OME-Lexikon

Großpolen

1. Toponymie

Anderssprachige Bezeichnungen

poln. Wielkopolska; lat. Polonia Maior; engl. Greater Poland; franz. Grande-Pologne

Etymologie

Mit der Bezeichnung Polonia Maior, die sich erstmals gegen Mitte des 13. Jahrhunderts im Zusammenhang mit Herzog Boleslaus dem Frommen (Bolesław Pobożny) nachweisen lässt, wurde nicht auf die geographische Ausdehnung der betreffenden Region verwiesen, sondern auf deren besondere Wichtigkeit für den polnischen Staat. Nur ganz vereinzelt fand die Bezeichnung Polonia Magna Anwendung. Die polnische Variante Wielkopolska trat erstmals Mitte des 15. Jahrhunderts auf.

2. Geographie

Lage

Großpolen im Mittelalter (Wielko Polska epoki Piastowskij/Großpolen in der piastischen Epoche) [Kodeks diplomatyczny Wielkopolski. T. 4: Zawiera suplement, indeks, tablice z pieczeciami, mapa wielkopolska, Poznan 1881], Großformat: Wikimedia Commons.

Großpolen liegt im mittleren Teil der Großpolnischen Tiefebene (Niżina Wielkopolska) und wird durch den Mittellauf der Warthe (Warta), den Mittel- und Unterlauf der Prosna sowie durch weitere kleine Nebenflüsse zu einer Einheit zusammengefasst. Diese Abgrenzung erfolgte weniger durch naturräumliche als vielmehr durch politisch-administrative Grenzen. Die sich im 13. und 14. Jahrhundert herausgebildete räumliche Ausdehnung hat im Wesentlichen bis in die Gegenwart Gültigkeit. Bereits im Mittelalter grenzte Großpolen im Südwesten an Schlesien und im Nordwesten entlang der Drage (Drawa) an die Mark Brandenburg. Im Norden grenzte es an Pommerellen, nach Nordosten wurde es durch die Netze (Noteć) von Kujawien getrennt (wenn auch das jenseits der Netze gelegene Bromberg/Bydgoszcz seit 1815 zur Provinz Posen und 1920–1938 zur polnischen Woiwodschaft Posen gehörte). Seine weiteste Ausdehnung nach Osten erreichte Großpolen bei Grzegorzew nahe Koło, im Südosten grenzte es an die Woiwodschaft Sieradz.

Topographie

Großpolen weist neben wenigen Erhebungen viele Seen auf, die zur Großpolnischen (Pojezierze Wielkopolskie), der Lissaer (Leszczyńskie) sowie in Teilen zur Pommerschen Seenplatte (Zachodniopomorskie) gehören. Die größten Flüsse sind die Warthe, die Netze, die Obra und die Prosna, an denen entlang sich bedeutende Handels- und Verkehrswege in West-Ost-Richtung ausbildeten. Großpolen ist zu rund einem Viertel bewaldet. Der ca. 130.000 ha große Netze-Urwald, auch Netzer Heide (Puszcza Notecka) genannt, am nordwestlichen Rand Großpolens sowie der südlich von Posen/Poznań gelegene Großpolnische Nationalpark (Wielkopolski Park Narodowy) ist das zweitgrößte zusammenhängende Waldgebiet Polens; direkt östlich schließt sich der Rogaliner Landschaftspark (Rogaliński Park Krajobrazowy) mit dem europaweit größten Bestand alter Eichen an.

Grenzen, staatliche und regionale Zugehörigkeit

Seit ihrer Ausformung im Mittelalter bis zu den Teilungen Polen-Litauens Ende des 18. Jahrhunderts bildete die Grenze Großpolens im Norden, Westen und Südwesten zugleich auch die Grenze des polnischen Staates. Seit 1320 gliederte sich Großpolen auf in die Posener Woiwodschaft – mit den Kreisen Posen und Kosten/Kościan sowie dem Fraustädter und dem Deutsch Kroner Gebiet (ziemia wschowska, ziemia wałęcka) – in seiner Westhälfte und die Kalischer Woiwodschaft – mit den Kreisen Kalisch/Kalisz, Pyzdry, Konin, Gnesen/Gnieźno, Exin/Kcynia und Nakel/Nakło - in seiner Osthälfte. In einer zweiten, seltener verwendeten Beschreibung aus dem 16. Jahrhundert wurde unter Großpolen ein nach Osten um Masowien und Podlachien erweitertes Gebiet (szeroka Wielkopolska) verstanden.

1768 wurde aus den Kreisen Gnesen, Exin und Nakel die Gnesener Woiwodschaft gebildet. Infolge der Ersten und Zweiten Teilung Polen-Litauens (1772 und 1793) geriet Großpolen unter preußische Herrschaft und ging in den Provinzen Südpreußen und (zu einem geringen Teil) Westpreußen auf. 1807–1815 war Großpolen, verteilt auf die Departements Posen, Kalisch und Bromberg, gänzlich in das Herzogtum Warschau inkorporiert. Infolge der Bestimmungen des Wiener Kongresses 1815 fiel der östliche Abschnitt mit den Kreisen Kalisch und Konin an das zu Russland gehörige Königreich Polen; die übrigen großpolnischen Gebiete bildeten das preußische Großherzogtum (nach 1848: Provinz) Posen – lediglich die Gebiete um Deutsch Krone/Wałcz und Flatow/Złotów wurden in den westpreußischen Regierungsbezirk Marienwerder eingegliedert. Nach der Wiedererrichtung des polnischen Staates 1918 verblieben die beiden Gebiete um Fraustadt/Wschowa und Meseritz/Międzyrzecz sowie um Schönlanke/Trzcianka und Schneidemühl/Piła, zusammen mit Deutsch Krone und Flatow, als Grenzmark Posen-Westpreußen beim Deutschen Reich. Auf polnischem Territorium entsprach Großpolen seitdem, jeweils mit geringen territorialen Veränderungen, der Woiwodschaft Posen (1919–1938), unter deutscher Besatzung dem nach Osten bis über Lodz/Łódź hinaus ausgedehnten Reichsgau Posen (1939–1940) bzw. Wartheland (29.1.1940–1945), ab 1945 der Woiwodschaft Posen (kleinere Grenzkorrekturen 1950), deren Territorium 1975 ganz oder teilweise auf neun kleinere Woiwodschaften verteilt wurde, von denen schließlich seit der jüngsten Territorialreform von 1999 sieben wiederum ganz oder teilweise die Woiwodschaft Großpolen bilden.

3. Geschichte und Kultur

Gebräuchliche Symbolik

Das Wappen der Woiwodschaft Großpolen zeigt einen ungekrönten weißen Adler auf rotem Grund. Dieses Motiv geht auf ein Siegel des großpolnischen Herzogs Przemysław II. zurück.

Beinamen

 

Während der preußischen Herrschaft nach 1815 wurde von der deutschen Bevölkerung und Historiographie vielfach die Bezeichnung "Posener Land" verwendet, in Anlehnung an die offizielle Bezeichnung "Großherzogtum Posen" bzw., nach 1848, "Provinz Posen". Die ebenfalls lange Zeit gebräuchliche Bezeichnung "Wartheland" wird mit Rücksicht auf den gleichnamigen nationalsozialistischen Reichsgau inzwischen nicht mehr genutzt. Mit den Begriffen "Ostmark" bzw. "Ostmarken" wurden in der deutschen Publizistik im Zeitraum vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1930er Jahre hinein die Provinzen Posen und Westpreußen bezeichnet.

 

Übersichtskarte mit den Wappen aller Städte der Provinz Posen [Paul Pott: Posener Heimat, hg. von Posener Stimmen, Lüneburg 1964].

Vor- und Frühgeschichte

Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung auf großpolnischem Gebiet stammen aus dem 13. vorchristlichen Jahrtausend. Während des Neolithikums wurden insbesondere die fruchtbaren Gebiete in der nördlich von Posen gelegenen Pałuki-Region dauerhaft besiedelt. In Bruszczewo, gelegen im mittleren Obratal, sind Überreste einer bedeutenden bronzezeitlichen Siedlung archäologisch erschlossen worden. Seit der Bronzezeit überwogen kulturelle Einflüsse aus nordwestlicher Richtung, die sich in Erscheinungsformen der Einzelgrab- sowie Glockenbecherkultur manifestierten, gegenüber den schwächer werdenden Impulsen aus dem Donauraum. Aus der frühen Eisenzeit sind in dem nordöstlich von Gnesen gelegenen Biskupin die Überreste eines Burgwalls der Lausitzer Kultur (550–400 v. Chr.) erhalten geblieben und in Form eines Freilichtmuseums rekonstruiert worden.

Mittelalter

Seit der Mitte des 9. Jahrhunderts hatten sich die Siedlungsstruktur und der Organisationsgrad der in Großpolen ansässigen westslawischen Stämme so weit verdichtet, dass sich hierarchische Herrschaftsmuster auszubilden begannen. Zu dieser Zeit gelang es dem an der Warthe siedelnden Stamm der Polanen, sich gegen die von der Ostseeküste her erfolgenden Angriffe der Prußen zu behaupten und die eigene politische Macht auszudehnen. Die in Gnesen beheimatete Dynastie der Piasten stand an der Spitze des frühmittelalterlichen Staatsgebildes. Unter Führung von Mieszko I., der 966 den christlichen Glauben annahm und 968 in Posen ein Missionsbistum einrichten ließ, wurden die benachbarten Goplanen unterworfen. Mit dem "Akt von Gnesen" im Jahr 1000, auf dem sich Kaiser Otto III. mit der Einrichtung des Erzbistums Gnesen einverstanden erklärte, sowie mit der in Gnesen verkündeten, aber erst 1025 vollzogenen Krönung von Mieszkos Sohn Boleslaus dem Tapferen (Bolesław Chrobry) zum König von Polen, wurde Großpolen zur Keimzelle des polnischen Staates. In der Zeit der Teilfürstentümer (1138–1320) verschob sich das politische Zentrum des polnischen Staates nach Kleinpolen, und das großpolnische Herzogtum zerfiel in mehrere Teilgebiete um Posen, Gnesen und Kalisch. Herzog Przemysław II. konnte die Teilgebiete zwar wieder unter seiner Herrschaft vereinigen und inspirierte so wohl auch die Ende des 13. oder im 14. Jahrhundert verfasste Großpolnische Chronik (Kronika Wielkopolska); mit seinem Tod 1296 endete jedoch die Linie der großpolnischen Piasten. In dem 1320 durch die Krönung des Piasten Wladyslaw Ellenlang (Władysław Łokietek) zum König Polens wiedervereinigten Gesamtstaat endete die Existenz des großpolnischen Herzogtums, an dessen Stelle die Posener und die Kalischer Woiwodschaft traten. Die beiden Woiwodschaften bildeten seit dem 14. Jahrhundert – dies war eine Ausnahme in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Adelsrepublik – einen gemeinsamen Landtag (sejmik), der in Schroda/Środa Wielkopolska und Kolo/Koło zusammentrat, und verfügten über einen gemeinsamen Generalstarost als königlichen Statthalter. Vor dem Hintergrund der territorialen Expansion des polnischen Staates unter Kasimir dem Großen (Kazimierz III Wielki) waren die großpolnischen Gebiete im 14. Jahrhundert und dann auch im 15. Jahrhundert wiederholt Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen mit dem Deutschen Orden.

Neuzeit

In der Frühen Neuzeit wurde oligarchischen Tendenzen das Ideal einer möglichst breiten Machtbeteiligung des Adels entgegengestellt. Stärker als alle anderen Gebiete Polens war Großpolen von den Verheerungen durch den Polnisch-Schwedischen Krieg 1655–1660 (auch als Potop, die "Kriege der blutigen Sintflut" bezeichnet) betroffen, bei dem rund ein Drittel seiner Bevölkerung ums Leben kam. Auch in den Schlesischen Kriegen und im Siebenjährigen Krieg litt die Bevölkerung Großpolens in besonders starkem Maße, nun eher in Form von Requirierungen und Einquartierungen. Diese Erfahrungen von Machtlosigkeit trugen dazu bei, dass die großpolnischen Teilnehmer der Konföderation von Bar 1768, darunter häufiger als anderswo in Polen auch Stadtbürger, anstelle von radikalen eher gemäßigt-reformatorische Ansichten vertraten.

Infolge der Ersten Teilung Polen-Litauens, die sich im Falle Preußens von 1773 bis 1776 hinzog, gingen vom großpolnischen Territorium die nordöstlichen Teile der Woiwodschaft Gnesen, zunächst rechts und dann auch links der Netze, in preußische Herrschaft über; betroffen davon waren etwa 20 % der großpolnischen Bevölkerung. Mit der Zweiten Teilung Polens fiel das übrige Großpolen (abgesehen von den Korrekturen zugunsten Russlands 1815) gänzlich an Preußen, das sich von da an bis 1918 mit einer großen polnischsprachigen Minderheit innerhalb seiner Grenzen auseinandersetzen musste.

Die Provinz Posen im Jahre 1849 – Regierungsbezirk Bromberg [v. Münchow: Karte des Grossherzogthums Posen in physischer, topographischer u. administrativer Hinsicht, wie auch in militärischer, religiöser u. commercieller Beziehung, in zwei Blättern, Posen 1849].
Die Provinz Posen im Jahre 1849 – Regierungsbezirk Posen [v. Münchow: Karte des Grossherzogthums Posen in physischer, topographischer u. administrativer Hinsicht, wie auch in militärischer, religiöser u. commercieller Beziehung, in zwei Blättern, Posen 1849].

Die aus dieser Konstellation erwachsenden Probleme wurden von der Staatsführung durchaus erkannt. Sie räumte dem Großherzogtum Posen unter den preußischen Provinzen eine Sonderstellung ein, die sich u. a. in der Ernennung eines königlichen Statthalters, des polnischen, Preußen gegenüber loyalen Aristokraten Antoni Radziwiłł, manifestierte; auch blieb das Großherzogtum außerhalb des Deutschen Bundes. Nach dem Ausbruch des Novemberaufstands 1830 in dem zu Russland gehörigen Königreich Polen, dem sich auch zahlreiche Polen aus dem Großherzogtum anschlossen, wurde das Amt des Statthalters aufgelöst und der Assimilationsdruck gegenüber der polnischen Bevölkerung verstärkt. Wenn auch in staatsrechtlicher Hinsicht keinerlei Unterschied zwischen einem "deutschen" und einem "polnischen" Bevölkerungsteil bestand, erfolgte nun eine gezielte Förderung der deutschen Sprache und des deutschen Personals im Verwaltungs-, Rechts- und Schulwesen. Zeitgenössische Kommentatoren verdammten (sofern sie Polen waren) bzw. glorifizierten (sofern sie Deutsche waren) diese Entwicklung als "Germanisierung", doch hat dieser Begriff wegen seiner Unschärfe in der Historiographie in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung verloren.

In Reaktion auf diese Herausforderung wurde Großpolen unter der Führung des Posener Arztes Karol Marcinkowski (1800–1846) in den 1830er Jahren zum Ausgangspunkt der sog. Organischen Arbeit (praca organiczna). Sie zielte auf die Stärkung der Wirtschaftskraft und der Bildungsgrundlagen möglichst breiter Kreise der polnischen Bevölkerung und wurde vom gebildeten Bürgertum (der sog. Inteligencja), das sich nun als eigenständige Gesellschaftsschicht herauszubilden begann, im Verbund mit den reformorientierten Vertretern des polnischen Gutsadels organisiert. Neben einer Reihe wissenschaftlicher und kultureller Einrichtungen in der Provinzhauptstadt Posen stärkten bis 1914 die Gründung von rund 500 Volksbibliotheken und die Stipendienvergabe durch den Verein für Unterrichtshilfe (Towarzystwo Naukowej Pomocy) das Bildungswesen und nationale Zusammengehörigkeitsgefühl der polnischen Bevölkerung in der Provinz. Weder die 1886 gegründete Ansiedlungskommission für Posen und Westpreußen noch das kulturell-wirtschaftliche Programm zur "Hebung des Deutschtums" in den Städten 1898–1914 verhinderten das wirtschaftliche Erstarken der polnischen Bevölkerung.

Zeitgeschichte

Die militärische Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg war noch nicht gleichbedeutend mit der Wiedereingliederung der großpolnischen Gebiete in den am 11. November 1918 proklamierten polnischen Staat, der zunächst nur Kongresspolen und Westgalizien umfasste. Erst der am 27. Dezember ausgebrochene Großpolnische Aufstand, der zwischen polnischen Truppenteilen und deutschen Grenzschutzverbänden ausgetragen wurde und am 16. Februar 1919 mit dem Trierer Waffenstillstandsabkommen endete, besiegelte den Übergang von neun Zehnteln des Gebietes der ehemaligen Provinz Posen an Polen. Die Nationaldemokratie (Endecja) wurde zur dominierenden politischen Kraft und pflegte ein großpolnisches Regionalbewusstsein in Abgrenzung zur Zentralregierung in Warschau, wurde allerdings durch den Staatsstreich Józef Piłsudskis 1926 nachhaltig geschwächt.

Bereits zwei Wochen nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939, der den Zweiten Weltkrieg einleitete, war Großpolen vollständig von deutschen Truppen besetzt. Ab Oktober 1939 war Arthur Greiser Gauleiter und Reichsstatthalter der Reichsgaues Posen bzw. Wartheland. Als Resultat seiner an Brutalität noch über die Zustände in den übrigen deutsch besetzten Gebieten hinausgehenden Germanisierungs- und Strafmaßnahmen schwebte Greiser ein für das Deutsche Reich vorbildhafter "Mustergau" vor. Rund eine halbe Million Menschen wurde aus dem Wartheland ausgesiedelt, 70.000 christliche Polen ermordet; von den 1939 im Gebiet des späteren Warthegaus lebenden 435.000 Juden überlebten nur wenige Tausend die nationalsozialistische Vernichtungspolitik.

Am 20. Januar 1945 erging von den deutschen Behörden der offizielle Befehl zur Evakuierung des Warthegaus. Der weit überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung begab sich auf die Flucht.

Bevölkerung und Gesellschaft

Zwischen dem 10. und dem 14. Jahrhundert stieg die Bevölkerungszahl von 170.000–180.000 auf 300.000–320.000,[1] wobei die östlichen und südlichen Landesteile eine höhere Bevölkerungsdichte aufwiesen als die westlichen Gebiete und die Region um Gnesen am dichtesten besiedelt war. War zunächst Gnesen die Hauptstadt des Piastenreiches, übernahm um die Mitte des 13. Jahrhunderts das 1253 erstmals urkundlich erwähnte Posen diese Funktion. Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts breiteten sich in Großpolen Stadtgründungen nach deutschem Recht aus, wobei insbesondere das Magdeburger sowie das daraus abgeleitete Neumarkter Recht zur Anwendung kamen. Waren es zunächst überwiegend deutsche Siedler, die den Aufrufen der Landesherren zur Niederlassung in den neugegründeten Städten Folge leisteten, so waren im Verlauf des 14. Jahrhunderts zunehmend polnische Siedler für Städtegründungen nach deutschem Recht verantwortlich. Großpolen entwickelte sich im Verlaufe des Mittelalters zu der am stärksten urbanisierten Region Polens, Mitte des 15. Jahrhunderts zählte man hier rund 120 Städte. Ende des 15. Jahrhunderts lebte ein Drittel der Bevölkerung in Städten, darunter in steigender Zahl Glaubensflüchtlinge aus Böhmen und Schlesien. Die Stadtbevölkerung war ganz überwiegend polnisch. Zuwanderer aus deutschen Ländern sowie deren Nachkommen, auch solche in städtischen Führungspositionen, wurden im Spätmittelalter zu einem beträchtlichen Teil polonisiert. Mitte des 15. Jahrhunderts kam die deutsche Einwanderung völlig zum Erliegen.

Verglichen mit dem übrigen Polen war im frühneuzeitlichen Großpolen der Kleinadel sehr stark und das Magnatentum nur schwach vertreten. Charakteristisch war zudem die Vielzahl kleinerer Städte. Zwischen dem frühen 16. und der Mitte des 17. Jahrhunderts wurden weitere 28 Städte gegründet, darunter Schneidemühl (1513) und Lissa/Leszno (1547). Um 1660 lebte 28 % der Bevölkerung in Städten, während dieser Wert in Kleinpolen bei 15 und in Masowien bei 12 % lag.[2] Diese Entwicklung wurde seit Mitte des 16. Jahrhunderts von einer erneuten bäuerlichen Siedlungsbewegung aus den deutschen Territorien flankiert, die auf Initiative polnischer Grundbesitzer und im 17. Jahrhundert auch aufgrund gegenreformatorischen Drucks aus dem habsburgischen Schlesien erfolgte. Neben diesen zumeist protestantischen Siedlern, unter denen sich auch zahlreiche Kaufleute und Handwerker befanden, siedelten sich in den durch den Großen Nordischen Krieg und die Pest entvölkerten Gebieten um Posen herum zwischen 1719 und 1750 etwa 400 Katholiken aus dem Bistum Bamberg an. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl von 640.000 auf rund 800.000,[3] wobei von einem etwa zehnprozentigen deutschen Bevölkerungsanteil im Zeitraum der Teilungen 1772–1795 auszugehen ist.

Die nur sehr zögerliche Industrialisierung Großpolens im 19. Jahrhundert drückte sich auch in einem niedrigen Arbeiteranteil an der Bevölkerung aus, sodass auch der Anteil der Stadtbevölkerung fast das gesamte Jahrhundert hindurch bei 28 % (also dem Wert aus der Frühen Neuzeit) verharrte. Erst 1910 erreichte dieser Wert 35 %. Trotz einiger positiver Impulse, die von der Organischen Arbeit ausgingen, boten sich dem polnischen Bürgertum in einer von deutschem Verwaltungs- und Militärpersonal geprägten Gesellschaft bis weit ins 19. Jahrhundert hinein kaum Aufstiegschancen.

Die Bevölkerungszahlen des zu Preußen gehörigen Teiles Großpolens entwickelten sich wie folgt: 781.220 (1810, n), 820.176 (1816), 958.806 (1822), 1.056.278 (1831), 1.233.850 (1840), 1.352.013 (1849), 1.503.496 (1861), 1.583.843 (1871),[4] 1.703.397 (1880), 1.751.642 (1890), 1.887.275 (1900) und 2.099.831 (1910).[5] Für die Kreise Kalisch und Konin liegen für die Zeit nach 1815 die folgenden Werte vor: 283.461 (1850), 432.237 (1880) und 536.498 (1895).[6] Das Bevölkerungswachstum von 39 % zwischen 1849 und 1910 war, auch bedingt durch eine zahlreiche Auswanderung nach Übersee sowie in andere Teile Preußens oder des Deutschen Reiches, deutlich niedriger als in Oberschlesien (193 %), das einer stärkeren Industrialisierung unterlag, oder in Galizien (160 %), wo die ländlichen Regionen übervölkert waren.[7]

Der Anteil der ausschließlich deutschsprachigen Bevölkerung stieg im Verlauf des 19. Jahrhunderts stetig leicht an. Gemäß der auf der Konfessionszugehörigkeit beruhenden amtlichen Nationalitätsstatistik, die seit den 1880er Jahren "Deutsche" und "Juden" zusammenfasste, entwickelte sich das Verhältnis zwischen Polen und Deutschen wie folgt: 65,9 % Polen zu 27,7 % Deutschen (1815), 64,3 % /28,9 % (1831), 63,8 % /29,86 % (1840), 62,36 % /32,58 % (1861), 65,1 % /34,9 % (1882), 62,95 % /37,04 % (1900) und 61,33 % /38,67 % (1910).[8] In einigen Städten im Grenzgebiet, z. B. in Rawitsch/Rawicz, Meseritz, Bromberg und Schönlanke, gab es eine deutsche Bevölkerungsmehrheit.

Die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmenden Spannungen zwischen den sich als "deutsch" bzw. als "polnisch" verstehenden Bevölkerungsteilen verschärften sich auch aufgrund staatlicher Maßnahmen und Verordnungen, wie z. B. seit 1871 die kontinuierlich stärker werdende Verankerung der deutschen Unterrichtssprache im Schulwesen, 1885–1890 die Zwangsausweisung von rund 30.000 Polen nach Russland und Österreich oder 1908 zum einen das Vereinsgesetz, das die Verwendung der deutschen Sprache bei öffentlichen Versammlungen vorsah, zum anderen das Enteignungsgesetz, das kaum Anwendung fand, aber für die preußische Regierung eine verheerende Außenwirkung hatte. Flankiert wurde diese Politik durch den 1894 von privater Seite in Posen gegründeten "Verein zur Förderung des Deutschtums in den Ostmarken" (1899 umbenannt in "Deutscher Ostmarkenverein", bekannt auch als "Hakatisten"). Der Sitz des Vereins, der hauptsächlich in den Provinzen Posen und Oberschlesien tätig war, wurde 1896 nach Berlin verlegt.

Im wiedererrichteten Polen sank der deutsche Bevölkerungsanteil rapide und betrug 1936 nur noch 9,6 %.[9] Am deutlichsten zeigte sich diese Entwicklung in den Großstädten: Zwischen 1910 und 1931 ging der deutsche Bevölkerungsanteil in Posen von rund 42 % auf rund 2 % zurück; in Bromberg von 77,5 % auf 8,5 %.[10] Die Gesamtzahl der Bevölkerung in der Woiwodschaft Posen stieg zwischen 1921 und 1939 von rund 2 Millionen auf etwas mehr als 2,5 Millionen Menschen.[11]

Im Reichsgau Posen bzw. Wartheland lebten in den ersten Kriegsjahren knapp 5 Millionen Menschen, darunter etwa 325.000 Deutsche und 4,2 Millionen christliche Polen.[12] Insgesamt 625.000 Polen waren bis 1944 von Zwangsumsiedlungen betroffen, davon 160.000 aus dem Territorium der ehemaligen Woiwodschaft Posen in das Generalgouvernement. 540.000 sog. "Volksdeutsche" wurden im Reichsgau Wartheland angesiedelt.[13] Darunter waren rund 51.000 (andere Quellen sprechen von 56.000[14]) Deutschbalten, 125.000 Deutsche aus Wolhynien und Galizien sowie 50.000 Deutsche aus dem Schwarzmeergebiet. Bis Januar 1945 stieg die Zahl der Deutschen im Warthegau auf ca. 1 Million.[15] Die bundesrepublikanische Volkszählung von 1950 ergab, dass sich besonders viele Posener Deutsche in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (je 38.000) sowie in Bayern und Hessen (je 11.000) niedergelassen hatten.[16] Innerhalb des Bundes der Vertriebenen ist die 1949 gegründete Landsmannschaft Weichsel-Warthe für die zu Großpolen zählenden Gebiete zuständig. Nach Schätzungen der 1990 gegründeten Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen Minderheit des Warthelandes (Towarzystwo Społeczno-Kulturalne Mniejszości Niemieckiej Ziemi Wielkopolskiej) lebten Anfang der 1990er Jahre in den historischen Grenzen Großpolens ungefähr 2.000 Personen, die sich der deutschen Minderheit als zugehörig empfanden.[17]

Wirtschaft und Landwirtschaft

In Mittelalter und Früher Neuzeit waren die großpolnischen Gebiete im gesamtpolnischen Vergleich in wirtschaftlicher Hinsicht überdurchschnittlich gut entwickelt. Ein Grund hierfür war die starke Nachfrage aus den weiter westlich gelegenen deutschen Gebieten, die insbesondere in dem florierenden Seehandel über Danzig/Gdańsk zum Ausdruck kam. Der in Großpolen besonders stark vertretene Kleinadel war stärker als die andernorts dominierenden Magnatenfamilien auf eigene wirtschaftliche Aktivitäten angewiesen. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelten sich eine florierende Textilindustrie (insbesondere in Rawitsch, Lissa und Fraustadt) und die Nahrungsmittelindustrie.

Auf Handel und Textilindustrie wirkten sich die Teilungen Polens äußerst negativ aus. Die Landwirtschaft konnte hingegen insofern profitieren, als im Großherzogtum Posen bereits 1823 eine umfassende Agrarreform durchgeführt wurde, die zur Etablierung größerer Bauernhöfe beitrug. In den Jahren 1882–1912 stieg dort die landwirtschaftliche Produktion um rund 200 %, im russischen Teilungsgebiet hingegen nur um etwa 70 %. Die 1886 eingerichtete Ansiedlungskommission für Posen und Westpreußen kaufte bis 1914 461.000 ha Land für deutsche Siedler auf, davon allerdings 334.000 aus deutscher Hand, sodass sich keine signifikante Stärkung der deutschen Landbevölkerung erreichen ließ. Handwerk und Gewerbe befanden sich im 19. Jahrhundert überwiegend in deutscher Hand. Landwirtschaft und Kleingewerbe waren auch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorherrschend. So bildete – neben den 1846 in Posen als Eisenwarenhandlung entstandenen metallverarbeitenden Werken Hipolit Cegielskis – die Chemie- und Kunstdüngerfabrik in Luban/Luboń – heute unter dem Namen Luvena S.A. – bis in die 1920er Jahre hinein eine der wenigen bedeutenden Industriebetriebe Großpolens.

An Bodenschätzen ist in heutiger Zeit lediglich ein Braunkohlevorkommen um Konin von Bedeutung. Die wichtigsten Anbaupflanzen sind Getreide (u. a. Roggen, Weizen und Gerste), Zuckerrüben, Raps und vor allem Kartoffeln. Daneben wächst die Bedeutung von Branchen der Spitzentechnologie und von Dienstleistungen.

Religionsgeschichte

Mit dem im Jahr 1000 in Gnesen errichteten Erzbistum blieb Großpolen auch in der Zeit der Teilfürstentümer (1138–1320) das geistliche Zentrum Polens, das den Zusammenhalt der einzelnen polnischen Herzogtümer bewahrte. Mit Ausnahme eines kurzen Zeitabschnitts zu Beginn des 21. Jahrhunderts war der Erzbischof von Gnesen zugleich immer auch Primas der katholischen Kirche in Polen. Nachdem bereits der Hussitismus in Großpolen im 15. Jahrhundert vergleichsweise viele Anhänger gefunden hatte, wirkte auch die lutherische Reformation schnell in die westlichen Regionen Großpolens hinein. Mitte des 16. Jahrhunderts ließen sich zudem zahlreiche Anhänger der Böhmischen Brüder in Großpolen nieder, ihr bedeutendster Vertreter war der tschechische Theologe und Pädagoge Jan Amos Comenius (Komenský), der in den 1630er Jahren in Lissa wirkte.

Unter den 1848 im Großherzogtum Posen lebenden knapp 410.000 Protestanten befanden sich lediglich 8.500 (2 %) Polen, während von den knapp 848.000 Katholiken immerhin 52.000 (6,1 %) Deutsche waren.[18] 1910 waren weniger als 1 % der polnischsprachigen Bevölkerung Großpolens evangelisch, von der deutschsprachigen Bevölkerung hingegen 17,5 % katholisch.[19] Die ständige Zu- und Abwanderung in den Reihen der deutschen Bevölkerung verstärkte bei den wenigen dauerhaft vor Ort verbleibenden evangelischen Christen den Eindruck, in einer Diaspora zu leben.

Der jüdische Anteil an der Gesamtbevölkerung ging aufgrund der starken Abwanderung in westliche preußische Provinzen von 6,4 % (51.959) im Jahre 1816 auf nur noch 1,3 % im Jahre 1910[20] zurück, was nicht zuletzt an dem immer stärker werdenden Antisemitismus im Rahmen des sich verschärfenden deutsch-polnischen Gegensatzes lag.

Auch in der Zweiten Polnischen Republik bekannten sich die Protestanten, die 1931 9,4 % der Gesamtbevölkerung der Woiwodschaft Posen stellten,[21] überwiegend zur deutschen Nationalität. Die in Großpolen verbliebenen Juden fühlten sich zumeist der deutschen Kultur zugehörig und strebten mehrheitlich außer Landes. Um 1930 lag ihr Bevölkerungsanteil nur noch bei 0,2 %.[22]

Wissenschaft

Das Fehlen einer Universität in Großpolen – die Lubrański-Akademie (gegründet 1519) und das Jesuitenkollegium (gegründet 1573) hatten sich vergeblich um die entsprechenden königlichen Privilegien bemüht – wurde im 19. Jahrhundert sowohl von der deutschen als auch von der polnischen Bevölkerung beklagt; Posen blieb bis 1918 die einzige preußische Provinz ohne Universität. Die preußischen Behörden genehmigten lediglich die Einrichtung der von 1903 bis 1919 in Posen bestehenden Königlichen Akademie. Von einer regulären Universität, so befürchtete man, hätte die polnische Bevölkerung mehr profitiert als die deutsche. Von polnischer Seite wurde 1857 der Posener Verein der Freunde der Wissenschaften (Poznańskie Towarzystwo Przyjaciół Nauk) ins Leben gerufen. Die 1885 in Posen gegründete Historische Gesellschaft für die Provinz Posen entwickelte sich bis zum Ersten Weltkrieg zum mitgliederstärksten Geschichtsverein im Deutschen Reich. Im neuen polnischen Staat nannte sie sich zunächst Historische Gesellschaft für Posen, dann ab 1935 Historische Gesellschaft für Polen; 1939 wurde sie in Historische Gesellschaft für das Wartheland umbenannt. 1950 erfolgte in Marburg eine Neugründung als Historisch-Landeskundliche Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen, die sich 1997 in Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen umbenannte.

Am 7. Mai 1919 eröffneten die polnischen Behörden die Posener Universität (Uniwersytet Poznański), bis 1920 unter dem Namen Piasten-Universität (Wszechnica Piastowska), die unter deutscher Besatzung der 1940–1944 bestehenden Reichsuniversität weichen musste und 1955 in Adam-Mickiewicz-Universität (Uniwersytet im. Adama Mickiewicza) umbenannt wurde. Heutzutage ist der Großteil der Forschungseinrichtungen und Hochschulen Großpolens in Posen konzentriert.

Kunst und Literatur

Sieht man von einer Reihe von Buchdruckern, Buchhändlern und Kunsthandwerkern ab, beteiligte sich die deutsche Bevölkerung in Großpolen bis weit in das 19. Jahrhundert hinein kaum am künstlerischen und literarischen Schaffen. Seit 1890 entwickelte sich die Gattung des "Ostmarkenromans", die Elemente der Trivial- und Heimatliteratur miteinander verband und zumeist das Schicksal neu ins Posener Land gezogener Deutscher sowie deren Aufeinandertreffen mit der in negativen Stereotypen dargestellten polnischen Bevölkerung thematisierte; mindestens 60 derartige Werke sind bis 1918 erschienen.

In kunstgeschichtlicher Hinsicht war Großpolen seit dem Mittelalter insbesondere durch die Sakralarchitektur geprägt. Von herausragender Bedeutung sind die beiden frühgotischen Dombauten in Posen und Gnesen, deren heutige Gestalt im Wesentlichen aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammt. Die aus dem 12. Jahrhundert stammenden Bronzetüren am Südportal des Gnesener Doms, die den Lebensweg des hl. Adalbert zeigen, sind das wohl bedeutendste Kunstwerk der polnischen Romanik. Wie auch in den übrigen Regionen Polens waren Renaissance und Barock stark durch italienische Künstler geprägt, so besonders eindrucksvoll in Form des 1550-1560 durch Giovanni Battista di Quadro in Posen errichteten Rathauses. Die Epoche der Aufklärung stand im Zeichen der Errichtung klassizistischer Adelsresidenzen, so z. B. in Rogalin, Pawłowice und Czerniejew für die Familien Raczyński, Mielżyński und Lipski.

4. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Paweł Anders, Włodzimierz Łęcki, Piotr Maluśkiewicz (Hg.): Słownik krajoznawczy Wielkopolski [Landeskundliches Lexikon Großpolens]. Warszawa, Poznań 1992.
  • Antoni Gąsiorowski: Terytorium i podziały Wielkopolski w rozwoju historycznym [Territorium und Aufteilung Großpolens in der historischen Entwicklung]. In: Przegląd Wielkopolski (1999), 1-2, S. 13-23.
  • Walther Hubatsch (Hg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte. Reihe A: Preußen. Bd. 2, Teil I: Provinz (Großherzogtum) Posen. Bearb. v. Dieter Stüttgen. Teil II: Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen. Bearb. v. Walther Hubatsch. Marburg/L. 1975.
  • Witold Jakóbczyk (Hg.): Dzieje Wielkopolski [Geschichte Großpolens]. Bd. 2: 1793–1918. Poznań 1973.
  • Michał Kobusiewicz (Hg.): Pradzieje Wielkopolski. Od epoki kamienia do średniowiecza [Vorgeschichte Großpolens. Von der Steinzeit bis zum Mittelalter]. Poznań 2008.
  • Jacek Kowalski: Gotyk wielkopolski. Architektura sakralna XIII–XVI w. [Gotik in Großpolen. Sakralarchitektur vom 13. bis 16. Jh.]. Poznań 2010.
  • Dariusz Matelski: Mniejszosc niemiecka w Wielkopolsce w latach 1919–1939 [Die deutsche Minderheit in Großpolen 1919–1939]. Poznań 1997.
  • Joachim Rogall: Die Deutschen im Posener Land und in Mittelpolen. München 1993 (Studienbuchreihe der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat 4).
  • Jerzy Topolski: Die Rolle Großpolens in der Geschichte Polens. In: Jerzy Strzelczyk (Hg.): Slawen, Deutsche und Dänen in zwei historischen Grenzregionen (Schleswig-Holstein und Großpolen). Vorträge einer gemeinsamen Konferenz des Instituts für Geschichte der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań und des Historischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Poznań, 23.–25. Oktober 1997. Poznań 2001 (Publikacje Instytutu Historii UAM 38), S. 223-230.
  • Jerzy Topolski (Hg.): Dzieje Wielkopolski. T. 1: Do 1793 roku [Geschichte Großpolens. Bd. 1: Bis 1793]. Poznań 1969.
  • Jerzy Topolski: Wielkopolska poprzez wieki [Großpolen durch die Jahrhunderte]. Poznań 1999.

Bibliographien, Jahrbücher, Zeitschriften

  • Bibliografia regionalna Wielkopolski, Poznań 1962ff.
  • Jahrbuch Weichsel-Warthe, Wiesbaden 1955ff.
  • Kronika Wielkopolski, Poznań 1973ff.
  • Przegląd Wielkopolski, Poznań 1987ff.

Weblinks

Anmerkungen

[1] Topolski: Wielkopolska, S. 57.

[2] Jerzy

[3] Jerzy Topolski: Procesy osadnicze i urbanizacyjne. Bilans demograficzny Wielkopolski w XVIII w. [Siedlungs- und Urbanisierungsprozesse. Die demografische Bilanz Großpolens im 18. Jh.]. In: Ders. (Hg.): Dzieje Wielkopolski. Tom I: Do roku 1793, S. 795-814, hier S. 811f.

[4] S[tanisław] Borowski: Okres 1815–1870. Ludność [Der Zeitraum 1815–1870. Bevölkerung]. In: Witold Jakóbczyk (Hg.): Dzieje Wielkopolski. Tom II: Do Lata 1793–1918, S. 67-78, hier S. 67.

[5] S[tanisław] Borowski: Okres 1871–1918. Ludność [Der Zeitraum 1871–1918. Bevölkerung]. In: Witold Jakóbczyk (Hg.): Dzieje Wielkopolski. Tom II: Do Lata 1793–1918, S. 361-373, hier S. 361.

[6] Bolesław Szczepański: Wschodnia część Wielkopolski w latach 1815–1918. Ludność [Der östliche Teil Großpolens in den Jahren 1815–1918. Bevölkerung]. In: Witold Jakóbczyk (Hg.): Dzieje Wielkopolski. Tom II: Do Lata 1793–1918, S. 773-781, hier S. 778f.

[7] Topolski: Wielkopolska, S. 199.

[8] Jerzy Kozłowski: Deutsche in Großpolen im 19. Jahrhundert. In: Strzelczyk (Hg.), S. 121-140, hier S. 129.

[9] Matelski: Mniejszość niemiecka w Wielkopolsce, S. 30.

[10] Rogall: Die Deutschen im Posener Land, S. 130.

[11] Topolski: Wielkopolska, S. 255; Matelski: Mniejszość niemiecka w Wielkopolsce, S. 36.

[12] Michael Alberti: Die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Reichsgau Wartheland 1939–1945. Wiesbaden 2006 (Deutsches Historisches Institut Warschau. Quellen und Studien 17), S. 34; Markus Roth: Nationalsozialistische Umsiedlungspolitik im besetzten Polen – Ziele, beteiligte Institutionen, Methoden und Ergebnisse. In: Eckhart Neander, Andrzej Sakson (Hg.): Umgesiedelt – Vertrieben. Deutschbalten und Polen 1939–1945 im Warthegau. Marburg 2010 (Tagungen zur Ostmitteleuropa-Forschung 29), S. 9-20, hier S. 14.

[13] Topolski: Wielkopolska, S. 304.

[14] Andrzej Sakson: Einführung. In: Neander, Sakson (wie Anm. 12), S. 4.

[15] Joachim Rogall: Die Räumung des "Reichsgaus Wartheland" vom 16. bis 26. Januar 1945 im Spiegel amtlicher Berichte. Sigmaringen 1993, S. 26.

[16] Rogall: Die Deutschen im Posener Land, S. 180.

[17] Andrzej Sakson: Socjologiczna charakterystyka mniejszości niemieckiej w Polsce ze szczególnym uwzględnieniem Wielkopolski w latach 1945/89–1993 [Die soziologische Charakteristik der deutschen Minderheit in Polen unter besonderer Berücksichtigung Großpolens in den Jahren 1945/89–1993]. In: Ders. (Hg.): Polska - Niemcy - Mniejszość Niemiecka w Wielkopolsce. Przeszłość i teraźniejszość. Poznań 1994, S. 141-155, hier S. 150.

[18] Zygmunt Zieliński: Kościół katolicki w Wielkim Księstwie Poznańskim w latach 1848–1856 [Die katholische Kirche im Großherzogtum Posen in den Jahren 1848–1856]. Lublin 1973, S. 33.

[19] Witold Matwiejczyk: Nation und Konfession in Großpolen zur Zeit des "Nationalitätenstreits" (1871–1914). Bemerkungen zur deutsch- und polnischsprachigen Historiographie. In: Rainer Bendel (Hg.): Kirchen- und Kulturgeschichtsschreibung in Nordost- und Ostmitteleuropa. Initiativen, Methoden, Theorien. Berlin 2006, S. 113-138, hier S. 114.

[20] Rogall: Die Deutschen im Posener Land, S. 68ff.

[21] Olgierd Kiec: Die evangelischen Kirchen in der Wojewodschaft Posen (Poznań) 1918–1939. Wiesbaden 1998 (Deutsches Historisches Institut Warschau: Quellen und Studien 8), S. 15.

[22] Alberti (wie Anm. 12), S. 28.

Zitation

Christoph Schutte: Großpolen. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2013. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/54146.html (Stand 24.09.2015).

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