Nachhaltige Produktionswirtschaft

Laufende Projekte

NEDS - nachhaltige energieversorgung niedersachsen

Teilprojekt 2: Transformation von Energiesystemen als soziale Diffusion

Gegenstand der Diffusionsforschung ist die Verbreitung von Innovationen. Der Begriff der Innovation umfasst dabei nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Dimension. Veränderungen im individuellen Verhalten und organisatorische Neuerungen können als Innovationen verstanden und untersucht werden.

Die relevanten Elemente der Transformation des niedersächsischen Energiesystems umfassen auf der technischen Ebene z.B. Anlagen zur Energieproduktion, Informationssysteme und Effizienzinnovationen. Auf der sozialen Ebene sind vor allem Handlungsmuster der Verbraucher in Bezug auf die Energienachfrage, die Nutzung von Informationssystemen und Prosumentenaktivitäten (wie etwa Investitionen in Kleinanlagen zur Energieerzeugung) von Bedeutung.

Im Rahmen des Teilprojekts werden mögliche Transformationspfade der Energieversorgung aus dieser Perspektive dargestellt und bewertet. Dazu gehört auf der Makroebene eine Beschreibung des Diffusionssystems, seiner Akteure und Abhängigkeiten. Auf der Mikroebene wird der individuelle Verlauf von Übernahmeentscheidungen untersucht.

Auf dieser Grundlage können dann Handlungskonzepte für die Gestaltung der nicht-technischen Rahmenbedingungen der Transformation des niedersächsischen Energiesystems entwickelt werden.

Leitung: Prof. Dr. Christian Busse

Mitarbeiter: Julien Minnemann und N.N.

Informationen zum Projekt finden sich hier.

VALUEWORKSAuswirkungen der Finanzialisierung entlang der Kupferwertschöpfungskette

Das transdisziplinäre Projekt untersucht die Auswirkungen der Finanzialisierung („financialization“) des Rohstoffhandels auf die lokalen Lebenswelten der Menschen am Beispiel der Kupferwertschöpfungskette von den Mienen in Sambia über die Häfen Südafrikas, die Handelsplätze der Schweiz bis zu den Produzenten in China. Die Feldforschung findet in Afrika, Europa und Asien statt. Im Mittelpunkt stehen ethnologische Analysen, welche durch soziologische, geographische und betriebswirtschaftliche wissenschaftliche Perspektiven sowie durch die Einblicke realweltlicher Akteure wie verschiedener NGOs angereichert werden. Eine ausführliche Projektbeschreibung in englischer Sprache findet sich hier.

Projektleitung: Dr. des Rita Kesselring, Ethnologisches Seminar, Universität Basel

Assoziiertes Projektmitglied: Prof. Dr. Christian Busse.