Kurzprofil der Slavistik

Das Institut für Slavistik  gliedert sich in die Kernbereiche Sprach- und Literaturwissenschaft. Beide Bereiche konzentrieren sich auf das nördliche Areal der Slavia und vertreten in der Lehre vor allem das Russische und das Polnische (daneben außerdem in unterschiedlicher Gewichtung das Ukrainische, Weißrussische und – bei Bedarf – das Kroatische).

In der Linguistik liegt der Schwerpunkt von Forschung und Lehre im Bereich der systematischen Sprachwissenschaft sowie auf dem Gebiet der Sprachkontaktforschung mit soziolinguistischer Prägung. Letzteres gliedert sich in den linguistischen Schwerpunkt der Philologien der Fakultät III Sprach- und Kulturwissenschaften ein und begründet die Möglichkeiten inner- und interuniversitärer Verflechtung, wie sich im neu eingerichteten Master-Studiengang Language Sciences zeigt.

Die Literaturwissenschaft setzt den Schwerpunkt in Forschung und Lehre im Bereich der Literatur der Moderne (1890-1940), mit einer zunehmenden Konzentration auf die vergleichende Einbeziehung ‚kleinerer‘ Literaturen. Damit schließt auch das literaturwissenschaftliche Profil der Slavistik an das der Fakultät III an.

Die mit Einführung des BA vorgenommene Orientierung auf die ‚Nordschiene’ der slavischen Sprachen, die es erlaubt hat, nicht nur Russisch, sondern auch Polnisch im BA als Hauptfach zu studieren, die Etablierung von MA-Studienangeboten mit Vernetzung zur Oldenburger Geschichtswissenschaft und zum BKGE, zu den Ost- und Mitteleuropäischen Studien sowie der Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Universität Bremen und verschiedene internationale Projekte (u.a. das durch die VolkswagenStiftung finanzierte Projekt zur weißrussisch-russischen Mischsprache Trasjanka) machen deutlich, dass die Oldenburger Slavistik - und natürlich auch die genannten Partner - ein sehr aktives Institut ist, dessen wissenschaftlicher Ruf national wie international durch die wissenschaftliche Vernetzung seiner Träger belegt ist. Hiervon zeugt auch, dass das Seminar für Slavistik in der jüngeren Vergangenheit zweifach (2002/03: Studium und Lehre; 2004/05: Forschung) mit sehr guten Ergebnissen evaluiert wurde.