Präsidium der Universität

Jahresversammlung der DFG in Leipzig

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat vom 29. Juni bis 1. Juli 2009 ihre Jahresversammlung in Leipzig abgehalten. Während der Jahresversammlung tagten das Präsidium, der Senat, der Hauptausschuss und die Mitgliederversammlung. Bei der Mitgliederversammlung am 1. Juli wurde Matthias Kleiner für weitere drei Jahre als DFG- Präsident wiedergewählt. Der Professor für Umformtechnik und Leichtbau ist seit 2007 Präsident der DFG, seine zweite Amtszeit beginnt am 1. Januar 2010. Für die Nachfolge des ausscheidenden Vizepräsidenten Professor Jörg Heinrich Hacker im Bereich Biologie wurde die Entwicklungsgenetikerin und Leibniz-Preisträgerin Professor Elisabeth Knust vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden gewählt.

Auf der Jahrespressekonferenz wurde der Ablauf der nächsten Runde der Exzellenzinitiative vorgestellt: Ab dem Frühjahr 2010 werden die Universitäten dazu aufgerufen, erste Antragsskizzen für neue Projekte einzureichen. Die Skizzen sollen bis Herbst 2010 vorgelegt und anschließend begutachtet werden. Nach einer ersten Zwischenbegutachtung soll im Frühjahr 2011 die Entscheidung fallen, welche Skizzen in die Endrunde kommen. Diese sollen dann bis Herbst 2011 Förderanträge stellen. Gleichzeitig werden die bereits geförderten Einrichtungen aufgefordert, Anträge auf Weiterförderung zu stellen. Im Winter 2011/12 werden die Anträge der neuen und der alten Einrichtungen in einem Wettbewerb begutachtet. Im Sommer 2012 werden Politik und Wissenschaft dann gemeinsam entscheiden, welche Universitäten mit welchen Projekten und Einrichtungen bis Ende 2017 gefördert werden. Insgesamt stehen für die neue Phase der Exzellenzinitiative 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung, wovon der Bund 75 Prozent, die Länder 25 Prozent bereitstellen.

Ebenfalls wurde die Gleichstellung in der Wissenschaft thematisiert. Nachdem auf der Jahresversammlung 2008 die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG vorgestellt wurden, haben mittlerweile alle Mitgliedshochschulen der DFG die Einführung der Gleichstellungsstandards beschlossen. Zur Begleitung der Umsetzung in den nächsten Jahren hat die Mitgliederversammlung eine Arbeitsgruppe Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards unter der Leitung des Vizepräsidenten Ferdi Schüth eingesetzt. Die AG wird Kriterien für die Bewertung der Berichte festlegen, die Bewertung danach vornehmen und im Anschluss die Berichte im kommenden Frühjahr veröffentlichen. Zur Hilfestellung bei der Umsetzung der Gleichstellungsstandards wurde ebenfalls ein sogenannter Instrumentenkasten freigeschaltet, eine Art Online-Lexikon, das die Bandbreite der in Deutschland bekannten Chancengleichheitsmaßnahmen, ihre Wirkungsweisen und Rahmenbedingungen erschließt.