Lärm und überlaute Musik.
Psychologische Analyse und präventive Maßnahmen

August Schick

(Erschienen in: Berichte aus dem Institut zur Erforschung von Mensch-Umwelt-Beziehungen, Universität Oldenburg, Nummer 38 (2001), 12 Seiten)

Zusammenfassung

Der Beitrag interpretiert das Phänomen der überlauten Musik und des Lärms aus unterschiedlichen Blickwinkeln bzw. unterschiedlichen Weltanschauungen.

Die Rock-Pop-Techno-Rave-Musik ist heute zu einem selbstverständlichen Element einer Jugendkultur geworden. Die Musik bekommt für die Jugendlichen eine zentrale Rolle in der Schaffung, Inszenierung bzw. Suche ihrer Lebenswelten - weit mehr als etwa die Literatur oder die Kunst. Literarische Texte werden oft nur über das Medium der Musik vermittelbar.

Insbesondere in der Adoleszenzphase scheinen die Jugendlichen diese Musik zu entdecken, welche heute beinahe schon zum Alltag der normalen Jugend gehört. Die Ursachen der jugendlichen Freude an der lauten Musik sind mit dem Lebensgefühl von Jugendlichen verbunden; will man Prävention betreiben, dann muß man deshalb mehr berücksichtigen als die bloße Information über Hörschäden. Man kann den Jugendlichen nicht den Walkman vom Kopf reißen und sie nicht aus den Diskotheken aussperren.

Dieser Vortrag kann kostenfrei angefordert werden beim Institut zur Erforschung von Mensch-Umwelt-Beziehungen, Universität Oldenburg, Postfach 2503, 26111 Oldenburg,

e-mail: baerbel.harings(at)uni-oldenburg.de, Fax: 0441 - 798-5522, Tel. 798-5523.