OME-Lexikon

Reichsgau Wartheland

1. Toponymie

Mit Führererlass vom 8. Oktober 1939 wurde der Anschluss des unter deutscher Besatzung in Polen eingerichteten „Militärbezirks Posen“ als „Reichs- und Parteigau Posen“ an das Deutsche Reich zum 1. November verkündet.

Obschon der Name „Reichsgau Posen“ zunächst als offizielle Bezeichnung gewählt wurde, kursierte sehr schnell ein weiterer Name: „Wartheland“, der auf den das Gebiet durchfließenden Fluss Warthe (poln. Warta) verweist. In den Veröffentlichungen der Nationalsozialisten scheint dieser Name erstmals in der von Adolf Hitler (1889-1945) erstellten Ernennungsurkunde Arthur Greisers (1897-1946) zum Gauleiter gewählt worden zu sein. Seit Anfang November fand der Name „Wartheland“ durch Greiser immer häufiger Verwendung. Bereits seit dem 9. Dezember 1939 wurde in Posen/Poznań das Verordnungsblatt des Reichsstatthalters im Reichsgau Wartheland herausgegeben. Nach dem in den ersten Monaten parallelen Gebrauch beider Namen setzte sich die Bezeichnung „Wartheland“ schlussendlich durch. Die offizielle Umbenennung des „Reichsgaues Posen“ in „Reichsgau Wartheland“ erfolgte am 29. Januar 1940. Gleichzeitig erscheint mit Schaffung des Reichsgaues auch die Kurzform „Warthegau“. Der Name wurde als Bezeichnung für den Parteigau („Gau Warthegau“) verwendet und im Januar 1940 (analog zum Reichsgau) in „Gau Wartheland“ umbenannt. Seitdem wurde die Form „Warthegau“ als Synonym für den „Reichsgau Wartheland“ verwendet.

2. Geographie

Lage der Region

Der Warthegau bildete zusammen mit dem Reichsgau Danzig-Westpreußen, an den er im Norden grenzte, sowie dem an die Provinz Schlesien angegliederten „Ostoberschlesien“ und dem an die Provinz Ostpreußen angegliederten „Südostpreußen“ die sogenannten eingegliederten Gebiete. Er lag zwischen dem östlich angrenzenden Generalgouvernement und dem sogenannten „Altreich“: Im Westen grenzte er an die Mark Brandenburg, im Nordwesten an Pommern und im Südwesten und Süden an Schlesien.

Topographie

Die wichtigsten Ströme des Gaues waren die Warthe (Warta) sowie die Netze (Noteć), seine höchste Erhebung war der Kobyla Góra (Heideberg) mit 284 m. Geologisch lassen sich vor allem zwei große Gebiete unterscheiden: die Südgroßpolnische Tiefebene (Nizina Południowielkopolska) und die Großpolnische Seenplatte (Pojezierze Wielkopolskie).

Staatliche Zugehörigkeit

Der Warthegau wurde zusammen mit Danzig-Westpreußen durch die Angliederung im Oktober 1939 Teil des Deutschen Reiches. Obwohl diese eingegliederten Gebiete Teil des Währungsgebietes des Deutschen Reiches waren, hatten sie eine Sonderstellung inne. So wurden sie nicht in das Polizeigebiet des „Altreichs“ integriert und der Reiseverkehr mit Verordnung des Reichsministers des Innern vom 20. Juli 1940 stark eingeschränkt; es bedurfte einer besonderen Erlaubnis zur Ein- beziehungsweise Ausreise. Mit Ausnahme der Reichsbahn, der Reichspost, der Reichsjustiz und der Reichsfinanzen unterstanden alle im Reichsgau tätigen Reichsbehörden dem Reichsstatthalter. Grundlage für diese Sonderform in der staatlichen Zugehörigkeit waren die sogenannten Sudetengaugesetze vom 14. April 1939, auf deren Grundlage auch der Warthegau verwaltet wurde (Führererlass vom 8. Oktober 1939). Madajczyk nennt diesen Zustand einen „verwaltungsmäßigen Ausnahmezustand“.[1]

Historische Geographie

Die Gaugrenzen entsprachen nicht den Grenzen der nun nicht mehr bestehenden polnischen Woiwodschaften. So setzte sich der Reichsgau Posen aus der gesamten Posener Woiwodschaft (Województwo Poznańskie) sowie Teilen der Lodzer (Województwo Łódzkie), Pommerellischen (Województwo Pomorskie) und Warschauer (Województwo Warszawskie) Woiwodschaften zusammen. Während der ausbleibende Rückgriff auf die vorherigen polnischen Provinzgrenzen noch wenig verwunderlich erscheint, überrascht, dass mit Ausnahme der Südgrenze auch keine der Grenzlinien identisch mit denen der ehemaligen preußischen Provinz Posen war: So wurde das Gebiet der früheren Grenzmark Posen-Westpreußen (1938 als Provinz aufgelöst) nicht an den neuen Gau angeschlossen; ihre Landkreise blieben Teile der preußischen Provinzen Pommern, Brandenburg und Schlesien, denen sie seit 1938 angehörten. Während die Landkreise Wirsitz/Wyrzysk und Bromberg/Bydgoszcz sowie die Stadt Bromberg bis 1919 zur Provinz Posen gehört hatten, wurden sie 1939 dem Reichsgau Danzig-Westpreußen, nicht dem Reichsgau Posen/Wartheland, zugesprochen.

Der von Arthur Greiser geführte Reichsgau Posen/Wartheland hatte eine Fläche von 43.945 km².

3. Geschichte und Kultur

Politische Geschichte

Unmittelbar nach dem Beginn des Polenfeldzuges („Fall Weiß“) kam es zu ersten Kampfhandlungen im Raum Großpolen. Am 10. September 1939 erreichten erste deutsche Truppen die Stadt Posen. Zweieinhalb Wochen nach Kriegsbeginn stand das Territorium des späteren Warthegaus vollständig unter deutscher Besatzung. Durch einen Führererlass vom 8. September 1939 wurden alle besetzten Gebiete zunächst unter Militärverwaltung gestellt, vier Militärbezirke (Westpreußen, Posen, Lodz, Krakau) wurden geschaffen. Diese unterstanden dem Oberbefehlshaber Ost, der seinen Sitz in der zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingenommenen Stadt Posen haben sollte. Der Militärbezirk Posen wurde von General Alfred von Vollard-Bockelberg (1874- vermutlich 1945) geleitet. Seiner Militärverwaltung zur Seite gestellt wurde eine Zivilverwaltung, deren Leitung der Senatspräsident der Freien Stadt Danzig/Gdańsk, Arthur Greiser, übernahm. Schon zu Beginn des Polenfeldzuges gab Hitler zu erkennen, dass er sich den in Schroda/Środa (Provinz Posen) geborenen Greiser als Gauleiter im Osten wünsche. Ende Oktober wurde dieser schließlich nicht nur zum Gauleiter, sondern auch zum Reichsstatthalter ernannt und leitete damit in Personalunion von Staats- und Parteiamt den neuen Warthegau.

Der Führererlass vom 8. Oktober 1939 verkündete die Integration des Militärbezirks als Reichs- und Parteigau in das Deutsche Reich zum 1. November; 12 Tage später wurde die Angliederung auf den 26. Oktober vorverlegt. Seine endgültige Gestalt erhielt der Gau am 9. November, als das Territorium um mehrere Landkreise rund um die Stadt Lodz erweitert wurde. Dem vorausgegangen war eine Auseinandersetzung zwischen Greiser und dem Generalgouverneur Hans Frank (1900-1946), die beide Anspruch auf dieses stark industrialisierte Gebiet erhoben.

Verwaltung

Sitz des Reichsstatthalters und somit auch Gauhauptstadt wurde Posen. Der Reichsgau wurde in drei Regierungsbezirke eingeteilt, denen jeweils ein Regierungspräsident vorstand: Posen, Hohensalza/Inowrocław und Kalisch/Litzmannstadt (namensgebender Verwaltungssitz war zunächst Kalisch/Kalisz, später das in „Litzmannstadt“ umbenannte Lodz). Die nächstkleinere Verwaltungseinheit waren die Kreise, von denen es im Warthegau 44 gab.

Bevölkerung

Das Wartheland wurde von etwa 4,3 Millionen Menschen bewohnt. Hiervon waren 85 % ethnische Polen.[2] In der Vorkriegszeit betrug der deutsche Anteil etwa 7 %; dieser wurde durch Schaffung der sogenannten Deutschen Volksliste auf 12 % erhöht.[3] Die Nationalsozialisten nahmen in ihrer Bevölkerungspolitik Abstand von der klassisch-imperialistischen Revisionspolitik: Ihrer Meinung nach war es nicht möglich, die polnische Bevölkerung zu germanisieren. Die eingegliederten Gebiete sollten demnach innerhalb der nächsten Dekade ‚eingedeutscht‘ und die aus nationalsozialistischer Sicht ‚fremdvölkischen‘ Polen „ermordet, deportiert [oder] versklavt“,[4] die Intelligenz, der Adel und die Juden nach Meinung des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht liquidiert werden.[5] Heinrich Himmler (1900-1945) sprach über die im Osten eroberten Gebiete oftmals als „Pflanzgarten des germanischen Blutes“, in dem es langfristig keinen Platz für Polen und andere slawische Völker gebe. Zur Umsetzung dieser Politik wurden ungefähr 630.000 Polen aus dem Wartheland ins Generalgouvernement vertrieben.[6] Aus dem „Altreich“ siedelten sich fast 200.000 Deutsche neu im Wartheland an. Hinzu kamen 232.000 aus ihren Heimatgebieten ausgewiesene Siedler aus Osteuropa (u. a. Deutschbalten, deutschstämmige Menschen aus der Sowjetunion sowie aus Südosteuropa).[7] Die deutschen Siedler hatten sich in einer sogenannten Siedlungszone niederzulassen. Diese erstreckte sich in einem 10-20 km breiten Gürtel in West-Ost-Richtung von Neutomischel/Nowy Tomyśl nach Lentschütz/Łęczyca sowie in Nord-Süd-Richtung von Plotzk/Płock nach Welun/Wieluń.

Holocaust

Da eine Abschiebung der Juden aus dem Warthegau zu Beginn des Krieges nicht möglich war, erschien den Nationalsozialisten eine Ghettoisierung vielversprechender. In einigen Städten im Warthegau kam es zu Ghettobildungen (u.a. in Kalisch/Kalisz, Pabianitz/Pabianice, Kutno, Koło [„Warthbrücken“], Gostynin [„Gasten“, „Waldrode“]). Ende 1939 wurde in Lodz ein Ghetto eingerichtet, in dem auf 4 km² 157.000 Menschen Platz fanden. Ab 1942 fungierte es fast ausschließlich als Arbeitsghetto, in dem die Juden als Zwangsarbeiter in der Textilindustrie ausgebeutet wurden. Das Ghetto bestand bis 1944 und damit am längsten in ganz Polen.

In dem im Warthegau gelegenen Dorf Chełmno („Kulmhof“) wurde im Sommer 1941 das erste Vernichtungslager eingerichtet, in dem mindestens 152.000 Menschen, größtenteils Juden, ermordet wurden. Die Opfer stammten zunächst aus den Landgemeinden des Warthegaus; Anfang 1942 erfolgten dann Deportationen aus dem Ghetto Litzmannstadt nach Kulmhof.[8]

‚Eindeutschung‘ des Raumes

Ziel der nationalsozialistischen Besatzer war nicht allein die Schaffung eines von Deutschen bewohnten Landstriches, sondern die ‚Eindeutschung‘ des gesamten Raumes: In einem halben Dutzend Erlassen ordnete der Reichsinnenminister in Zusammenarbeit mit den Verwaltungsbehörden des Reichsgaus die Umbenennung von Städten und Landkreisen an, von denen die Namensänderung von „Lodz“ in „Litzmannstadt“ sicherlich die bekannteste ist. Gleichzeitig versuchten sich NS-Raumplaner im Warthegau an der Schaffung von Plandörfern und Idealstädten, die ganz dem Nationalsozialismus zu dienen hatten. Die Vorstellungen der Nationalsozialisten im Bereich der Landschaftspflege bringt folgendes Zitat des Sonderbeauftragten für den landschaftlichen Aufbau der neuen Siedlungsgebiete, Heinrich Wiepking-Jürgensmann (1891-1973), auf den Punkt: „Wir brauchen im Osten nicht nur deutsche Menschen, sondern Bäume, Wälder, Wolken und Regen […]. […] Wir müssen darum den Osten als eine unzerstörbare Einheit von Volkstum und Landschaft, von Heimat und Rasse zusammenfügen, die ein Fundament der Kultur, angefangen vom Boden als dem Ursprung darstellt.“[9]

Rolle des Reichsgaus Wartheland für den NS-Staat

Aus Sicht der Nationalsozialisten handelte es sich beim Warthegau nicht um eine Besetzung, sondern um eine Rückeroberung „alten germanischen Kulturbodens“. Der Warthegau diente zum einen als Vorbild für eventuell später an das Reich anzugliedernde Gebiete: Es konnte in ihm erprobt werden, wie mit der einheimischen Bevölkerung umzugehen und wie Umsiedlungen, Deportationen oder Liquidierungen durchzuführen seien. Außerdem hoffte man, von der Ansiedlung von Kolonisten im Gau für spätere Kolonisationsvorhaben (wie sie der Generalplan Ost vorsah) zu profitieren. Zum anderen diente der Warthegau auch dem „Altreich“ als Vorbild: Die Verbindung von Partei und Staat in der Administration wurde ebenso getestet wie raumplanerische Vorstellungen, die später im „Altreich“ Verwendung hätten finden können. Insgesamt charakterisiert der Ausspruch Arthur Greisers, der den Warthegau als einen Exerzierplatz des praktischen Nationalsozialismus bezeichnete,[10] die Funktionalisierung des Reichsgaus durch die Nationalsozialisten durchaus passend.

4. Diskussion/Kontroversen

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Warthegau fällt in Deutschland und Polen, wo sie – vor allem durch Veröffentlichungen des Posener Westinstituts (Instytut Zachodni) – bereits unmittelbar nach dem Krieg einsetzte, sehr unterschiedlich aus. Grundlegende Werke zum Thema finden sich vor allem in der polnischen Geschichtswissenschaft (z. B. Janowicz 1951, Łuczak 1972, und Marczewski 1979); sie widmen sich hauptsächlich Fragen der Verwaltung, der Wirtschaft und auch der Bevölkerungs- und Siedlungspolitik der Nationalsozialisten. Die deutsche Forschung beschäftigte sich in erster Linie mit der Besatzung in ganz Polen, wobei der Schwerpunkt vielfach auf dem Holocaust lag. Einzelne Regionen wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt kaum als Forschungsthema aufgegriffen, eine deutschsprachige Monographie mit einer historiographischen Gesamtschau zum Warthegau gibt es bisher nicht. Es finden sich allerdings durchaus Veröffentlichungen zu einzelnen Aspekten des Warthegaus, beispielsweise zur Schulpolitik (Hansen 1995) oder zur Landschaftsplanung (Hartenstein 1998). Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem Warthegau findet kaum statt.

Im angelsächsischen Raum fokussiert die Forschung bisher die Person Arthur Greisers (z. B. Epstein 2010).

5. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Michael Alberti: Die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Reichsgau Wartheland 1939-1945. Wiesbaden 2006 (Quellen und Studien, Deutsches Historisches Institut Warschau 17).
  • Catherine Epstein: Model Nazi. Arthur Greiser and the Occupation of Western Poland. Oxford 2010.
  • Georg Hansen: Ethnische Schulpolitik im besetzten Polen. Der Mustergau Wartheland. Münster 1995.
  • Michael Hartenstein: Neue Dorflandschaften. Nationalsozialistische Siedlungsplanung in den „eingegliederten Ostgebieten“ 1939 bis 1944. Berlin 1998 (Wissenschaftliche Schriftenreihe Geschichte 6).
  • Zbigniew Janowicz: Ustrój administracyjny ziem polskich wcielonych do rzeszy niemieckiej 1939-1945. Tzw. okręgi kraju warty i Gdańska-Prus zachodnich [Das Verwaltungssystem der vom Deutschen Reich annektierten polnischen Gebiete 1939-1945. Der sogenannte Gau Wartheland und Danzig-Westpreußen]. Poznań 1951 (Badania nad okupacją niemiecką w Polsce 5).
  • Włodzimierz Jastrzebski: Hitlerowskie wysiedlenia z ziem polskich wcielonych do Rzeszy w latach 1939-1945 [Nationalsozialistische Aussiedlung aus den an das Reich in den Jahren 1939-1945 angegliederten polnischen Gebieten]. Poznań 1968 (Badania nad okupacją niemiecką w Polsce 9).
  • Alexander Kranz: Reichsstatthalter Arthur Greiser und die Zivilverwaltung im Wartheland 1939/40. Die Bevölkerungspolitik in der ersten Phase der deutschen Besatzungsherrschaft in Polen. Potsdam 2010 (Potsdamer Schriften zur Militärgeschichte 8).
  • Andrea Löw: Juden im Getto Litzmannstadt. Lebensbedingungen, Selbstwahrnehmung, Verhalten. Göttingen 2007 (Schriftenreihe zur Łódzer Getto-Chronik).
  • Czesław Łuczak: Kraj Warty 1939-1945. Studium historyczno-gospodarcze okupacji hitlerowskiej [Wartheland 1939-1945. Studie zur Geschichte und Wirtschaftsgeschichte der nationalsozialistischen Besatzung]. Poznań 1972.
  • Czesław Łuczak: Dzień po dniu w okupowanej Wielkopolsce i Ziemi Łodzkiej (Kraj Warty). Kalendarium Wydarzeń 1939-1945 [Tag für Tag im besetzten Großpolen und dem Lodzer Land (Wartheland). Almanach 1939-1945]. Poznań 1993.
  • Czesław Łuczak: Pod niemieckim jarzmem (Kraj Warty 1939-1945) [Unter deutschem Joch (Wartheland 1939-1945)]. Poznań 1996.
  • Czesław Madajczyk: Die Okkupationspolitik Nazideutschlands in Polen 1939-1945. Berlin 1987.
  • Jerzy Marczewski: Hitlerowska koncepcja polityki kolonizacjyno-wysiedleńczej i jej realizacja w Okręgu Warty [Die nationalsozialistische Konzeption der  Kolonisations- und Aussiedlungspolitik und ihre Umsetzung im Wartheland]. Poznań 1979 (Badania nad okupacją niemiecką w Polsce 14).
  • Patrick Montague: Chelmno and the Holocaust. The History of Hitler’s First Death Camp. Chapel Hill 2012.
  • Werner Röhr: Reichsgau Wartheland 1939-1945. Vom „Exerzierplatz des praktischen Nationalsozialismus“ zum „Mustergau“? In: Bulletin für Faschismus- und Weltkriegsforschung 18 (2002), S. 28-54.

Anmerkungen

[1] Madajczyk: Okkupationspolitik, S. 32.

[2] Kranz: Reichsstatthalter Arthur Greiser, S. 32.

[3] Kranz: Reichsstatthalter, S. 56ff.

[4] Wolfgang Benz: Der Generalplan Ost. Zur Germanisierungspolitik des NS-Regimes in den besetzten Ostgebieten 1939-1945. In: Ders. (Hg.): Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten. Ursachen, Ereignisse, Folgen. 3. Aufl. Frankfurt a. M. 1995 (Die Zeit des Nationalsozialismus. Eine Buchreihe), S. 45-57, hier S. 47.

[5] Łuczak: Dzień po dniu [Tag für Tag], S. 10f.

[6] Bereits im Dezember 1939 wurden innerhalb von 17 Tagen 87.838 Polen aus dem Reichsgau Posen in das Generalgouvernement deportiert. Bis zum Frühjahr 1941 waren es 365.000 Personen. Vgl. Wolfgang Jacobmeyer: Der Überfall auf Polen und der neue Charakter des Krieges. In: Christoph Kleßmann (Hg.): September 1939. Krieg, Besatzung Widerstand in Polen. Göttingen 1989 (Kleine Vandenhoeck-Reihe 1546), S. 24f.; Dieter Stüttgen: Provinz, Großherzogtum, Posen. Marburg/Lahn 1975 (Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte, Band 2, Reihe A: Preußen), S. 125.

[7] Stüttgen: Posen (Anm. 6), S. 125.

[8] Montague: Chelmno and the Holocaust.

[9] Heinrich Wiepking-Jürgensmann: Aufgaben und Ziele deutscher Landschaftspolitik. In: Gartenkunst 53 (1940). Zitiert nach: Hans-Christian Harten: De-Kulturation und Germanisierung. Die nationalsozialistische Rassen- und Erziehungspolitik in Polen. 1939-1945. Frankfurt a. M. 1996, S. 131.

[10] Arthur Greiser: Die großdeutsche Aufgabe im Wartheland. In: Nationalsozialistische Monatshefte. Zentrale politische und kulturelle Zeitschrift der NSDAP 12 (1941), S. 46.

Zitation

Daniel J. Lemmen: Reichsgau Wartheland. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2014. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/p32578 (Stand 18.12.2014).

Nutzungsbedingungen für diesen Artikel

Copyright © Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk entstand im Rahmen des Projekts „Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“ und darf vervielfältigt und veröffentlicht werden, sofern die Einwilligung der Rechteinhaber vorliegt. Bitte kontaktieren Sie: ome-lexikon(at)uni-oldenburg.de

Wenn Sie fachliche Hinweise oder Ergänzungen zum Text haben, wenden Sie sich bitte unter Angabe von Literatur- und Quellenbelegen an die Redaktion.