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Reader zum wissenschaftlichen Arbeiten

Prüfungsberechtigte

Prüfungsberechtigte für die BA-Arbeiten (in Arbeit)

Prüfungshinweise für die auf der Basis der PVO-Lehr I von 1998 und der Studienordnung des Instituts Prüfungshinweise für die Pädagogik bei sonderpädagogischem Förderbedarf (Allgemeine Behindertenpädagogik) auf der Basis der PVO-Lehr I

Für die Prüfung soll ein Prüfungsschwerpunkt aus den Studieninhalten gemäß Anhang der PVO bzw. Studienordnung gewählt werden, z.B.:

  • Leitprinzipien (ethische Dimensionen) sonderpädagogischen Handelns
  • Gesellschaftliche und rechtliche Situation von Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf/ special needs
  • Historische und international vergleichende Aspekte einer (cross-) kategorialen Sonderpädagogik
  • Sonderpädagogische Institutionen, ihre rechtlichen Rahmenbedingungen und Organisationsformen
  • Kooperative und integrative Modelle der sonderpädagogischen Arbeit, Umgang mit heterogenen Lerngruppen
  • Außerschulische Felder sonderpädagogischen Handelns (Frühförderung, Wohnen, berufliche Bildung und Tätigsein, Familie, Altern)
  • Grundlagen der sonderpädagogischen Kind-Umfeldanalyse und daraus abgeleiteten Förderplanung in schulischen bzw. außerschulischen Handlungsfeldern

Dieser Schwerpunkt soll in Form einer Gliederung möglichst eigenständig vorbereitet und in Beziehung zum Grundlagenbereich sowie zu zwei gewählten Kompetenzbereichen (s.u.) gesetzt, verknüpft und kritisch reflektiert werden.

Arbeitshinweise

  1. Vermeiden Sie zu lange Gliederungen ebenso wie zu lange Einleitungen und kommen Sie schnell zum Prüfungsschwerpunkt.
  2. Versuchen Sie für sich selbst eine systematisch aufgebaute, klar strukturierte Gliederung aufzustellen.
  3. Planen Sie, wenn möglich, mehrere praxisnahe Beispiele zur Erläuterung Ihrer Ausführungen ein.
  4. Lernen Sie so, dass Sie Gliederungspunkte überspringen bzw. umstellen können.

    Prüfungsablauf

    In der Regel haben Sie die Möglichkeit, in das gewählte Thema einzuführen. Diese Einführung sollte klar strukturiert nicht zu umfangreich gestaltet werden. Nach kurzer Zeit werden von den Prüferinnen und Prüfern (Rück-) Fragen gestellt aus denen sich ein Prüfungsgespräch entwickelt in dem unterschiedliche Aspekte thematisiert werden. Neben einem notwendig darstellenden Teil in der Prüfung sollte eine begründete eigene Stellungnahme, eine kritische Würdigung sowie Hinweise auf Möglichkeiten und Grenzen (theoretisch, praktisch, methodisch) nicht fehlen. Dabei sollte an entsprechenden Stellen eine Einbindung bzw. Querverbindung zu den Themen aus dem Grundlagenbereich mit berücksichtigt werden.

    Bewertungskriterien

    Eine noch in den Grundzügen korrekte Darstellung des gewählten Themas entspricht einer "ausreichend" (4) und eine weitest gehend korrekte Darstellung des gewählten Themas und der angesprochenen Grundlagenbereiche entspricht einer "befriedigenden" (3) Leistung. Die kritische Problematisierung von Sachverhalten und die Anwendung auf neue Problembereiche sind zentrale Kriterien für eine "gute" (2) bzw. "sehr gute" (1) Leistung. Die Bewertungskriterien sind in einer Übersicht "Kriterien der Beurteilung von Prüfungsleistungen" weiter konkretisiert.

    Grundlagenbereich

    • Grundlagen zu Theorien und Leitprinzipien der Sonderpädagogik
    • Ethische Dimensionen sonderpädagogischen Handelns
    • Kenntnisse zu Formen von Entwicklungsbeeinträchtigungen und Special Education Needs
    • Gesellschaftlichen, rechtlichen und psychosozialen Situation von Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf/ Special Education Needs
    • Kenntnisse zu historischen und international vergleichenden Aspekten einer (cross-) kategorialen Sonderpädagogik
    • Kenntnissen über schulische und außerschulische Organisationsformen und Handlungsfelder der Sonderpädagogik und der ihnen zuzuordnenden Institutionen, Klientel, rechtlichen Rahmenbedingungen und Praxisanforderungen

    Kompetenzbereich Unterricht

    • Kenntnisse zum Gemeinsamen Unterricht und zur Beschulung in kooperativen Formen
    • Kenntnisse über sonderpädagogische Methoden Unterrichtsgestaltung unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Förderplanung Kompetenzbereich Diagnostik (Analyse) und Förderung
    • Kenntnisse zur Beobachtung und Analyse von Kommunikationsprozessen und Sozialverhalten
    • Kenntnisse in der Entwicklung einer Kind/Person-Umfeldanalyse für Individiual at risk in schulischen und außerschulischen Organisationsformen
    • Kenntnisse zur Analyse von Barrieren in sonderpädagogischen Prozessen
    • Kenntnisse zur Diagnostik, praxisorientierten Entwicklung/Planung und Evaluation von Fördermaßnahmen

    Kompetenzbereich Beratung und Kooperation

    • Kenntnisse zu kooperativen und integrativen Modellen der sonderpädagogischen Arbeit, Umgang mit heterogenen Lerngruppen (auch unter Berücksichtigung von Personen mit nicht deutscher Muttersprache)
    • Kenntnisse über außerschulische Felder sonderpädagogischen Handelns (Frühförderung, Wohnen, Übergang Schule/Beruf/Tätigkeit, Familie, Altern)
    • Kenntnisse über Gemeindeorientierte Hilfen, Formen, Maßnahmen, rechtliche Grundlagen

    Literaturempfehlungen (Grundlagen)


    Bach, H.(1999): Grundlagen der Sonderpädagogik. Bern; Stuttgart; Wien: Haupt.

    Bleidick, U. (Hrsg.), (1999): Einführung in die Behindertenpädagogik, Bd. 1 Stuttgart (u.a.): Kohlhammer.

    Cloerkes, G. (2001): Soziologie der Behinderten. Eine Einführung. Heidelberg: Schindele.

    Hans, M. / Ginnold, A. (Hrsg.) (2000): Integration von Menschen mit Behinderung - Entwicklungen in Europa. Neuwied: Luchterhand

    Hensle, U., Vernooij, M. (2002): Einführung in die Arbeit mit behinderten Menschen I. Wiebelsheim: Quelle und Meyer.

    Schulze, G. (2003): Unterrichtsmeidende Verhaltensmuster. Formen, Ursachen, Interventionen. Hamburg: Verlag Dr. Kovač.

    Speck, O. (2003): System Heilpädagogik: eine ökologisch reflexive Grundlegung, München (u.a.): Reinhardt.

    Stiller, K.-T. (2004): Kooperation von Schule und Familie. Bad Heilbrunn: Klinkhardt

    Otto, H.U.. / Thiersch, H (Hrsg.) (2001): Handbuch Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Neuwied : Luchterhand.

    Thimm, W. (1994): Leben in Nachbarschaften - Hilfen für Menschen mit Behinderungen. Freiburg, Basel, Wien: Verlag Herder Freiburg.

    Werning, R. u.a. (2002): Sonderpädagogik. Lernen, Verhalten, Sprache, Bewegung und Wahrnehmung. München: Oldenbourg.

    (Stand: August 2004)

    Für die Prüfung soll ein Prüfungsschwerpunkt aus den Studieninhalten gemäß Anhang der PVO bzw. Studienordnung gewählt werden, z.B.:

    • Leitprinzipien (ethische Dimensionen) sonderpädagogischen Handelns
    • Gesellschaftliche und rechtliche Situation von Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf/ special needs
    • Historische und international vergleichende Aspekte einer (cross-) kategorialen Sonderpädagogik
    • Sonderpädagogische Institutionen, ihre rechtlichen Rahmenbedingungen und Organisationsformen
    • Kooperative und integrative Modelle der sonderpädagogischen Arbeit, Umgang mit heterogenen Lerngruppen
    • Außerschulische Felder sonderpädagogischen Handelns (Frühförderung, Wohnen, berufliche Bildung und Tätigsein, Familie, Altern)
    • Grundlagen der sonderpädagogischen Kind-Umfeldanalyse und daraus abgeleiteten Förderplanung in schulischen bzw. außerschulischen Handlungsfeldern

    Dieser Schwerpunkt soll in Form einer Gliederung möglichst eigenständig vorbereitet und in Beziehung zum Grundlagenbereich sowie zu zwei gewählten Kompetenzbereichen (s.u.) gesetzt, verknüpft und kritisch reflektiert werden.

    Arbeitshinweise

    1. Vermeiden Sie zu lange Gliederungen ebenso wie zu lange Einleitungen und kommen Sie schnell zum Prüfungsschwerpunkt.
    2. Versuchen Sie für sich selbst eine systematisch aufgebaute, klar strukturierte Gliederung aufzustellen.
    3. Planen Sie, wenn möglich, mehrere praxisnahe Beispiele zur Erläuterung Ihrer Ausführungen ein.
    4. Lernen Sie so, dass Sie Gliederungspunkte überspringen bzw. umstellen können.

    Prüfungsablauf

    In der Regel haben Sie die Möglichkeit, in das gewählte Thema einzuführen. Diese Einführung sollte klar strukturiert nicht zu umfangreich gestaltet werden. Nach kurzer Zeit werden von den Prüferinnen und Prüfern (Rück-) Fragen gestellt aus denen sich ein Prüfungsgespräch entwickelt in dem unterschiedliche Aspekte thematisiert werden. Neben einem notwendig darstellenden Teil in der Prüfung sollte eine begründete eigene Stellungnahme, eine kritische Würdigung sowie Hinweise auf Möglichkeiten und Grenzen (theoretisch, praktisch, methodisch) nicht fehlen. Dabei sollte an entsprechenden Stellen eine Einbindung bzw. Querverbindung zu den Themen aus dem Grundlagenbereich mit berücksichtigt werden.

    Bewertungskriterien

    Eine noch in den Grundzügen korrekte Darstellung des gewählten Themas entspricht einer "ausreichend" (4) und eine weitest gehend korrekte Darstellung des gewählten Themas und der angesprochenen Grundlagenbereiche entspricht einer "befriedigenden" (3) Leistung. Die kritische Problematisierung von Sachverhalten und die Anwendung auf neue Problembereiche sind zentrale Kriterien für eine "gute" (2) bzw. "sehr gute" (1) Leistung. Die Bewertungskriterien sind in einer Übersicht "Kriterien der Beurteilung von Prüfungsleistungen" weiter konkretisiert.

    Grundlagenbereich

    • Grundlagen zu Theorien und Leitprinzipien der Sonderpädagogik
    • Ethische Dimensionen sonderpädagogischen Handelns
    • Kenntnisse zu Formen von Entwicklungsbeeinträchtigungen und Special Education Needs
    • Gesellschaftlichen, rechtlichen und psychosozialen Situation von Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf/ Special Education Needs
    • Kenntnisse zu historischen und international vergleichenden Aspekten einer (cross-) kategorialen Sonderpädagogik
    • Kenntnissen über schulische und außerschulische Organisationsformen und Handlungsfelder der Sonderpädagogik und der ihnen zuzuordnenden Institutionen, Klientel, rechtlichen Rahmenbedingungen und Praxisanforderungen

    Kompetenzbereich Unterricht

    • Kenntnisse zum Gemeinsamen Unterricht und zur Beschulung in kooperativen Formen
    • Kenntnisse über sonderpädagogische Methoden Unterrichtsgestaltung unter besonderer

    Berücksichtigung der individuellen Förderplanung

    Kompetenzbereich Diagnostik (Analyse) und Förderung

    • Kenntnisse zur Beobachtung und Analyse von Kommunikationsprozessen und Sozialverhalten
    • Kenntnisse in der Entwicklung einer Kind/Person-Umfeldanalyse für Individiual at risk in schulischen und außerschulischen Organisationsformen
    • Kenntnisse zur Analyse von Barrieren in sonderpädagogischen Prozessen
    • Kenntnisse zur Diagnostik, praxisorientierten Entwicklung/Planung und Evaluation von Fördermaßnahmen

    Kompetenzbereich Beratung und Kooperation

    • Kenntnisse zu kooperativen und integrativen Modellen der sonderpädagogischen Arbeit, Umgang mit heterogenen Lerngruppen (auch unter Berücksichtigung von Personen mit nicht deutscher Muttersprache)
    • Kenntnisse über außerschulische Felder sonderpädagogischen Handelns (Frühförderung, Wohnen, Übergang Schule/Beruf/Tätigkeit, Familie, Altern)
    • Kenntnisse über Gemeindeorientierte Hilfen, Formen, Maßnahmen, rechtliche Grundlagen

    Literaturempfehlungen (Grundlagen)

    Bach, H.(1999): Grundlagen der Sonderpädagogik. Bern; Stuttgart; Wien: Haupt.

    Bleidick, U. (Hrsg.), (1999): Einführung in die Behindertenpädagogik, Bd. 1 Stuttgart (u.a.): Kohlhammer.

    Cloerkes, G. (2001): Soziologie der Behinderten. Eine Einführung. Heidelberg: Schindele.

    Hans, M. / Ginnold, A. (Hrsg.) (2000): Integration von Menschen mit Behinderung - Entwicklungen in Europa. Neuwied: Luchterhand

    Hensle, U., Vernooij, M. (2002): Einführung in die Arbeit mit behinderten Menschen I. Wiebelsheim: Quelle und Meyer.

    Schulze, G. (2003): Unterrichtsmeidende Verhaltensmuster. Formen, Ursachen, Interventionen. Hamburg: Verlag Dr. Kovač.

    Speck, O. (2003): System Heilpädagogik: eine ökologisch reflexive Grundlegung, München (u.a.): Reinhardt.

    Stiller, K.-T. (2004): Kooperation von Schule und Familie. Bad Heilbrunn: Klinkhardt

    Otto, H.U.. / Thiersch, H (Hrsg.) (2001): Handbuch Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Neuwied : Luchterhand.

    Thimm, W. (1994): Leben in Nachbarschaften - Hilfen für Menschen mit Behinderungen. Freiburg, Basel, Wien: Verlag Herder Freiburg.

    Werning, R. u.a. (2002): Sonderpädagogik. Lernen, Verhalten, Sprache, Bewegung und Wahrnehmung. München: Oldenbourg.

    1. Hinweise zur mündlichen Prüfung in "Pädagogik bei Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung" (Geistigbehindertenpädagogik)

    Schwerpunkt

    Für die Prüfung soll ein Prüfungsschwerpunkt aus einem der Bereiche der Prüfungsinhalte gewählt werden, der mit der Erstprüferin/dem Erstprüfer abgesprochen werden soll. Dieser Schwerpunkt soll - orientiert an einer Gliederung - möglichst im Hinblick auf die drei anderen Kompetenzbereiche erweitert, vertieft und kritisch reflektiert werden. Dabei soll auch ein breites Grundlagenwissen berücksichtigt werden. Das Thema der Hausarbeit und das Thema der Arbeit unter Aufsicht sollen nicht Gegenstand der mündlichen Prüfung sein.

    Prüfungsablauf

    Vermeiden Sie zu lange Gliederungen ebenso wie zu lange Einleitungen und kommen Sie schnell zum Hauptthema. Lernen Sie so, dass Sie Gliederungspunkte überspringen können. Verwenden Sie praxisnahe (Schul-)Beispiele zur Erläuterung.

    Sie haben die Möglichkeit, in das gewählte Thema einzuführen. Diese Einführung sollte präzise, aber nicht zu umfangreich ausfallen. Nach kurzer Zeit werden von den Prüferinnen und Prüfern Fragen gestellt und es entwickelt sich ein Prüfungsgespräch, in dem kritische Aspekte thematisiert werden. Neben einem darstellenden Teil sollen eine begründete, eigene Stellungnahme, eine kritische Würdigung sowie Hinweise auf Möglichkeiten und Grenzen (theoretisch, praktisch, methodisch) nicht fehlen.

    Bewertungskriterien

    Eine weitest gehend korrekte Darstellung des gewählten Themas und der Bereiche entspricht einer "befriedigenden" (3) Leistung. Die Problematisierung von Sachverhalten und die Anwendung auf neue Problembereiche sind zentrale Kriterien für eine "gute" (2) bzw. "sehr gute" (1) Leistung.

    Prüfungsinhalte nach Anhang der PVO-Lehr I

    Grundlagenbereich

    • Ätiologische Bedingungen von Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung
    • Theorie und Geschichte der Erziehung und Bildung sowie gesellschaftliche, rechtliche und psychosoziale Situation von Menschen mit Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung
    • Beschreibung und ätiologische Bedingungen von Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung einschließlich der Mehrfach- und Schwerbeeinträchtigung
    • Ethische Grundfragen der Pädagogik bei Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung
    • Medizinische Aspekte bei Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung, insbesondere Pädiatrie, Neurophysiologie und Neuropsychologie
    • Gesellschaftliche, rechtliche und psychosoziale Situation von Menschen mit Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung

    Literatur (1)

    Antor, Georg; Bleidick, Ulrich: Recht auf Leben - Recht auf Bildung. Aktuelle Fragen der Behindertenpädagogik. Heidelberg: Edition Schindele, Winter, 1995

    Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. (Hrsg.): Familien mit behinderten Angehörigen. Lebenswelten - Bedarfe - Anforderungen. Marburg: Lebenshilfe-Verlag, 2002

    Dederich, Markus: Behinderung - Medizin - Ethik. Behindertenpädagogische Reflexionen zu Grenzsituationen am Anfang und Ende des Lebens. Bad Heilbrunn/Obb.: Klinkhardt, 2000

    Fornefeld, Barbara: Einführung in die Geistigbehindertenpädagogik. München; Basel: Reinhardt, 2002

    Heinen, Norbert; Lamers, Wolfgang (Hrsg.): Geistigbehindertenpädagogik als Begegnung. Düsseldorf: Selbstbestimmtes Leben, 2000

    Klauß, Theo: Ein besonderes Leben. Was Eltern und Pädagogen von Menschen mit geistiger Behinderung wissen sollten. Heidelberg: Programm "Ed. Schindele" im Univ.-Verlag Winter, 1999

    Kleinbach, Karlheinz: Zur ethischen Begründung einer Praxis der Geistigbehindertenpädagogik. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1994

    Mühl, Heinz: Einführung in die Geistigbehindertenpädagogik. 4., überarbeitete Auflage. Stuttgart; Berlin; Köln; Mainz: Kohlhammer, 2000

    Mühl, Heinz: Sonderpädagogische Maßnahmen. In: G. Neuhäuser, H.-Chr. Steinhausen (Hrsg.): Geistige Behinderung. Grundlagen, Klinische Syndrome, Behandlung und Rehabilitation. 3., überarb. und erw. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer, 2003, 248-261

    Neuhäuser, Gerhard; Steinhausen, Hans-Christoph (Hrsg.): Geistige Behinderung. Grundlagen, klinische Syndrome, Behandlung und Rehabilitation. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart; Berlin; Köln: Kohlhammer, 2003

    Speck, Otto: Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Erziehung. 7., aktualisierte und ergänzte Auflage. München; Basel: Reinhardt, 1999

    Theunissen, Georg; Plaute, Wolfgang: Empowerment und Heilpädagogik. Ein Lehrbuch. Freiburg/B: Lambertus, 1995

    Kompetenzbereich Unterricht

    • Didaktische Konzepte bei Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung
    • Methoden des Unterrichts und schulische Organisationsformen bei Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung
    • Schulische Organisationsformen
    • Methoden des differenzierenden und gemeinsamen Unterrichts,
    • Sonderpädagogischer Erstunterricht (Lesen /Schreiben)
    • Lehrplanung
    • Didaktische Konzepte und Methoden der Abschlussstufe

    Literatur (2)

    Die Arbeit in der Schule für Geistigbehinderte. Erlaß des Niedersächsischen Kultusministers vom 18.4.1989. Schulverwaltungsblatt für Niedersachsen 1989, Nr. 5, 103-106 (und Ergänzungserlass zur Abschlussstufe)

    Fischer, Erhard; Mertes, Josef Peter (Hrsg.): Unterrichtsplanung in der Schule für Geistigbehinderte. Dortmund: modernes lernen, 1990

    Mühl, Heinz: Lernen unter einem Dach. Integration durch schulische Kooperation. Marburg: Lebenshilfe-Verlag, 1997

    Mühl, Heinz: Einführung in die Schulpädagogik bei geistiger Behinderung. Mit einem Beitrag von Arend Lüschen. Oldenburg: Zentrum für pädagogische Berufspraxis der Universität Oldenburg, 1997

    Mühl, Heinz: Lehrpläne und Lehrplanung für die Schule für Geistigbehinderte. Kurseinheit der Fernuniversität Gesamthochschule Hagen. Hagen 1998 (104 Seiten)

    Mühl, Heinz: Gemeinsamer Unterricht bei Kindern mit geistiger Behinderung in der Grundschule. Doppelkurseinheit der Fernuniversität-Gesamthochschule Hagen. Hagen, 1999

    Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenrichtlinien für den Unterricht in der Schule für Geistigbehinderte. Hannover, 1985

    Niedersächsisches Kultusministerium: Die Arbeit in der Schule für Geistigbehinderte. Erlaß des Niedersächsischen Kultusministers vom 18.4.1989. Schulverwaltungsblatt für Niedersachsen 1989, Nr. 5, 103-106 (und Ergänzungserlaß zur Abschlussstufe)

    Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenrichtlinien für den Unterricht in der Schule für Geistigbehinderte. Abschlußstufe. Hannover: Schroedel, 1994

    Niedersächsisches Kultusministerium: Lernen unter einem Dach. Rahmenplanung für die Fortführung der Integration von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf: Hannover, 1998

    Pitsch, Hans-Jürgen: Zur Didaktik und Methodik des Unterrichts mit Geistigbehinderten. 2., überarb. Auflage. Oberhausen: Athena, 1999

    Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung in den Schulen. Bonn, Mai 1994

    Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Empfehlungen zum Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Bonn, 1998

    Straßmeier, Walter: Didaktik für den Unterricht mit geistigbehinderten Schülern. München; Basel: Reinhardt, 1997

    Kompetenzbereich Diagnostik und Förderung

    • Förderung bei schweren Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung und bei mehrfachen Funktionsbeeinträchtigungen
    • Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs bei Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung einschließlich Erstellung eines Beratungsgutachtens,
    • Förderung bei Beeinträchtigungen des Verhaltens,
    • Förderung der Kommunikation, insbesondere der vorsprachlichen Kommunikation, des Erwerbs der Lautsprache und unterstützender Kommunikationssysteme,
    • Förderung bei autistischem Verhalten

    Literatur (3)

    Arbeitskreis Kooperative Pädagogik e.V. (Hrsg.): Kooperative Pädagogik schwerstbehinderter Menschen. Frankfurt a.M. u.a.: Lang, 1993

    Breitinger, Manfred: Alltag und schwere geistige Behinderung. Würzburg: edition bentheim, 1998

    Bundesvereinigung Lebenshilfe (Hrsg.): »Der Friederich, der Friederich ... «? Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung. Marburg: Lebenshilfe-Verlag, 1999

    Frith, Uta: Autismus. Ein kognitionspsychologisches Puzzle. Aus dem Engl. übersetzt von Gabriele Herbst. Heidelberg; Berlin; New York: Spektrum, Akademischer Verlag, 1992

    Fröhlich, Andreas (Hrsg.): Pädagogik bei schwerster Behinderung. Berlin: Edition Marhold im Wissenschaftsverlag Spiess, 1991

    Heijkoop, Jacques: Herausforderndes Verhalten von Menschen mit geistiger Behinderung. Weinheim; Basel: Beltz, 1998

    Mühl, Heinz: Einzelfallstudien zum pädagogischen Umgang mit Verhaltensstörungen bei Menschen mit geistiger Behinderung. Oldenburg: diz der C.v.Ossietzky Universität Oldenburg, 2002

    Mühl, Heinz: Kommunikationsförderung. In: G. Neuhäuser, H.-Chr. Steinhausen (Hrsg.): Geistige Behinderung. Grundlagen, Klinische Syndrome, Behandlung und Rehabilitation. 3., überarb und erw. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer, 2003, 262-270

    Rollett, Brigitte A.; Kastner-Koller; Ursula: Praxisbuch Autismus. Ein Leitfaden für Eltern, Erzieher, Lehrer und Therapeuten. 2., überarb. und erweiterte Auflage. München; Jena: Urban & Fischer, 2001

    Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der BRD: Empfehlungen zu Erziehung und Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit autistischem Verhalten (Beschluss der KMK vom 16.6.2000). autismus (2000) Nr.50, 5-15

    Tetzchner, Stephen von; Martinsen, Harald: Einführung in Unterstützte Kommunikation. Heidelberg: Edition S, 2000

    Theunissen, Georg: Pädagogik bei geistiger Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten. Ein Kompendium für die Praxis. 2., überarb. und erw. Auflage. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1997

    Vries de, Carin: READER Diagnostik 2000/2001 (Handapparat, geb. schwarz)

    Wilken, Etta (Hrsg.): Unterstützte Kommunikation. Eine Einführung in Theorie und Praxis. Stuttgart; Berlin; Köln: Kohlhammer, 2000

    Kompetenzbereich Kooperation und Beratung

    • Grundlagen und Konzepte der Beratung von Lehrkräften, anderen Fachkräften und von Familien bzw. Erziehungsberechtigten sowie der Kooperation mit diesen Gruppen
    • kooperative Kompetenzen zur Planung, Durchführung und Analyse gemeinsamen Unterrichts
    • Methoden der pädagogischen Förderung im Früh- und Elementarbereich
    • Institutionen und ihre Organisationsformen zur Erziehung, Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung,

    Literatur (4)

    Bundesvereinigung Lebenshilfe: Gemeinsam leben und lernen im Kindergarten. Marburg, 1990

    Bundesvereinigung Lebenshilfe: Institutionelle Tagesangebote für behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder unter drei Jahre. Marburg, 1997

    Bundesvereinigung Lebenshilfe: Frühförderung aus Sicht der Lebenshilfe. Marburg, 19982

    Kaplan, Karlheinz; Rückert, Erdmute; Garde, Dörte u.a.: Gemeinsame Förderung behinderter und nichtbehinderter Kinder. Handbuch für den Kindergarten. Weinheim; Basel: Beltz, 1993

    Mühl, Heinz: Geistige Behinderung. In: Bundesanstalt für Arbeit (Hrsg.): Teilhabe durch berufliche Rehabilitation. Handbuch für Beratung, Förderung, Aus- und Weiterbildung. Ausgabe 2002. Nürnberg: BW Bildung und Wissen Verlag und Software GmbH, 2002, 69-83

    Sohns, Armin: Frühförderung entwicklungsauffälliger Kinder in Deutschland. Weinheim und Basel. Beltz Verlag. 2000

    Thimm, Walter; Wachtel, Grit: Familien mit behinderten Kindern. Wege der Unterstützung und Impulse zur Weiterentwicklung regionaler Hilfesysteme. Weinheim; München: Juventa, 2002

    Weiß, Hans: Familie und Frühförderung. München; Basel: Reinhardt, 1989

    Wilken, Etta (Hrsg.): Frühförderung von Kindern mit Behinderung. Eine Einführung von Theorie und Praxis. Stuttgart; Berlin; Köln: Kohlhammer, 2000

    Die Literaturempfehlungen beziehen sich teilweise auch auf Schwerpunktthemen und sind daher nicht für alle Prüflinge vollinhaltlich verbindlich.

    2. Prüfungshinweise für die Psychologie bei sonderpädagogischen Förderbedarf

    (auf der Basis der PVO-Lehr I von 1998, §10 und der Studienordnung des Instituts)

    Für die Prüfung soll ein Prüfungsschwerpunkt gewählt werden, z. B.:

    • Soziale Kompetenzen / Aggressives Verhalten,
    • Aufmerksamkeit, Konzentration / Aufmerksamkeitsstörung,
    • Soziale Kompetenzen / (soziale) Ängste, (soziale) Unsicherheit,
    • Teamentwicklung, Supervision / Burn-out,
    • Denk- und Problemlösestrukturen,
    • Stressbewältigung,
    • Kommunikations- und Beratungsansätze
    • Oder...

    Dieser Schwerpunkt soll - orientiert an einer Gliederung - in Bezug auf die drei weiter unten aufgeführten Kompetenzbereichen erläutert und kritisch reflektiert werden.

    Außerdem sollte der Schwerpunktbereich mit den Themen aus dem Grundlagenbereich verknüpft werden.

    Prüfungsablauf

    Vermeiden Sie zu lange Gliederungen ebenso wie zu lange Einleitungen und kommen Sie schnell zum Hauptthema. Lernen Sie so, dass Sie Gliederungspunkte überspringen können. Verwenden Sie möglichst mehrere praxisnahe (Schul-) Beispiele zur Erläuterung.

    In der Regel haben Sie die Möglichkeit, in das gewählte Thema einzuführen. Diese Einführung sollte präzise, aber nicht zu umfangreich ausfallen. Nach kurzer Zeit werden von den Prüferinnen und Prüfern Fragen gestellt und wünschenswerter Weise entwickelt sich ein Prüfungsgespräch, in dem kritische Aspekte thematisiert werden. Neben einem notwendigen darstellenden Teil in der Prüfung sollten eine begründete, eigene Stellungnahme, eine kritische Würdigung sowie Hinweise auf Möglichkeiten und Grenzen (theoretisch, praktisch, methodisch) nicht fehlen.

    An entsprechenden Stellen ist eine Einbindung bzw. sind Querverbindungen zu den Themen aus dem Grundlagenbereich zu berücksichtigen.

    Bewertungskriterien

    Eine weitest gehende korrekte Darstellung des gewählten Themas und der angesprochenen Grundlagenbereiche entspricht einer "befriedigenden" (3) Leistung. Die kritische Problematisierung von Sachverhalten und die Anwendung auf neue Problembereiche sind zentrale Kriterien für eine "gute" (2) bzw. "sehr gute" (1) Leistung.

    Grundlagenbereich

    • Kenntnisse grundlegender Theorien der Psychologie des Lernens und der Motivation, der Kognitionspsychologie, der Sozialpsychologie und der Sprach- und Kommunikationspsychologie,
    • Kenntnisse von Persönlichkeitskonzepten in ihrer Bedeutung für den Unterricht,
    • Kenntnisse der klinischen Entwicklungspsychologie,
    • Kenntnisse der neuropsychologischen Grundlagen normalen und abweichenden Verhaltens:


    Kompetenzbereich Unterricht

    • Kenntnisse der psychologischen und sozialen Voraussetzungen unterrichtlichen Handelns;
    • Kompetenzbereich Diagnostik und Förderung
    • Kenntnisse der Methoden der Schüler‑ und Unterrichtsbeobachtung und der Beurteilungsgrundlagen von Schülerleistungen im Entwicklungsprozess,
    • Kenntnisse in der Beobachtung und Analyse von Sozialverhalten und Kommunikationsabläufen, der Lernvoraussetzungen und Lernentwicklungen sowie Kompetenzen in der Anwendung,
    • Kenntnisse der Methoden der Diagnose, Planung und Evaluation bei Fördermaßnahmen sowie Kompetenzen in der Umsetzung von Fördermaßnahmen und in der Fähigkeit zur Gutachtenerstellung,
    • Kenntnisse in der psychomotorischen Förderung und Kompetenzen in der praktischen Anwendung;

    Kompetenzbereich Beratung und Kooperation

    • Kenntnisse und Fertigkeiten zur Erfassung und Gestaltung von Lehrer‑Schüler‑Interaktionen unter dem Aspekt der Lernförderung,
    • Kenntnisse von Supervisionskonzepten,
    • Kenntnisse von psychologischen Konzepten zur Prophylaxe von Lern‑ und Verhaltensschwierigkeiten.

    Literaturempfehlungen

    Zum Grundlagenbereich

    Pädagogische Psychologie: Grundlegende Theorien der Psychologie des Lernens und der Motivation, der Kognitionspsychologie; Kenntnisse von Persönlichkeitskonzepten

    Fittkau, B. (1983) (Hrsg.). Pädagogisch-psychologische Hilfen für Erziehung, Unterricht und Beratung. Braunschweig: Agentur Westermann. Band 1 und 2.

    Kriz, J. (2001). Grundkonzepte der Psychotherapie. Weinheim: Beltz.

    Weidemann, B., Krapp, A., Hofer, M., Huber, G.L. & Mandl, H. (Hrsg.) (2001). Pädagogische
    Psychologie. Weinheim: Psychologie Verlags Union, Beltz.

    · Grundlegende Theorien der Sozialpsychologie

    Frey, D. & Greif, S. (1997). (Hrsg.). Sozialpsychologie. Weinheim: Beltz.

    Herkner, W. (2001). Lehrbuch Sozialpsychologie. Bern: Huber.

    Lück, H.E. (1993). Psychologie sozialer Prozesse. Opladen: Leske & Budrich.

    · Kenntnisse der Entwicklungspsychologie

    Donaldson, M. (1982). Wie Kinder Denken. Bern: Huber.

    Oerter, R. & Montada, L. (Hrsg.) (12002). Entwicklungspsychologie. Weinheim: Beltz.
    (insbesondere Kapitel 11 - 15, 17 - 18)

    3. Prüfungshinweise für die Pädagogik bei Beeinträchtigungen im Verhalten

    (auf der Basis der PVO-Lehr I von 1998, §10 und der Studienordnung des Instituts)

    Für die Prüfung soll ein Prüfungsschwerpunkt aus den Studieninhalten gemäß Anhang der PVO bzw. Studienordnung (Seite 20) gewählt werden, z. B.:

    • Schul- und Unterrichtskonzepte für Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensstörungen
    • Kenntnisse der Erscheinungsformen von Verhaltensstörungen und Theorien ihrer Entstehung
    • Spezielle Fragen der Didaktik bei Verhaltensstörungen
    • Schulleistungen von Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensstörungen
    • Grundlagen der Diagnostik und Förderung bei (speziellen) Verhaltensstörungen
    • Kooperative Modelle der pädagogischen Arbeit
    • Erstellung von sonderpädagogischen Fördergutachten
    • Kooperation in der Erziehungshilfe

    Dieser Schwerpunkt soll - orientiert an einer Gliederung - möglichst eigenständig vorbereitet werden und in Beziehung zu den drei weiter unten aufgeführten Kompetenzbereichen (s.u.) gesetzt und kritisch reflektiert werden.

    Außerdem sollte der Schwerpunktbereich mit den Themen aus dem Grundlagenbereich verknüpft werden. Vermeiden Sie zu lange Gliederungen ebenso wie zu lange Einleitungen und kommen Sie schnell zum Prüfungsschwerpunkt. Lernen Sie so, dass Sie Gliederungspunkte überspringen können. Planen Sie möglichst mehrere praxisnahe (Schul-) Beispiele zur Erläuterung ein.

    Prüfungsablauf

    In der Regel haben Sie die Möglichkeit, in das gewählte Thema einzuführen. Diese Einführung sollte präzise, aber nicht zu umfangreich ausfallen. Nach kurzer Zeit werden von den Prüferinnen und Prüfern Fragen gestellt und wünschenswerter Weise entwickelt sich ein Prüfungsgespräch, in dem unterschiedliche Aspekte thematisiert werden. Neben einem notwendigen darstellenden Teil in der Prüfung sollten eine begründete, eigene Stellungnahme, eine kritische Würdigung sowie Hinweise auf Möglichkeiten und Grenzen (theoretisch, praktisch, methodisch) nicht fehlen.

    An entsprechenden Stellen ist eine Einbindung bzw. sind Querverbindungen zu den Themen aus dem Grundlagenbereich zu berücksichtigen.

    Bewertungskriterien

    Eine noch in den Grundzügen korrekte Darstellung des gewählten Themas entspricht einer "ausreichenden" (4) und eine weitest gehende korrekte Darstellung des gewählten Themas und der angesprochenen Grundlagenbereiche entspricht einer "befriedigenden" (3) Leistung. Die kritische Problematisierung von Sachverhalten und die Anwendung auf neue Problembereiche sind zentrale Kriterien für eine "gute" (2) bzw. "sehr gute" (1) Leistung. (Die Bewertungskriterien sind in einer Übersicht "Kriterien der Beurteilung von Prüfungsleistungen" weiter konkretisiert.)

    Grundlagenbereich

    • Kenntnisse der Theorie und Geschichte der Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen des Verhaltens.
    • Kenntnisse der Erscheinungsformen von Verhaltesstörungen und Theorien ihrer Entstehung.
    • Kenntnisse der psychosozialen Situation von Kindern und Jugendlichen mit Erziehungshilfebedarf.
    • Kenntnisse der Methoden der pädagogischen Förderung im Früh- und Elementarbereich.


    Kompetenzbereich Unterricht

    • Kenntnisse didaktischer Konzepte und Methoden des Unterrichts für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen des Verhaltens einschließlich seiner Planung und Analyse,
    • Kenntnisse spezieller therapienaher Unterrichtskonzepte,
    • Kenntnisse über besondere Methoden des individualisierenden und differenzierenden. Unterrichts,
    • Kenntnisse von Modellen der Krisenintervention,
    • Kenntnisse unterrichtlicher Konzepte für jugendliche Straffällige,
    • Kenntnisse der Organisationsformen schulischer Förderung bei sonderpädagogischem Förderbedarf;

    Kompetenzbereich Diagnostik und Förderung

    • Kenntnisse in Diagnostik und Begutachtung von Kindern und Jugendlichen mit Erziehungshilfebedarf,
    • Kenntnisse der Konzepte zum sozialen Verhaltenstraining,
    • Kenntnisse der Konzepte der Psychomotorik,
    • Kenntnisse der Maßnahmen zur Sprach- und Sprechförderung;
    • Kompetenzbereich Beratung und Kooperation
    • Kenntnisse der Institutionen und Organisationsformen schulischer Erziehungshilfe,
    • Kenntnisse der Strukturen und Leistungen der Erziehungshilfe,
    • Kenntnisse von Interaktions- und Kommunikationsprozessen,
    • Kenntnisse von Konzepten der pädagogischen Einzelfallhilfe und Supervision,
    • Kenntnisse in der Hinführung zur Berufsfindung,
    • Kenntnisse der Grundlagen und Konzepte der Beratung von Lehrkräften, anderen Fachkräften und von Familien beziehungsweise Erziehungsberechtigten sowie der Kooperation mit diesen Gruppen.

    Literaturempfehlungen zum Grundlagenbereich der Pädagogik bei Beeinträchtigungen im Verhalten:

    Bundschuh, K. (2003). Emotionalität, Lernen und Verhalten. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

    Goetze, H. / Neukäter, H. (Hrsg.) (1993). Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Handbuch der Sonderpädagogik, Bd.6. Berlin: Edition Marhold im Wissenschafts-Verlag Spiess.

    Hillenbrand, C. (2003). Didaktik bei Unterrichts- und Verhaltensstörungen. München: Reinhardt.

    Mutzeck, W. (2002). Kooperative Beratung. Weinheim.

    Mutzeck, W. (2000).Verhaltensgestörtenpädagogik und Erziehungshilfe. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

    Myschker, N. (2002). Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Stuttgart: Kohlhammer.

    Wittrock, M. / Vernooij, M.A. (Hrsg.) (2004). Verhaltensgestört. Paderborn: Utb.

    4. Prüfungshinweise für die Pädagogik bei körperlichen Beeinträchtigungen

    (auf der Basis der PVO-Lehr I von 1998, §10 und der Studienordnung des Instituts)

    Für die Prüfung soll ein Prüfungsschwerpunkt aus den Studieninhalten der PVO bzw. Studienordnung gewählt werden, z. B.:

    • Kenntnisse der Theorie und Geschichte der Erziehung, Bildung und Lebensführung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit körperlichen Beeinträchtigungen
    • Schul- und Unterrichtsmodelle sowie Ausbildungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler mit körperlichen Beeinträchtigungen
    • Erscheinungsformen körperlicher Beeinträchtigungen im ökosystemischen Kontext
    • Didaktik und Methodik in der Unterrichtung von Schülerinnen und Schülern mit Körperschädigungen
    • Diagnostik und Förderung bei für Menschen mit körperlichen Schädigungen
    • Intelligenz, Lern- und Leistungsverhalten bei körperlicher Beeinträchtigung
    • Teamarbeit und Kooperation mit dem Ziel der Inklusion

    Dieser Schwerpunkt soll - orientiert an einer Gliederung - möglichst eigenständig vorbereitet werden und in Beziehung zu dem unten aufgeführten Grundlagenbereich und den drei Kompetenzbereichen (s.u.) gesetzt und kritisch reflektiert werden.

    In der Prüfungsvorbereitung vermeiden Sie bitte zu lange Gliederungen und für den Prüfungsverlauf zu lange Einleitungen. Konzentrieren Sie sich auf den Prüfungsschwerpunkt. Eignen Sie sich den Prüfungsstoff in der Weise an, dass Sie in der Lage sind, flexibel damit umzugehen. Stellen Sie so oft wie möglich Theorie-Praxis-Bezüge her.

    Prüfungsablauf

    Für die Examensprüfung (PVO-Lehr I 1998) steht ein Zeitkontingent von 40 Minuten zur Verfügung.

    In der Regel erhalten Sie die Möglichkeit, zu dem gewählten Thema einführende Gedanken zu formulieren. Diese Einführung sollte präzise, aber nicht zu umfangreich ausfallen. Nach kurzer Zeit werden von den Prüferinnen und Prüfern Fragen gestellt und wünschenswerter Weise entwickelt sich ein Prüfungsgespräch, in dem unterschiedliche Aspekte thematisiert werden. Neben einem notwendigen darstellenden Teil in der Prüfung sollten eigene, begründete Stellungnahmen, kritische Würdigungen sowie Hinweise auf Möglichkeiten und Grenzen (theoretisch, praktisch, methodisch) präsentiert werden.

    An entsprechenden Stellen sind Einbindungen und Querverbindungen zu den Themen aus dem Grundlagenbereich zu berücksichtigen. Kenntnisse der themenspezifischen, wissenschaftlichen Literatur (Quellen, Fachwissen und Diskussionen) werden seitens der Prüfer/innen von den Kandidat/inn/en erwartet. Die Wissensbestände sollten hinsichtlich der angestrebten Berufstätigkeit als Sonderschullehrer/in reflektiert werden können.

    Benotung der Prüfungsleistung

    Eine mit "sehr gut" (1) bewertete Leistung hebt sich qualitativ deutlich positiv als hervorragende Lei-stung von anderen ab. Ausgezeichnetes Fach- und Literaturwissen sowie Reflexionsfähigkeit sind in diesem Fall im Prüfungsverlauf klar zu erkennen.

    Eine mit "gut" (2) bewertete Leistung liegt erheblich über dem durchschnittlichen Leistungsniveau. Gutes Fach- und Literaturwissen sowie Reflexionsfähigkeit sind in diesem Fall im Prüfungsverlauf deutlich zu erkennen.

    Eine mit "befriedigend" (3) bewertete Leistung entspricht dem durchschnittlichen Leistungsniveau. Fach- und Literaturwissen werden richtig reproduziert und Ansätze zu eigener Urteilsfähigkeit müssen erkennbar sein.

    Mit "ausreichend" (4) bewertete Leistungen weisen im Fach- und Literaturwissen kleinere Lücken auf, die eigene Urteils- und Reflexionsfähigkeit wird den Anforderungen nur in Ansätzen gerecht.

    Eine mit "mangelhaft" (5) bewertete Prüfungsleistung genügt den durchschnittlichen Anforderungen wegen erheblicher Wissenslücken und Mängel in der Urteilsfähigkeit nicht mehr.

    Eine mit "ungenügend" (6) beurteilte Prüfungsleistung reicht bei weitem nicht an das durchschnittliche Leistungsniveau heran. Wissensbestände werden falsch oder nur ungenau reproduziert. Eigene Urteils- und Reflektionsfähigkeiten sind nicht erkennbar.

    Grundlagenbereich

    • Kenntnisse der Theorie und Geschichte der Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen mit körperlichen Beeinträchtigungen
    • Kenntnisse über die Ätiologie körperlicher Erscheinungen.
    • Medizinische Grundkenntnisse der Neurologie, Orthopädie und Physiologie
    • Kenntnisse der psychopathologischen und physiopathologischen Phänomene bei körperlichen Beeinträchtigungen
    • Kenntnisse der Entwicklungs-, Lern- und Sozialisationsbedingungen bei Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen unterschiedlicher Ausprägungen einschließlich Mehrfach- und Schwerstbehinderung
    • Philosophische, soziologische, politische und verhaltensbiologische Kenntnisse unter besonderer Berücksichtigung sichtbar beeinträchtigter Menschen mit körperlichen Schäden

    Kompetenzbereich Unterricht

    • Kenntnisse didaktischer Konzepte und Methoden des Unterrichts für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen einschließlich seiner Planung und Analyse,,
    • Kenntnisse über besondere Methoden des individualisierenden und differenzierenden. Unterrichts,
    • Kenntnisse über therapeutische und technische Hilfen im Unterricht für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen,
    • Kenntnisse im Anfangs- und Sportunterricht sowie im lebenspraktischen Unterricht für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen
    • Kenntnisse der Unterrichtsrealisation unter besonderer Berücksichtigung schwerster Beeinträchtigung und progredienter Krankheitsverläufe sowie Handlungskompetenzen für die Umsetzung
    • Kenntnisse unterrichtlicher Maßnahmen zur Vorbereitung der beruflichen Eingliederung sowie Handlungskompetenzen bei der Durchführung
    • Kenntnisse der Organisationsformen schulischer Förderung bei sonderpädagogischem Förderbedarf

    Kompetenzbereich Diagnostik und Förderung

    • Kenntnisse der Gutachtenerstellung und Förderdiagnostik für Kinder und Jugendlichen mit körperlichen Beeinträchtigungen sowie Kompetenzen in der Umsetzung
    • Kenntnisse über psychosoziale, intra- und interpsychische Auswirkungen sowie über Entstehung und Stützung von Bewältigungsstrategien körperlicher Beeinträchtigungen
    • Kenntnisse der Theorien, Ansätze und Methoden bewegungstherapeutischer und motopädagogischer Vorgehensweisen sowie Kompetenzen in der Anwendung
    • Qualifikationen zur Förderung kommunikativer Fähigkeiten bei körperlichen Beeinträchtigungen
    • Kenntnisse über Möglichkeiten der Lebensgestaltung und Lebensführung für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen
    • Kenntnisse über Fördermöglichkeiten bei Mehrfach- und Schwerstbehinderungen

    Kompetenzbereich Beratung und Kooperation

    • Kenntnisse der Institutionen und ihrer Organisationsformen für Erziehung, Unterricht, Therapie und berufliche Bildung für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen,
    • Kenntnisse der kooperativen Kompetenzen zur Planung, Durchführung und Analyse gemeinsamen Unterrichts
    • Kenntnisse der Grundlagen und Konzepte der Beratung von Lehrkräften, anderen Fachkräften und von Familien beziehungsweise Erziehungsberechtigten sowie der Kooperation mit diesen Gruppen.

    Literaturempfehlungen zum Grundlagenbereich der Pädagogik bei körperlichen Beeinträchtigungen

    BERGEEST, H. (2002): Körperbehindertenpädagogik. 2. Auflage, Bad Heilbrunn.

    BERGEEST, H,./HANSEN, G. (Hrsg.) (1999): Theorien der Körperbehindertenpädagogik. Bad Heilbrunn.

    BOENISCH, J./Daut, V. (Hrsg.) (2002): Didaktik des Unterrichts mit körperbehinderten Kindern. Stuttgart.

    FRÖHLICH, A. (Hrsg.) (1991): Pädagogik bei schwerster Behinderung. Berlin.

    HAUPT, U./JANSEN, G.W. (Hrsg.) (1983): Pädagogik der Körperbehinderten. Berlin

    KALLENBACH, K. (Hrsg.) (2000): Körperbehinderungen. Schädigungsaspekte, psychosoziale Auswirkungen und pädagogisch-rehabilitative Maßnahmen. Bad Heilbrunn.

    LEYENDECKER, C./HORSTMANN, T. (Hrsg.) (2002): Große Pläne für kleine Leute : Grundlagen, Konzepte und Praxis der Frühförderung. 2. Auflage, München.

    MASUHR, K.F./NEUMANN, M. (1998): Neurologie. 4. Auflage, Stuttgart.

    NIETHARD, F.U./PFEIL, J. (1997): Orthopädie. 3. Auflage, Stuttgart.

    NIESSEN, K.H. (Hrsg.) (196): Pädiatrie. 4. Auflage, London u.a.

    MYSCHKER, N./ORTMANN, M. (Hrsg.) (1999): Integrative Schulpädagogik. Grundlagen, Theorie und Praxis. Stuttgart.

    ORTMANN, M. (1995): Progredient erkrankte Schüler als schulpädagogische Herausforderung für die Körperbehindertenpädagogik. In: Zeitschrift für Heilpädagogik 4/1995, 160-167.

    ORTMANN, M. (1999): Theorie und Praxis der pädagogischen Förderung chronisch kranker und final erkrankter Kinder. In: Bergeest, H./Hansen, G. (Hrsg.). Theorien der Körperbehindertenpädagogik, Bad Heilbrunn, 383-409.

    STADLER, H. (1998): Rehabilitation bei Körperbehinderung. Eine Einführung in schul-, sozial- und berufspädagogische Aufgaben. Stuttgart.

    STADLER, H./WILKEN, U. (2004): Pädagogik bei Körperbehinderung. Studientexte zur Geschichte der Behindertenpädagogik. Band 4. Weinheim.

    UHRLAU, K. (2001): Kinder mit Epilepsien.

    In: GRUNDSCHULE: http://www.die-grundschule.de/ und

    http://www.praxisgrundschule.de/specials/unterricht.htm

    Bis dahin an dieser Stelle nur der folgende Link zum Akademisches Prüfungsamt:

    http://www.admin.uni-oldenburg.de/dez3/pruefung

    Weitere informationen zu Examensarbeiten und Klausuren werden (hoffentlich) in Kürze auf dieser Seite zu finden sein.