kriege (Münkler 2002, 2006) und ihre internationalen Asymetrien und, damit einhergehend an mediale Inszenierungen von Krieg (u.a. Hans Peter Preußer 2005) anknüpfen. Sie setzen sich deutlich von der Literatur ab, die Erfahrungen der Großelterngeneration thematisiert. Die veränderten gesellschaftlichen, politischen und medialen Bedingungen, unter denen Krieg nun stattfindet, haben inzwischen auch die ästhetischen Formen verändert, mit denen Krieg und Konflikt zum Gegenstand von Bild- und Textkonzepten in der Kinder- und Jugendliteratur werden. Im Seminar werden wir Fragen nach den spezifischen Narrationsstrategien und Darstellungsmitteln von kinder- und jugendliterarischen Texten, Bildern und ihren medialen Adaptionen vor allem seit den 1970er Jahren nachgehen und uns mit ihrem Verhältnis zu Formen der Erinnerungskultur auseinandersetzen.

DozentIn

TutorIn

Studienmodule

  • kum230 Kunst- und Mediengeschichte II

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zur Teilnahme für Gasthörende
Die Teilnahme von Gasthörenden ist bei dieser Veranstaltung grundsätzlich gewünscht – kann aber nur realisiert werden, wenn studentische Kapazitäten nicht ausgeschöpft werden. Bitte setzen Sie sich vor Veranstaltungsbeginn mit der/dem Lehrenden in Verbindung. Ihre Zulassung erfolgt nur unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die/den Lehrende/n.

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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