Präsidium der Universität

Studienkredite im Vergleich

Mit der Einführung der Studienbeiträge besteht ein hoher Bedarf an weiteren Finanzierungsquellen für Studierende. Inzwischen bieten viele verschiedene Banken Studienkredite an, die günstiger sind als normale Darlehen. Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat im Mai 2006 eine umfassende Studie zum diesem Thema durchgeführt und dabei über 50 Banken verglichen, die Studienkredite anbieten. Betrachtet wurden dabei vor allem Aspekte wie Zugangsvoraussetzungen, Elternunabhängigkeit, Kosten, Risikobegrenzung und Flexibilität. Die Bewertung ist weitgehend positiv, dennoch bleibt festzustellen, dass es „den“ richtigen Kredit nicht gibt, sondern dass jeder Interessent „seinen“ eigenen Kredit nach individuellen Bedürfnissen finden muss.

Generell positiv bewertet wurde die Tatsache, dass die meisten Kreditangebote niedrige Zugangsbarrieren haben, tilgungsfreie Phasen nach Studienende zum Standard aller Angebote gehören und Sondertilgungen möglich sind. Auch scheinen die Möglichkeiten der flexiblen Gestaltung von Auszahlungen und Rückzahlungen recht hoch zu sein. Kritisch bewertet wurde unter anderem die Tatsache, dass die Rückzahlung in den meisten Fällen nicht automatisch an einkommensabhängige Tarife gekoppelt ist. Vor allem bei privaten Anbietern ist keine „Deckelung der Verschuldung“ vorgesehen, diese gibt es nur bei staatlichen bzw. staatsnahen Angeboten. So begrenzen beispielsweise die Förderbanken der Länder bei ihren Studienbeitragsdarlehen die Rückzahlungshöhe für BAföG-Empfänger und garantieren ihnen ab einer gewissen Förderhöhe einen weitgehenden Schuldenerlass.

Das Land Niedersachsen hat in diesem Zusammenhang ein Förderprogramm „Niedersachsen-Studienbeitragsdarlehen“ aufgelegt, das im Rahmen eines Vertrags durch die Förderbank N-Bank abgewickelt wird, bei der ein zinsgünstiges Angebot für ein Studienbeitragsdarlehen zur Verfügung steht. Finanziert werden die Studienbeiträge für das Erststudium an niedersächsischen Hochschulen in staatlicher Verantwortung. Antragsberechtigt sind Deutsche, Studierende aus EU-Staaten, Studierende aus EWR-Staaten und deren Familienangehörige, heimatlose Ausländer, und Ausländer, die ihre Hochschulberechtigung in Deutschland erworben haben (Bildungsinländer). Die NBank mit ihrem Studienbeitragsdarlehen scheidet in der Untersuchung des CHE besonders gut in den Bereichen der Zugangsvoraussetzungen, Kosten und Flexibilität ab.

  • Die vollständige Studie des CHE steht hier zum Download bereit.
  • Informationen zu Studienbeiträgen in Niedersachsen finden Sie hier auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.
  • Nähere Informationen zum Niedersachsen-Studienbeitragsdarlehen finden Sie auf den Seiten der NBank.