Verlängerung der Forschergruppe

Die DFG hat die Fortsetzung der Forschergruppe "Europäische Vergesellschaftsungsprozesse" für weitere 3 Jahre bewilligt.

Seit Mai 2012 gehen die beteiligten WissenschaftlerInnen in den sieben unterschiedlichen Teilprojekten der Frage nach, wie die Öffnung bislang weitgehend nationalstaatlich regulierter und begrenzter sozialer Felder und Räume mit einer zunehmenden grenzüberschreitenden Verflechtung und einer stärkeren transnationalen Integration sozialer Interaktionen, Einstellungen und Deutungen einhergeht und so zu einer grundlegenden Transformation der sozialen Beziehungen und der Lebenssituationen der Menschen führt.

Ende April 2015 (für einzelne Teilprojekte im Sommer 2015) endet die erste dreijährige Projektphase. Ab dem 01.10.2015 startet die Forschergruppe dann in die zweite Projektphase, die bis September 2018 gehen wird.

Eine übersichtliche Zusammenfassung der Ergebnisse der ersten Projektphase und einen Ausblick auf das Vorhaben der Forschergruppe in der zweiten Förderphase finden Sie in unserer Mid-term Broschüre.

Im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses am europäischen Integrationsprozess stand bislang das wirtschaftliche, rechtliche und politische Zusammenwachsen Europas. Die europäische Integration führt insbesondere seit den 1990er Jahren aber auch zu einer grundlegenden Transformation der sozialen Beziehungen und der Lebenssituation der Menschen. Während sich das Leben der Menschen in der Nachkriegszeit vorrangig im Rahmen von Nationalstaaten abspielte, geht die Öffnung nationalstaatlicher Räume mit einer zunehmenden grenzüberschreitenden Verflechtung und einer stärkeren transnationalen Integration sozialer Interaktionen, Einstellungen und Deutungen einher.

Die Öffnung bislang weitgehend nationalstaatlich regulierter und begrenzter sozialer Felder unter anderem durch die europäische Integration steht im Zentrum der Forschergruppe. Diese soll zur Konsolidierung einer soziologischen Europaforschung beitragen, indem sie ein Konzept feldspezifischer, konfliktträchtiger horizontaler Europäisierungsprozesse entwickelt und in ausgewählten Beispielen empirisch unterfüttert. Aus soziologischer Perspektive wird Europa somit als Feld von Feldern begriffen. Dieses Konzept zielt auf die feldspezifischen Dynamiken, die multiplen Raumbezüge und die sozialstrukturellen Auswirkungen grenzüberschreitender Vergesellschaftungsprozesse, in ausgewählten Bereichen ab. Am Beispiel akademischer, bürokratischer, professioneller,arbeitspolitischer und identitätsbezogener Felder soll ein besseres Verständnis ausgewählter Europäisierungsprozesse, der damit verbundenen Konflikte, ihrer sozialstrukturellen Voraussetzungen und ihrer Auswirkungen auf die Muster sozialer Ungleichheit erarbeitet werden.

Antragsteller/innen

Prof. Dr. Martin Heidenreich (Koordinator)

Prof. Dr. Jan Delhey, Otto-von-Guericke-University Magdeburg

Prof. Dr. Jürgen Gerhards, Freie Universität Berlin

Prof. Dr. Christian Lahusen, Universität Siegen

Prof. Dr. Steffen Mau, Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Richard Münch, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Prof. Dr. Susanne Pernicka, Johannes Kepler Universität Linz

Prof. Dr. Karin Schittenhelm, Universität Siegen

Dr. Sebastian Büttner, FAU Erlangen-Nürnberg

Dr. Vera Glassner, Johannes Kepler Universität Linz

Dr. David Glowsky, Freie Universität Berlin

Dr. Jenny Preunkert, Universität Leipzig

Projektfinanzierung

Die Forschergruppe wird von 2012 bis 2015 (2. Phase bis 2018) von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.

Projekt-Homepage

Für ausführliche Informationen zu der Forschergruppe besuchen Sie bitte deren Webseite.