Arbeitsgruppe Sozialwissenschaftliche Theorie

FORSCHUNGSPROJEKTE

„Zukunft der Pflege: Mensch-Technik-Interaktion für die Praxis“

KofIP Kompetenzzentrum für Innovationen in der Pflege

Die Pflegebranche und ihre Sektoren (Krankenhaus, ambulante Pflege, stationäre Langzeitpflege) stehen vorbesonderen Herausforderungen. Aufgrund der steigenden Zahl der Pflegebedürftigen (2,6 Mill. In 2015 gegenüber4,6 Mill. in 2055) sowie der abnehmenden Verweildauer in der Krankenhausversorgung werden die Pflegefällekomplexer und die Pflegearbeit verdichteter und belastender. Die Digitalisierungspotentiale werden bisher noch nichtausgenutzt. Ziel des beantragten Kompetenzzentrums ist die Etablierung eines Innovationsinkubators für neue bedarfsgerechte Pflege-, Assistenz- und Kommunikationstechnologien, in dem systematisch Bedarfe aus der

Pflegepraxis, innovative Ansätze aus der Pflegewissenschaft sowie neue Technologien kombiniert, erforscht und adaptiert sowie neue Produkte geprüft und weiterentwickelt und in praxisnahen Settings erprobt und evaluiert werden. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist die Ergänzung der pflegerischen Ausbildung um Kompetenzen in der Techniknutzung und -handhabung bzw. zukünftig in der Technik(mit)gestaltung. Der dritte Aspekt ist die Standardisierung von Komponenten und Schnittstellen, so dass herstellerübergreifende Prozesslösungen realisiert werden können sowie die Entwicklung von Roadmaps, die zukünftige technologische und pflegewissenschaftliche

Forschungs- und Entwicklungsbereiche identifizieren. Basierend auf den umfangreichen Vorarbeiten der Projektpartner soll eine deutschlandweit einmalige Laborinfrastruktur für die partizipative Entwicklung von innovativen Pflegetechnologien entstehen, die sowohl Technologien als auch Dienstleistungen sowie Bildungsangebote konzipiert und den Pflegepraxiszentren zur Verfügung stellt.

 

Das Projekt wird vom  OFFIS – Institut für Informatik, Bereich Gesundheit, Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein und Prof. Dr. Susanne Boll geleitet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von 2017 bis 2022 gefördert.  

 

Verbundprojekt "Nachhaltige Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen im ländlichen Raum (NEMo)" (Projektpartnrin)

Im Projekt NEMo verfolgt das Ziel, nachhaltige und innovative Mobilitätslösungen und darauf basierende Geschäftsmodelle für den ländlichen Raum zu entwickeln. Die dazu notwendige Transformation der Mobilität erfolgt durch einen integrierten soziologischen, wirtschaftlichen und technischen Ansatz. Im Rahmen des Vorhabens werden die spezifischen Bedürfnisse und auch die Akzeptanzgrenzen für neue Ansätze erfasst und in einem neuen, rechtskonformen Mobilitätskonzept berücksichtigt. Zur Umsetzung und Bereitstellung eines solchen integrativen und offenen Mobilitätsangebots stellt der soziale Wandel ein Schlüsselelement dar.

Das Projekt wird von Prof. Dr. Jorge Marx-Gómez (Informatik) geleitet.

Das Verbundprojekt wird von 2016-2019 von der VWStiftung sowie dem MWK Niedersachen gefördert.

Nähere Informationen

 

Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung

Beginn: 01.05.2015 - 30.04.2018
Förderung: MWK
Leitung: Prof. Dr. Anna Henkel / Prof. Dr. Gesa Lindemann

 

Dimensionen der Sorge

Beginn: 2014
Förderung: Evangelisches Studienwerk Villigst
Leitung: Prof. Dr. Anna Henke / Prof. Dr. Gesa Lindemann

 

Behandlungsentscheidungen bei Frühgeborenen — eine theoriegeleitete ethnographische Untersuchung

Beginn: 01.04.2012 - 31.12.2015
Förderung: DFG
Leitung: Prof. Dr. Gesa Lindemann