Forschung und Kooperationen

Praktiken politischer Subjektivierung und politischer (Selbst-) Steuerung: Governance- und Gouvernementalitätsanalysen in der Politischen Bildung

Das Habili­ta­tions­projekt thematisiert die legitimato­rischen Probleme gesellschaftlicher Trans­forma­tionsprozesse und politischer Steuerung in ent­grenzten sozialen und politischen Räumen sowie deren Folgen für gesell­schafts­wissenschaftliche Lernprozesse. Dabei werden die methodologischen Ansätze der Governance- und der Gouvernementalitätsforschung hinsichtlich ihrer Anschlussfähigkeit für politische Bildungsprozesse unter­sucht. Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage, in welcher Weise neue Modi politischer (Selbst-) Steuerung in entgrenzten politisch-sozialen Räumen die formellen, verfassungsrechtlich fixierten Wege parlamen­tarischer Legitimation ergänzen oder auch unterlaufen können. In einem zweiten Schritt werden gesellschaftswissenschaftliche Lerntheorien in Bezug auf ihre Erklärungskraft für subjektbezogene und gesell­schaftliche Lern­gelegenheiten analysiert. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern neue Formen nicht-hierarchischer Steuerung (Deliberation, Kooperation, sozio-ökonomische Selbststeuerung) und Praktiken der Subjektivierung (Selbst­kontrolle und -opti­mierung, Eigenverantwortung, unternehmerisches Selbst) in ihrer Erweiterung und Begren­zung von politischen Gestaltungsmöglichkeiten fachdidaktisch zugänglich werden. Das Erkenntnis­interesse für die Politische Bildung und die gesellschaftswissen­schaftliche Fachdidaktik richtet sich somit auf die veränderten gesellschaftlichen Voraussetzungen politischer Selbst- und Mitbestim­mung unter den Bedingungen der Transformationen von Staatlichkeit und politischer Steuerung

Gesellschaftliche Transformationen und Transformationen des Selbst: Forschungsperspektiven Kritischer Politischer Bildung und ihrer Didaktik

Ein aktuelles Forschungsprojekt in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt/Main widmet sich der Frage, welche Konsequenzen neue Formen der (Selbst)Regierung und politischen Steuerung für die Vergesellschaftung und politische Bewusstseinsbildung von jungen Menschen haben.

Das Erkenntnisinteresse für die sozialwissenschaftliche Fachdidaktik richtet sich dabei auf die veränderten gesellschaftlichen Voraussetzungen politischer Selbst- und Mitbestimmung in postparlamentarischen Demokratien. Ziel ist die Weiterentwicklung eines kritisch-emanzipatorischen Ansatzes der politischen Bildung, der Jugendliche vor dem Hintergrund der Reflexion eigener Entgrenzungs- und Ausgrenzungserfahrungen zur Analyse sozialer Interessenkonflikte sowie veränderter Macht- und Herrschaftsstrukturen befähigt.

„Einfach Sowi“ – Sozialwissenschaftliche Bildung zwischen Subjekt und Standard

Implemen­tationsforschung und Forschungstransfer angewandter Fachdidaktik für die sozialwissenschaftliche Bildung durch die Entwicklung von praxiserprobten subjekt­orientierten Lernmodulen. In Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen und Zusammenarbeit mit Partnerschulen in Nord­rhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen.

Erklären und Verstehen im Unterricht: Kooperative Lernprozessanalyse und Unterrichtsreflexion als Ansatz zur Unterrichtsentwicklung

Transdisziplinäre Bildungsforschung am Didaktischen Zentrum der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit den Arbeitsbereichen Schulpädagogik/Allgemeine Didaktik (Prof. Dr. Hanna Kiper), der Didaktik der Philosophie (Prof. Dr. Reinhard Schulz) und der Sportdidaktik (Prof. Dr. Matthias Schierz).

Doing Normality – Bin ich das im Schulbuch?

Pilotprojekt einer politikdidaktischen Medienwerkstatt in Kooperation mit dem Fluchtmuseum Oldenburg e. V. und Partnerschulen in Niedersachsen.

Rationalität, Krise, Gewalt – Prolegomena zu einer Didaktik der Moderne nach Motiven im politischen Denken Hannah Arendts

Dissertationsvorhaben Sven Rößler

 

  • Erstgutachter: Prof. Dr. Dirk Lange, Leibniz Universität Hannover
  • Zweitgutachter: Jun.-Prof. Dr. Andreas Eis, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg